Empire

Im direkten Vergleich zwischen den Jahren 1927 und 2013 sehen wir die Straßen und Plätze von London. Die visuell gewonnene Erkenntnis ist bezeichnend: Die imperiale Architektur bildet immer noch die Wahrzeichen der Stadt, wie fremd eingepflanzt wirken hingegen glitzernde Gebäude des Verwaltungs- und Bankstertums. Die Straßen sind menschenleerer geworden, die mobilen Blechschüsseln häufiger.

Die steinernen Monumente des Imperiums trotzen den Wirren und werden wohl einige Jahrhunderte auch über Ruinenlandschaften noch thronen. Sehr stark verändert aber haben sich die in den grauen Mauern der Großstadt hausenden Geschöpfe, was im Film besonders beim Gang über den Petticoat Lane sichtbar wird (ab Minute 4:20). Statt Anzug und feiner Krawatte nur noch Schlabbermützen und schmierige Kapuzenkutten, statt ordentlich gescheitelter, kerniger Menschen nur noch finstere Gestalten mit triefigen Augenhöhlen.

Außerhalb dieser als Menschenmühle wirkenden Metropole scheinen jedoch noch Briten mit einem letzten Funken Abwehrwillen zu leben: Gemäß einer Umfrage wünschen 77 Prozent von ihnen Zuwanderungsbeschränkungen. Doch Hoffen und Harren hält viele zum Narren!

Und so könnte manch ein hämischer Deutscher den Briten hohnlachend zurufen: „Ihr habt den Krieg verloren!“ und dabei bescheiden denken: „Ihr also auch! Welch schwacher Trost!

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2 Antworten

  1. Gott strafe England, hieß es mal.
    Hat er. Und wie.

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