Leichensynode

Erich Priebke Leichensynode

Mit 100 Jahren ist er gestorben, der „NS-Kriegsverbrecher“ (BILD) Erich Priebke. Ohne daß man es ihm erlaubt hatte. Denn nun steht die humanistische Fortschrittsgesellschaft vor der Frage: Wohin mit dem kontaminierten Leichnam? Begraben geht schließlich nicht.

Riccardo Pacifici, Chef der Jüdischen Gemeinde Roms, begründet die Verweigerungshaltung, dem Toten eine Ruhestätte zuzuweisen, damit, daß da „nicht ein Mensch, sondern ein Lebewesen“ begraben werden müsse. Derartige Untermenschen dürften nicht den Boden der glücklichen Menschheit verseuchen.

Priebke überlegt bereits, sich in Argentinien bestatten zu lassen. Doch das argentinische Außenministerium erteilte ihm via Twitter umgehend eine Absage. Es sei ein „Affront gegen die Menschenwürde“, Charon, dem Fährmann, eine solch weite Reise zuzumuten.

Efraim Zuroff, Direktor des Simon-Wiesenthal-Zentrums, gab nun den Befehl, Priebke wiederzubeleben. Es könne nicht sein, daß gefangene Faschisten sich die Freiheit herausnähmen, zu sterben, wann sie wollten, ohne vom Gericht dazu eine Erlaubnis erhalten zu haben. Schließlich lautete das Urteil auf „lebenslänglich“, und auch Erich Priebke könne sich nicht einfach aus der Verantwortung stehlen.

Die Wiederbelebung Priebkes hätte zudem den Vorteil, daß man ihn noch einmal vor ein Gericht stellen könnte wegen Störung der Lebendenruhe, die er mit seinem Unwillen hervorruft, sich endlich für eine unwürdige Grabstätte zu entscheiden.

7 Antworten

  1. Es wird sich doch unter den Menschen, die ihrer grenzenlosen Menschlichkeit per Rache an einem Leichnam überzeugend Ausdruck verleihen, eine Lösung finden lassen.

    Mein Vorschlag zur Zufriedenheit aller wäre, den Kadaver unter Beifall der eingeladenen Prominenz und mit fortwährendem Aleluja der ausführenden Pfaffen von einem Rudel tollwütiger Hunde zerreißen zu lassen. Das wird ihm eine Lehre sein.

  2. Wie man hört, soll Herr Priebke im Hades diesen Tantalus ablösen. Falls er von Charon je übergesetzt wird.

  3. Ich bin beruhigt, dass hier „NS-Kriegsverbrecher“ in Anführungszeichen steht. Bei den NaZis vom Wiesenthal-Institut dagegen können die weggelassen werden.

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