Schneeberg

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Für die Freie Presse ist es ein Machtkampf: „Im Internet haben sie den Kampf vorläufig gewonnen: Mehr als 4600 Gefällt-mir-Angaben zählt die Aktion ,Schneeberg für Menschlichkeit‘ inzwischen bei Facebook.“ Ob die den Button Anklickenden vor allem jene Chemnitzer sind, welche durch die Verlegung gewaltbereiter Asylbewerber aus der Erstaufnahmeeinrichtung Chemnitz nach Schneeberg entlastet werden, ist unklar. Dort lieferten sich im Sommer Nordafrikaner und Tschetschenen gewalttätige Auseinandersetzungen mit Molotow-Cocktails und Pistolenschüssen.

Das sächsische Innenministerium wollte daraufhin das Sicherheitskonzept für die Chemnitzer Einrichtung überprüfen: „Dort leben derzeit bis zu 700 Menschen aus unterschiedlichsten Ländern auf engstem Raum zusammen.“ Wobei es laut Propagandafunk eigentlich keine Probleme geben sollte, wenn Menschen unterschiedlichster Nationalitäten eng beieinander wohnen und ungemein bereicherndes Multikulti erleben. Und ein Sicherheitskonzept für die BRD wollte bislang auch noch niemand erstellen, außer gegen das NSU-Phantom.

Um die Sicherheit von Anwohnern geht es Politik und Medien auch nicht, sondern, wie gesagt, um ein Kräftemessen. Bei den Facebook-Likes „wurden die Gegner des Asylbewerberheims in der ehemaligen Jägerkaserne im sozialen Netzwerk inzwischen überflügelt. Doch auf der Straße steht noch ein Kraftakt bevor.“ Deshalb hatte „das Lager der demokratischen Parteien von CDU bis Linke“ – ja, auch die Ex-SED wird dazu gezählt – zu einem Aufmarsch getrommelt, und 500 Teilnehmer aus ganz Sachsen waren gekommen. Darunter eine Menge Politprominenz aus Dresden, die sich von ihrem eigenen Fußvolk kritischen Zwischenrufen ausgesetzt sah. Auch die linksextremistische Antifa hatte 1500 Mann_innen „gegen den rassistischen Mob in  Schneeberg“ aus der ganzen Republik zusammengekarrt. „Damit übersteigt die Zahl der Gegendemonstranten den Zulauf bei den Neonazis“, jubelt die „Deutsche Welle“ dank Zwangsgebühren in die weite Welt. Menschen, die sich gegen eine Verdopplung der Asylantenzahlen in ihrer Nachbarschaft wenden, sind also pauschal „Neonazis“, die eine Hakenkreuzdiktatur wollen.

Der Linken-Fraktionschef im Stadtrat, Stefan Schrutek, erklärt die Ablehnung der Schneeberger, die Asylantenzahlen von 390 um weitere Hunderte aufzustocken, damit, daß „eine latente Fremdenfeindlichkeit eines Teils der Bevölkerung zur Realität“ gehöre. „Darunter sind viele, die noch nie aus Schneeberg herausgekommen sind“, genauso, wie etwa Immanuel Kant nie aus Königsberg herauskam. Menschen mit schrulligem Dialekt also, die weder Autos noch Fernseher besitzen, 12 Monate im Jahr auf ihrem eingeschneiten Berg erzgebirgische Räuchermännel schnitzen und noch gar nicht mitbekommen haben, daß diese viel billiger aus China importiert werden. Die häßlichen Ressentiments der Schneeberger würden sich auch darin zeigen, daß sie die frisch angebrachten Antifa-Aufkleber mit Parolen wie „Scheiß-Drecksnest!“ schnell wieder von Strommasten und Türen abkratzten.

Die Asyl-Aufstockungs-Gegner haben ein paar Hundert weniger „Gefällt-mir“-Klicks bei Facebook, dieser für internetaffine Journalisten ungemein wichtigen Maßeinheit für Sieg oder Niederlage. Dem dritten „Lichtellauf“, der sich mit 1500 Teilnehmern gegen die multikulturelle Bereicherung der 14.400-Einwohnerstadt richtet, fehlte diesmal aber sowieso die Strahlkraft, wie die taz erleichtert aufatmet. „Die Polizei hatte nur 50 Fackeln für den Protestmarsch gegen das vor der Stadt gelegene Asylbewerberheim am Samstagabend genehmigt.“ Da halfen auch „die Knicklichter, die viele der meist jugendlichen Protestierer trugen“, nicht weiter.

Während dessen sendete ein gebührenfinanziertes „Kulturradio“ den ganzen Sonntag, daß es in Schneeberg erste Einbrüche gäbe – „jetzt schon?“, dachte sich vermutlich manch ein Hörer – aber gemeint waren Einbrüche in der Tourismusbranche. Einige Urlauber, die zur Adventszeit extra nach Schneeberg reisen wollten, um Brandflaschen werfende Nordafrikaner und Pistolen schwingende Tschetschenen zu besichtigen, hätten ihre Absichten storniert. Konkret äußerte sich ein Chrystal-Meth-Abhängiger aus Nürnberg, der, wenn er mal irgendwann durchs Erzgebirge gereist wäre, einen großen Bogen um Schneeberg gemacht hätte, da dort rudimentäre Bedürfnisse nicht befriedigt würden.

Sabine Katz-Buckler von der Initiative „Schöner Reisen ohne Nazis“ erklärt hierzu: „Zwar sind die Touristenzahlen nach den Landtagseinzügen der NPD in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern nicht, wie prognostiziert, eingebrochen, sondern leider sogar angestiegen, aber für Schneeberg ist das nicht repräsentativ. Touristen wollen nun einmal in nicht in volkstümelnde Einöden reisen, sondern in multikulturelle Erlebniskieze wie Duisburg-Marxloh oder Berlin-Neukölln.Erst, wenn Deutschland zu einem großen Lampedusa geworden sei, wären alle Menschen richtig glücklich.

Bild oben: SPIEGEL-TV sendet eine Dokumentation über die Nazis von Schneeberg. Ziel ist, daß potentiellen Bereicherungsgegnern in anderen Kommunen gezeigt wird: Wer muckt, wird diszipliniert! Fügt ihr euch eurem Schicksal nicht, dann machen wir euch fertig!

5 Antworten

  1. Nichts ist selbstverständlicher, als daß die SED dazugehört – wieso denn „…ja, auch…“? Nichts für ungut, die haben seit ihrem Wahlprogramm von 1994 bei mir versch…erzt. Fünferbande halt.

  2. Sabine Katz-Buckler… 😀 Heißt die Dame nicht Isolde Antiger-Mania?

  3. Was erlauben Sie sich über meinen Namen lustig zu machen. Ich werde rechtliche Schritte gegen Ihre Seite einreichen, Sie Natsies !

  4. Frauen mit Doppeltem-Nachnamen sind ein Garant für echten Ärger.
    Neudeutsch gesagt=ZICKENALARM !!!

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