Gehwegplatte

Gebt den Nazis die Strasse zurück

Komische Neonazis: In Fürth hielten 30 Rechtsextremisten eine Mahnwache für zwei ermordete Griechen ab. Dagegen, daß Neonazis plötzlich ein Herz für Ausländer zeigen, demonstrierten 100 „NazigegnerInnen“ (Die ZEIT aka Antifaschistische Linke Fürth).

Verletzte Polizisten bei Neonazi-Kundgebung“, schlagzeilte die Gleichstrompresse einige Stunden später. So wurde der Fürther Polizeichef Peter Mössing bei dem Versuch, „den Rechtsextremen einen Beschränkungsbescheid über den Versammlungsort“ zu übergeben, von einer fliegenden Gehwegplatte niedergestreckt, die laut bayerischem Innenministerium eigentlich den eingekesselten Rechtsextremisten zugedacht war.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) ist nun empört. Er „begrüße jedes demokratische Engagement gegen Neonazis“. Wer aber Steine auf Polizisten werfe, der handele „genauso verwerflich wie die Neonazis selbst.“ Für Gewaltausbrüche, die sich auch gegen Polizeibeamte richteten, fehle ihm jegliches Verständnis. Herrmann fordert nun den Rechtsstaat auf, „gegen linksextremistische Gewalt genauso wie gegen die von Rechtsextremisten mit aller Härte“ vorzugehen. Ob ihn der Rechtsstaat erhören wird, bleibt offen, da schon seit Jahren niemand weiß, wohin der entfleucht ist.

Anneliese Bachenbunt vom bunten Bündnis für Vielfalt hingegen fordert, Neonazi-Kundgebungen zukünftig rigoros zu verbieten: „Immer wieder kommt es im Umfeld solcher Neonazi-Aufmärsche zu brutalen Gewaltausbrüchen, diesmal sogar gegen Vertreter der wehrhaften Demokratie. Hier muß gegengesteuert werden, am besten durch Aufstockung der Transferleistungen an die regionalen Antifa-Truppen.

Der Bürgermeister von Fürth will auf Grund des Vorfalls, so wie sein Amtskollege von Kirchweyhe nach dem Mord an Daniel S., alsbald einen „Runden Tisch gegen Rechts“ initiieren.

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7 Antworten

  1. Gewalt von links und Steine, die fliegen? Für einige der Beteiligten scheinen das völlig neue Erscheinungen zu sein, die kriegen sich ja vor Erstaunen nicht wieder ein.

  2. Wenn Bayerns Innenminister Joachim Herrmann sich empört und sagt: „Ich begrüße demokratische Engagement gegen „Neonazis“,aber wer Steine auf Polizisten wirft, der ist genauso schlimm wie die „Neonazis“

    Dann heißt das im demokratischen Neusprech nichts anderes wie: „Ihr müßt besser zielen,“ Wären die sogenannten „Neonazis“ und nicht die Polizisten von den Steinen getroffen worden, so hätte sich kein Schwein inclusive Innenminister empört. Wobei ich nicht sagen möchte der Innenminister von Bayern wäre ein Schwein, immerhin sind Schweine Nutztiere, aber wem nützt Hr. Herrmann?

  3. „Anneliese Bachenbunt“… gibt’s diese Trulla wirklich? Bei dir weiß ich manchmal nicht, ob das zur Satire gehört oder nicht. 😉

    • Wir haben mal recherchiert, sind aber nur auf die hier gestoßen. Ob das jetzt eine Verwechslung ist oder sich Frau Bachenbunt nur einen Decknamen gab, wissen wir nicht.

      • Soso, das ist also ein „Frau“. Wäre mir ehrlich gesagt nicht aufgefallen, wenn ich nicht den Namen gelesen hätte. Da haben selbst die ebenfalls mit Frauennamen getauften Dienstautos von Sebastian Vettel mehr weibliche Merkmale als diese soziale Konstrukt femaler Positionierung.

        • Hehe, ich wollte gerade Ähnliches schreiben. Sehr weiblich sieht diese Person ja nicht gerade aus.

          Falls es sich übrigens bei „Anneliese Bachenbunt“ um einen Tarnnamen handeln sollte: „Milla Frühling“ vom „Netz gegen Nazis“ ist bestimmt auch einer.

  4. „Wer aber Steine auf Polizisten werfe, der handele „genauso verwerflich wie die Neonazis selbst.“ “
    Moment, der Stein wurde auf Neonazis geworfen, also den Abschaum der Gesellschaft, der seine Menschenrechte verloren hat und zu bekämpfen gehört wie Prozessionsspinnerraupen (die nichts dafür können …). Der getroffene Polizist wird ein Einsehen in die Unvermeidlichkeit von Kollateralschäden haben. Er ist ja geschichtlich beschult (Dresden).

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