Falsche Töne

Feuervogel

Die Homosexisten und ihre homophile Medienlobby machen mobil: Weil der künftige Chefdirigent der Münchner Philharmoniker, Waleri Gergijew, als enger Vertrauter Putins gilt und „einen diskriminierenden Zusammenhang zwischen Homosexualität und Pädophilie hergestellt hatte“, wird ihmeine zwielichtige Haltung im Streit um ein seit Sommer in Russland gültiges Gesetz vorgeworfen …, das öffentliche Äußerungen über Homosexualität in Gegenwart Minderjähriger verbietet und angeblich dem Kinderschutz dienen soll.

Das Gesetz verbietet es, in Gegenwart von Minderjährigen Propaganda für Homosexualität zu betreiben. Gergijew meinte hierzu: In Rußland tun wir alles dafür, Kinder vor Pädophilen zu schützen. Dieses Gesetz richtet sich nicht gegen Homosexualität, sondern gegen Pädophilie.“ In Westeuropa ist frühkindliche Sexualisierung mittlerweile Zwang. Eltern die sich dagegen wehren, werden inhaftiert.

Am Mittwoch Abend protestierten vor der Aufführung der selten gespielten Originalfassung von Igor Strawinskys Ballettmusik „Der Feuervogel“ mehrere hundert schwullesbische Sexist_innen gegen den Chefdirigenten. Auf Tafeln und Spruchbändern forderten sie unter anderem „Keine falschen Töne für Schwule, Lesben und Transgender“. Die Aufführung vor unsexistischem, aber kulturinteressiertem Publikum erntete hingegen einen ungeheuren Beifallssturm. Mittlerweile beriet sich der Münchner Stadtrat über den Fall. Dabei sagte Münchens Kulturreferent, die Stadt werde trotz der ungeheuerlichen Vorwürfe gegen Gergijew an ihrem künftigen Chefdirigenten festhalten. Welch eine Gnade!

Die Sex-Abmahnmafia knöpfte sich aber auch die Opern-Diva Anna Netrebko vor. Weil diese Putis Präsidentenwahlkampf unterstützt hatte, sollte sie nun „ihre persönliche Einstellung zu Homosexuellenkundtun, um nicht am Sündenpfuhl angeprangert zu werden. „Ich habe nie und werde nie irgendjemanden diskriminieren“, gelobte die Sopranistin öffentlich. Diese Einstellung wiederum wäre aber auch falsch, meinten mehrere Tolerantisten daraufhin. Diskriminierung müsse bloß die Richtigen treffen, dürfe sich aber niemals gegen jene richten, welche gemäß der New-World-Order ethische Ordnungsgefüge zerstören.

Während dessen gab die neue Bundesregierung bekannt, „sie werde schon bald den inhaftierten ehemaligen Rechtsextremisten Horst Mahler begnadigen. Erst kurz zuvor wurde die vorlässige Freilassung der Sänger der inhaftierten Skinhead-Musiker Landser angekündigt.“ Frau Merkel äußerte sich so: „Was Mahler betrifft, er hat mehr als sieben Jahre in Haft verbracht. Das ist eine ordentliche Zeit. In allernächster Zeit werde ich den Ukas über seine Begnadigung unterzeichnen.“ Die Verurteilung Mahlers war nach Ansicht vieler BRD-Kritiker politisch motiviert.

Wir können derartige Ansichten und Amnestien niemals teilen, denn eine Handlung, die im Strafgesetzbuch steht, ist demnach zwangsläufig ein kriminelles Vergehen, und keine politische Tat!

1. Bild oben: Strawinskys Balettstück in der politisch inkorrekten Urfassung. Demnächst könnten auch ein behaarter Mann oder ein brünftiger Ziegenbock im Balettkleidchen den Feuervogel aufführen.

Chodorkowski Mahler

2. Bild: Zwei Verbrecher, die jeweils gegen die Strafgesetze ihrer Länder verstoßen haben. Der eine wurde wegen Steuerhinterziehung und planmäßigem Betrug inhaftiert, der andere wegen Hitlergruß und Holocaustleugnung. Bei einem von beiden sieht Amnesty International die Verurteilung als politisch motiviert an. Bei welchem?

10 Antworten

  1. Der Prozess gegen Michail Chodorkowski stand auf einer juristisch soliden Grundlage. Dies hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) entschieden.
    http://www.euractiv.de/globales-europa/artikel/egmr-10000-euro-schadenersatz-fuer-chodorkowski-007825

    Dazu noch etwas Groteskes: Horst Mahler, dem seine Rechtsanwaltslizenz zuletzt im Jahr 2009 entzogen wurde, war 1966 als erster deutscher Anwalt mit einer Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg erfolgreich.

  2. Die unglaubliche Heuchelei der westlichen Plutokratie und ihrer kulturmarxistischen Kettenhunde ist so haarsträubend, daß man es beinahe schon wieder bewundern kann: jemand wird zu 12 Jahren Kerker verurteilt, weil er eine „verbotene“ Meinung geäußert hat, und derjenige ist ein Verbrecher; die Justiz in den Augen unsrer edlen Menschenrechtshelden nicht politisch. Jemand wird von einem politisch unliebsamen Regime wegen tatsächlicher Vergehen verurteilt, und da heulen sie auf: politische Justiz! Gesinnungshaft!

    Aber so hat sich das Dreckspack ja immer verhalten; früher war es nicht anders. Wir erinnern uns an Julius Streicher, der aufgehängt wurde, weil er eine Zeitung herausgab, die unfreundliche Dinge über Juden schrieb, während grausame Massenmörder wie Arthur Harris oder Ilja Ehrenburg als Helden gefeiert wurden. Es erscheint einem, als ob die Verantwortlichen eine perverse Befriedigung in dieser frechen Total-Verdrehung von Recht und Wahrheit fänden. Vielleicht wollen sie damit die Dummheit der Massen verhöhnen, die Grenzen der allgemeinen Apathie ausloten – wir denken an Herrn Gaucks berüchtigte Weihnachtsansprache.

    • Natürlich, wir als außen stehende Beobachter, die an keinem Zeitgeist und an keiner Ideologie Tantiemen verdienen, sind auch erstaunt über die selbstverständlich gehandhabte Zwiezüngigkeit. Man mag zu Mahler oder Chodorkowski stehen, wie man will, aber mit gleicher Elle sollte schon gemessen werden, wenn man lauthals „Alle Menschen sind gleich“ brüllt.

      Die „Unfreundlichkeit“ Streichers ist einige Kaliber härter, nimmt sich allerdings nichts ggü. den „Unfreundlichkeiten“ der heutigen Antirechtsindustrie. Es wird ein „innerer Feind“ konstruiert, der im Sinne der Herrschenden für die Gefolgschaft gemeinschaftsbildend wirkt, also dessen Ablehnung der kleinste gemeinsame Nenner bildet. Vom Tätigkeitsbild ist Streicher auf einer Ebene mit Ehrenburg oder Morgenthau anzusiedeln, wobei man natürlich immer noch untergliedern könnte, wer von denen „nur“ karikiert oder gehetzt hat und wer regelrecht zu Mord und Ausrottung aufgerufen hat.

      Und schlußendlich: Daß dem Sieger gehuldigt wird, ist das Recht jedes Kollaborateurs. Er hat den Krieg verloren und wird sich der neuen Ideologie kompromißlos unterwerfen, weil er selbst nicht mehr Herr seiner Lage ist. Um seine Gehorsamkeit zu beweisen, wird er die Feinde seiner Herren mit aller Härte verfolgen.

  3. Die juristischen Fachleute werden die 12 Jahre Knast gegen Mahler wegen seiner Meinungsäußerungsdelikte als klaren Fall von Rechtsbeugung:

    BGH, Urteil vom 15. 9. 1995 – 5 StR 642/ 94; LG Berlin

    Dementsprechend erschöpfen sich die von der Angeklagten festgehaltenen Strafzumessungsgründe weitgehend in politischen Aussagen, …

    Eine derart massive Freiheitsstrafe, die letztlich für ein bloßes Meinungsäußerungsdelikt verhängt wird, verstößt … gegen das Verbot grausamen und übermäßig harten Strafens.
    Ein Strafrichter begeht, mag auch sein Schuldspruch keine vorsätzliche Rechtsbeugung enthalten, dennoch Rechtsbeugung, wenn er bewußt eine Strafe verhängt, die nach Art oder Höhe in einem unerträglichen Mißverhältnis zu der Schwere der Tat und der Schuld des Täters steht. Eine solche in einem unerträglichen Mißverhältnis zu etwa begangenem Unrecht und möglicher Schuld stehende Art des Strafens entspricht nicht mehr sachlichen Erwägungen. Sie erscheint willkürlich, weil sie erkennbar allein darauf abzielt, durch übermäßige Strenge politisch Andersdenkende einzuschüchtern und damit die Herrschaft der Machthaber zu sichern (vgl. schon BGHSt 4, 66, 70).

    http://lexetius.com/1995,461

    • Ein vermintes Feld. Es ist immer eine Sache der Definition, Positionierungen / Äußerungen für oder gegen irgend etwas, seien sie politischer oder sexueller Natur, als derartig gefährlich einzustufen, daß sie (mit hohen Strafen) verfolgt werden. Da hat jedes Herrschaftssystem seine speziellen Vorstellungen.

      Daß sich ein System als besonders freiheitlich oder begehrenswert positioniert, möglicherweise auf Kosten anderer Staaten oder anderer Epochen, die zwangsläufig als besonders ablehnenswert dargestellt werden müssen,um selbst heller zu strahlen, ist sein gutes Recht zum Zwecke der Machtabsicherung. Diesem Zweck dient jede Propaganda.

  4. Solange nur gestritten wird, gegen wen sich die täglichen fünf Hassminuten zu richten haben, ob gegen Rechtsradikale, Sportschützen, Waffensammler, Kampfhundbesitzer, Sozialisten, Pädophile, Heiden, Islamisten, Emanzen, Schlepper, Homosexuelle, Geschichtsungläubige, Spekulanten oder wen auch immer bleibt doch zum Glück für jeden Großen Bruder alles im Lot.

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