Emanzipationsdemokratie

Grüne Verbote

Nachdem der Glatzkopf- und Schnürstiefelfaschismus dank der finanziell gutdotierten Einheitsfront gegen Rechts im Sebnitzer Schwimmbad restlos ersoffen ist, suchen sich die mit jährlichen Prämienausschüttungen alimentierten Verbände der Antirechts-Industrie neue Feinde. Deshalb haben die Grün*Innen der Heinrich-Böll-Stiftung nun die „Evangelikalen“ auf ihre Abschußliste gesetzt. Die liefern dafür gefundenes Fressen, nachdem sie es wagten, an demokratischen Protestformen zu partizipieren und mittels einer Online-Petition den grünen Herrschaftsanspruch auf Kindersexisierung in Frage zu stellen.

Die Journalist*in Jennifer Stange, die sich sonst für Blätter wie die Jungle-World oder die taz presstituiert, erhielt von den Böllstifter*innen „den Rechercheauftrag, sich eingehender mit den lokalen evangelikalen Strömungen und ihrer gesellschaftspolitischen Einflussnahme auseinanderzusetzen“. Die „evangelikale Szene“ betreibe einen „manipulativen Aktivismus“, dabei fänden „die tragenden fundamentalistischen Akteur_innen“ sogar „Fürsprecher_innen auch aus dem politisch konservativen Spektrum“, die sich nicht klar von den christlichen Konservativen distanzieren. „Auch die Evangelische Landeskirche sind Teil des demokratischen politischen Feldes und müssen gegenläufigen Strömungen unter ihrem Dach entgegenwirken und klare Abregrenzungen zu den im folgenden dargestellten Positionen bieten.“ (Rechtschreibung im Original)

Die Ergebnisse ihrer Recherche sind besorgniserregend: regelmäßig werden aus diesem Spektrum homophobe und islamophobe Positionen laut, werden Feminismus und Gender-Mainstreaming bekämpft, repressive, patriarchale Gesellschaftsentwürfe als alternativlos befördert und der Schulterschluss mit so mancher rechtsradikaler Position ist erschreckend augenfällig.

Die Ansichten der evangelikalen Bewegungen, „aber vor allem deren Versuche der politischen Einflussnahme“, würden mit den „Werten einer emanzipatorischen Demokratie kollidieren“. Wenn sich also Konservative an politischer Einflußnahme versuchen, dann ist das antiemanzipationsdemokratisch, wobei die Frage im Raum steht, wer die Werte der Emanzipationsdemokratie definiert hat und in welchem Regelwerk (Verfassung/Gesetz) sie allgemeingültig fixiert sind. Ansonsten wäre es vielleicht Aufgabe eines Verfassungsschutzes, die von der – mit Steuergeldern ausgehaltenen – Heinrich-Böll-Stiftung postulierte willkürliche und absonderliche Demokratie-Definition einer Prüfung zu unterziehen.

Wenn die aus evangelikaler Sicht formulierte „Gesellschaftskritik dann noch auf lokale- und landespolitische Andockungspunkte statt auf klare Abgrenzung trifft, greift dies die Werte einer demokratischen, pluralistischen und aufgeklärten Zivilgesellschaft an.“ Die Werte der von linken Ideologen herbeiphantasierten demokratisch-pluralistisch-aufgeklärten Zivilgesellschaft verbieten also offenbar sowohl christliche Gesellschaftskritik, als auch deren Übernahme durch politische Vertreter.

So sieht pluralistische Demokratie nach linksgrünem Muster aus: Vielfalt und Buntheit bezieht sich bestenfalls auf die Facetten linker Ideologie, und man darf vermuten, daß nach der totalen Ausrottung des rechten, konservativen und später auch liberalen Feindes immer noch ein Feindbild auffindbar ist, auf das man seine eigene totalitäre Gesinnung wird projizieren können.

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9 Antworten

  1. Ach Du meine Güte! Regelmäßig! Aber in welchen Abständen? Täglich? Wöchendlich? Monatlich? Jährlich? Alle Dekade einmal? Regelmäßig gibt es ja auch den Frühling. Ein Phänomen, das uns ernsthaft beunruhigen sollte.

    Wobei die Evangelen eben nicht dafür bekannt sind, am Zeitgeist zu zweifeln. Aber einmal seit Luther ist schon besorgniserregend.

  2. Daß die GRÜNEN nur ihre Ideologie tolerieren, dürfte hinreichend bekannt sein. Alles Andere BÖSE.

  3. Rechtschreibung im Original? Ich kann da keine deutsche Rechtschreibung auffinden, nur Schreibweise.

  4. „…Doch für den Staat und einen Teil der Wissenschaft beginnt »Linksextremismus« nicht erst in den Fällen, in denen das Gewaltmonopol wirklich einmal herausgefordert wird. Sondern schon weit vorher: bei so genannten Gesinnungstaten, beim bloßen Nachdenken über Alternativen zum herrschenden Konsens.

    So wird mit »Linksextremismus« ein ganzer Zweig der politischen Debatte diskreditiert und kriminalisiert. »Linksextremisten« sollen als Gefahr für eine als »gut« apostrophierte Mitte aus dem demokratischen Spiel herausgelöst werden. Wer nicht bereit ist, sich einem so rituellen wie fragwürdigen Bekenntnis zur »freiheitlich-demokratischen Grundordnung« anzuschließen, bekommt schnell ein Problem und wird als Verfassungsfeind gebrandmarkt…

    … Denn was da angeblich zum Schutz der Demokratie aufgefahren wird, erweist sich beim genaueren Hinsehen als deren eigentliche Gefährdung…“

    Aus:
    Verfassungsfeinde?
    Wie die Hüter von Denk- und Gewaltmonopolen mit dem »Linksextremismus« umgehen

    Von:
    Jennifer Stange (sic!)
    Susanne Feustel
    Tom Strohschneider

    http://www.vsa-verlag.de/nc/detail/artikel/verfassungfeinde/

    Herr Kolat hat übrigens Glück, daß er nicht islamophob ist, sonst wäre er vieleicht auch ins Fadenkreuz von Jennifer Stange geraten.

    • …wer nicht bereit ist, sich einem so rituellen wie fragwürdigen Bekenntnis zur »freiheitlich-demokratischen Grundordnung« anzuschließen, …

      Oha, da hatten die getroffenen Hunde offenbar schon gebellt, bevor wir überhaupt geworfen haben. Wenn einem die FDGO nicht schmeckt, wird kurzerhand die Emanzipationsdemokratie erfunden, mit der jeder als Extremist diffamiert werden kann, der sich ihr nicht beugt und noch auf die alte FDGO schwört. Gehört die Heinrich-Böll-Stiftung eigentlich schon zu den Beobachtungsobjekten des Verfassungsschutzes?

  5. Alles altes Kommunisten-Gequake, was diese Jennifer da von sich gibt – man hört geradezu die 1,50 „große“ Rozalia Luksenburg aus Russisch-Polen säuseln: „Freiheit ist immer die Freiheit des anders Denkenden“ (GW 4, Seite 359) – allerdings: nur des „Andersdenkenden“ innerhalb des linksgrünen Biotops! Das nennt sich bei Luksenburg „sozialistischer Pluralismus“ (Heinrich August Winkler), bei Jennifers Freunden „Emanzipationsdemokratie“. Für den „Klassenfeind“ oder den „Klassenverräter“ aber gilt das Rezept: DAUMEN AUFS AUGE UND KNIE AUF DIE BRUST“ – denn: „Wer sich dem Sturmwagen der sozialistischen Revolution entgegenstellt, wird mit zertrümmerten Gliedern am Boden liegenbleiben.“ Arme Evangelikale, ich hoffe, eure Glieder bleiben ganz! Und der Jennifer wünsche ich auch gute Besserung, damit ihr nicht eines Tages passiert, was der 1,50 m kleinen Frau aus Russisch-Polen widerfuhr!

    • Für die SED-nahe Rosa-Luxemburg-Stiftung hat sie auch schon über böse Evangelikale referiert. Zuletzt arbeitete sie im Leipziger Journalistenbüro „Mediendienst Ost„, bei denen sich 7/10 der Belegschaft (auch) des Themas „Rechtes Nachtgespenst“ abgenommen haben und das abkauen, was andere vor oder neben ihnen auch schon abgekaut haben. Daß es überhaupt eine Nachfrage nach solchen und den anderen Texten gibt, mag verwundern. Wer kauft denen solch einen inhaltslosen Schrott ab? Etwa die ihren Insolvenzen entgegenzitternden Gleichstromzeitungen?

      Vielleicht ist die Presstitution bei einer Stiftung einträglicher. Wer bei denen an der Stange rutscht, ist Edelnutte.

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