Wählen

Wahlen abschaffen?

Die CDU meint: Gemeinsam. Die SPD: Wir. Die Grünen: Du. Der Trend gehe zur Zweitstimme, beschwört mich die FDP. Die Linke fordert Reichtum für alle: „In der Inflationsmisere sind wir alle Millionäre …“, so sang schon Otto Reutter. Die Piraten wünschen, daß wir auf Unisex-Toiletten pinkeln gehen. Im Stehen oder im Sitzen? Pro Deutschland läuft mit zugeklebtem Mund durch die Wahlwerbung, die NPD will slowenische Familien fördern und die AfD Islamkritik verbieten.

Da wird einem ganz wirre im Kopp! So viele schöne Sachen! Aber für wen nun stimmen?

Mathematiker haben errechnet, daß für einen Bundestagswähler die Wahrscheinlichkeit höher ist, auf dem Weg ins Wahllokal an einem Unfall zu sterben, als durch seine persönliche Stimmabgabe die zukünftige Regierungskonstellation zu beeinflussen. Also geht nur Briefwahl!

Und dann muß man auch noch berücksichtigen, daß laut Bundesverfassungsgericht der zweite von neun Grundsätzen der freiheitlich demokratischen Grundordnung „Chancengleichheit für Parteien“ lautet. Natürlich macht es etwas Arbeit, bei jeder der aufgelisteten Parteien ein Kreuz zu zeichnen, aber was tut man nicht alles als dienstbeflissener Untertan!

Schnell noch das Briefkuvert zugeschleckert, eine Briefmarke darauf gemalt und ab in den Mülleim … äh Briefkasten. Whow, wie fühle ich mich gut, so als „Ihre Stimme zählt“-Souverän!

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