Hass-Plakat

Grautier-Esel

In Schwabing hetzen Rechte gegen Schwule und Lesben“, schlagzeilt das Fachblatt für intellektuelle Liebhaber deutschsprachiger Hochliteratur, die „Abendzeitung München“. Was war geschehen?

Qualitätsjournalist Thomas Gautier, der von seinen Lesern liebevoll „Grautier“ gerufen wird, berichtet über ein knittriges „rechtes Hass-Plakat“, auf welchem „irrer Schwulen-Hass“ verbreitet wird. Auf diesem stünde in grellen Lettern: „Schluß mit der städtischen Schwulen- und Lesbenförderung! Stoppt die Umerziehung an Münchner Schulen und Kindergärten“, des Weiteren sei ein durchgestrichenes Piktogramm zweier Strichmännchen abgebildet.

Das Grautier trabte umgehend nach Schwabing und beobachtete die Reaktionen von Passanten. Es „laufen Pendler vorbei und schütteln den Kopf“, außerdem „zücken Schüler ihre Handys und knipsen sie: Münchens widerwärtigste Wahlplakate.

Die Forderungen der Bürgerinitiative Ausländerstopp nach einer Beendigung der Förderung von Gruppen mit besonderen Sexualvorlieben oder der frühkindlichen Sexualpenetrierung bildeten „geschmacklich wie orthografisch bedenkliche Sätze: ,Schluss‘ schreibt man schon seit Jahren mit Doppel-S. Korrektes Deutsch zählt offensichtlich nicht zu den Stärken der BIA.

Die orthographische Bedenklichkeit soll nun vom Bundesamt für Strahlenschutz eingehender überprüft werden. Parteien und Vereinen, die sich nicht an die Vorgaben der unfreiheitlich-orthographischen Grundordnung halten, könne nach neuesten Gerichtsurteilen das Recht entzogen werden, sich öffentlich zu äußern.

Auch der Abendzeitungs-Leser „weisnix“ kommentiert den „bedenklich hirnlosen Inhalt des Plakates … Es geht hier um den Inhalt des widerwärtigen Plakates, das hier unzweifelhaft zum Rassenhass und Diskriminierung aufruft.“ Auch das örtliche Veterinäramt bestätigte, daß die Forderungen, monetäre Sonderalimentierungen für den Pädo- und Homosexismus zu streichen, rassistisch und diskriminierend seien.

Inzwischen jedoch hätten „Bürger“ die „hirnlose Hass-Hetze gegen Homosexuelle“ von den Plakatständern abgerissen. „Sieht doch gleich viel schöner aus“, berichterstattet das Grautier seiner Gefolgschaft.

Bild oben: Als kürzlich ein Grautier zeitungspaketeweise literarisch-orthographischen Hochgenuß austragen wollte, hatte es sich etwas übernommen.

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8 Antworten

  1. Das Plakat war recht geschmacklos. „Stoppt die Umerziehung an Münchner Schulen und Kindergärten“ hätte es auch getan.

    • ….hätte aber möglicherweise nicht verraten, wohin denn die Kinder erzogen werden sollen. Man fordert doch sonst immer Klarheit.

      • Aber das Plakat hinge dann heute noch (eventuell) und die Bürger könnten darüber nachdenken, was für Umerziehung gemeint wäre. So hatten sie nur die Möglichkeit, sich von der Schwulen- und Lesbenverfolgung durch die Plakatierer zu distanzieren. Als Antirassisten und Antinazis.

        Man plakatiert ja nicht, um diese abreißen zu lassen, sondern um Menschen zu mit seinen Botschaften zu erreichen. Oder irre ich mich?

  2. Ich bin schon so rechts, dass ich auf dem Plakat nichts von Hetze gegen Schwule und Lesben lese, sondern Kritik an öffentlicher Schwulen- und Lesbenförderung.
    Schlimm.

  3. Diese Tendenzen zur Verhöhnung des Doppel-S als mickriges ß sind äußerst bedenklich! Da sollte es noch einen redaktionellen HaSS-Nachschlag im „Schwarzen Korps“ geben!!!

  4. Es gibt viel Hass-Hetze auf der Welt.
    Aber zum Glück gibt es Couragierte, die sich nicht unterkriegen lassen, die der Hass-Hetze die Stirn bieten.. Einer davon ist das (im Hinblick auf die guten Sitten drücke ich das mal bewusst zurückhaltend aus) perverse Schwein Eckhard Stengel

  5. Es ist nichts als Ausdruck unseres Sittenverfalls, wenn sich jetzt selbst der Eulenfurz dafür hingibt, Bilder eines zoophilen Graubereichs am Rande der zukünftigen strafbaren Illegalität zu veröffentlichen, die der Leser Rechner so verseuchen, dass/daß Durchsuchungen und Beschlagnahmen, die dazu dienen, mal nachzusehen, ob ein Ermittlungsverfahren eröffnet werden kann, durch den Erfolg in jedem Fall gerechtfertigt werden.

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