Schweizer Graus

Schweizer Graus

Das Schweizer Votum zur Einwanderungsbegrenzung verdeutlicht einmal mehr, warum das Modell der Volksabstimmungen in echten Vorzeigedemokratien wie der BRD nicht sinnvoll ist: Mündige Bürger könnten unerwünschte Wahlergebnisse erzeugen. Es ist für das Stimmvieh weitaus überschaubarer, im Vierjahresrhythmus für die zugelassenen Kandidaten der Nationalen Einheitsfront zu votieren, als Entscheidungen zu treffen, dessen Tragweite es überhaupt nicht einschätzen kann.

SED-Parteichef Bernd Riexinger will die ungehorsamen Schweizer Bürger nun durch die Einführung von Kapitalverkehrskontrollen disziplinieren: „Wenn die Schweiz ihre Grenze für Menschen schließt, dann ist es nur gerecht, wenn auch das Geld draußenbleibt“. Die Mauermörderpartei wolle ihr 1990 in die Schweiz verschobenes Millionenvermögen umgehend wieder heim ins Reich holen. „Die Schweiz kann sich nicht ernsthaft auf den Standpunkt stellen, dass sie sich gegen Zuwanderer abschotten kann, und gleichzeitig das Steuerfluchtgeld aus ganz Europa mit offenen Armen empfängt“, tobte Riexinger im bundesdeutschen Blätterwald.

Das ist schon ein Schlag“, stöhnte auch der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im EUdSSR-Parlament, Elmar Brok (CDU). Zehntausenden bundesrepublikanischen Ärzten und Handwerkern bliebe in Zukunft die Flucht in die Höchstlöhne zahlende Schweiz verwehrt, so daß auch in der BRD der Fachkräftemangel kleiner werde und der Bedarf nach rumänischen Ärzten und Ingenieuren sinke, was wiederum bedeutet, daß diese in Rumänien für Billigstlöhne die dortige Infrastruktur stärken. Dies würde aber dazu führen, daß die EU weniger Transferleistungen nach Rumänien tätigen müsse. Im Großen und Ganzen würde die Entscheidung der Schweizer Bürger das gesamte Gefüge der EU-Umverteilungen erheblich stören.

Doch auch in der Schweiz regt sich Widerstand der hyperdemokratischen Minderheit gegen die ultraextremistische Mehrheit. So zog in Zürich ein Troß vermummter Kuttenträger mit roten Fahnen und anderen Scheißebannern durch die Gossen und zeigte mit der legasthenischen Forderung „Ihre Schweiz unser Graus“ an, daß man am liebsten dorthin ausreisen wolle, wo Migranten mit Kußhand und offenem Portemonnaie empfangen werden, nämlich nach Schlaraffia oder Liliput. Darüber, daß diese lumpigen Arbeits- und Leistungsscheuen nun ernsthaft aus der Schweiz flüchten wollen, regte sich bei der Mehrheit bislang allerdings noch kein Bedauern.

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3 Antworten

  1. […] Schweizer Graus. Noch eine lesenswerte Fundsache bei Eulenfurz zur Schweizer Volksabstimmung, die Zuwanderung zu beschränken! Von Knallrot bis Pechschwarz toben sie in ganz Europa über die undankbaren Schweizer. Jetzt muß im Europawahlkampf diese Diskussion auch in Deutschland geführt werden. Fragen wir unsere Politiker ob sie die Schleusen weiter öffnen oder schließen wollen? […]

  2. Das Verhalten der EU gegenüber der CH erinnert irgendwie an „München“ 1938. Warum nur?

  3. Dar denn die schweizer Bevölkerung, wenn auch nur mit knapper Mehrheit, so entscheiden? Widerspricht das nicht allen Menschen- und Demokratorenrechten, insbes. dem, Menschen als Manövriermasse zu verschieben?
    Wird die Schweiz nun Feind- oder Schurkenstaat oder wie das heißt? Werden Die Grünen Aufklärungsflüge der Bundesluftwaffe im Rahmen einer Uno- oder Nato-Friedensmission für die Schweiz befürworten?

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