Internet ist illegal

Abmahnung Internet

Wir hatten schon immer geahnt, daß das Sörfen im Internett illegal ist, weil der Nutzer (ndt.: Júhsa) fortdauernd Urheberrechtsverletzungen begeht. Beim Besuch von Internetpräsentationen werden durch seinen Brauser nämlich Grafiken, Filme und Schriftstücke auf den heimischen PeZeh geladen, an denen er als Datenempfänger keine Rechte besitzt. Damit eignet er sich illegal fremdes Eigentum an.

Aus diesem Grunde hat die Anwaltskanzlei C+U Rechtsanwälte die ersten zehntausend Abmahnungen an Youtube-Glotzer versendet, welche beim Anschauen urheberrechtlich geschützter Streamings diese in ihren Zwischenspeicher geladen haben, was im Sinne ruckelfreien Filmschauens Sinn eines Streamings ist. Um die illegalen Youtube-Zuschauer zu ermitteln, hatte ein IT-Techniker der Abmahnanwälte ohne Wissen Youtubes eine Spysoftware über Werbebanner implementiert. Mit den Daten erwirkten die Anwälte beim Landgericht Köln einen Auskunftsbeschluß bei den Netzanbietern, wie etwa T-Online, welche dank Vorratsdatenspeicherung die vorrätigen Daten diensteifrig übergeben konnten.

Weil den renommierten C+U Rechtsanwälten nach 10.000 Abmahnungen die Portokosten über den Kopf stiegen, hoffen sie nun, daß sich genug Dumme finden, welche den Zahlungsaufforderungen von je 250 € nachkommen. Da erfahrungsgemäß etwa 20 Prozent der angeschriebenen Internetnutzer zahlen, werden seitens der Kanzlei nach der ersten Abmahnwelle 500.000 € in der Portokasse erwartet. Mit diesen Einnahmen können eine Million weitere Haushalte angeschrieben werden, von denen 20 Prozent ihrerseits insgesamt 50 Millionen Euro löhnen usw., bis jeder Haushalt, der über Internetanschluß verfügt, versorgt ist und die Mitarbeiter des Anwaltbüros ihren Lebensabend in der Karibik verbringen können.

Ehmud Schmitzohr von den C+U Rechtsanwälten erklärt, warum die Abmahnwelle kurz vor Weihnachten initiiert wurde: „Vor Weihnachten ist die Spendenbereitschaft am höchsten, und notleidende Rechtsanwälte appellieren an den Familienfrieden, um vom Weihnachtsgeld ein Häppchen abzubekommen. Außerdem sollte berücksichtigt werden, daß die Richter am Landgericht Köln auch nicht gerade billig waren.“ Demnächst müsse jeder, der irgendwann einmal mittels eines Browsers im Internet ein Bild angesehen oder einen Text gelesen habe, mit einer Abmahnung über 250 € sowie einer Unterlassungserklärung rechnen. Im Wiederholungsfall geht es dann richtig zur Kasse.

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