Spinner

Gauck Schüler Berlin

Gibt man die beiden Begriffe „Gauck“ und „Spinner“ bei Google ein, so stößt man an erster Stelle auf den Phosphorus-Blog, der seitenlange Tiraden gegen S. M. den Bundespräsidenten abläßt und auch sonst gegen allerlei mögliche Teufeleien wettert. Im Text, der im März 2012 abgefaßt wurde und in welchem stakkatoartig gehässige Merksätze über den Bundesgauck ausgeschüttet werden, heißt es unter anderem: „Solche Leute wie Gauck das sind ganz irre Spinner“, „Gauck ist ein Freiheitsgauckler, ein manischer Spinner“ oder „Der Freiheitsapostel Gauck ist doch der groesste Spinner bzw. der groesste Luegner, den Deutschland je im hoechsten Amt hatte“.

Starker Tobak! Anderthalb Jahre später aber hat unser aller Bundespräsident nun endlich zurückgeschlagen und den Spinner-Spieß einfach umgedreht. Gemäß dem zweiten Google-Treffer forderte er angesichts der Bürgerproteste gegen ein Asylantenheim im Berliner Bezirk Hellersdorf: „Wir brauchen Bürger, die auf die Straße gehen und den Spinnern ihre Grenzen aufweisen. Dazu sind Sie alle aufgefordert.

Mit „Spinnern“ meinte er allerdings nicht die Obrigkeit, welche die Belange ihrer Bürger ignoriert und Ausländerlager dort einrichtet, wo es ihr paßt, nämlich vor der Nase ihres Wahlvolkes, sondern die protestierenden Bürger höchstselbst. Auf den ersten Blick mag es zwar verwirrend erscheinen, daß ein ehemaliges subversives Element alias „Bürgerrechtler“ heutige „Bürgerrechtler“  alias subversive Elemente als „Spinner“ abtut. Dieser Sinneswandel aber könnte der wundersamen Metamorphose vom Regimekritiker zur kaiserlichen Hoheit geschuldet sein, welcher der Machtrausch derart zu Kopfe gestiegen ist, daß sie – jeder weisen Überparteilichkeit bar und anstatt möglichst allen gerecht zu werden – regierungstreue Fußtruppen gegen ungehorsame Untertanen aufstachelt.

Allerdings stellte Gauck mit Hinblick auf bei den Anwohnerprotesten beteiligte NPD-Parteigänger klar: Solange die NPD nicht verboten sei, müsse man deren Ansichten ertragen. Daraufhin zeigte sich auch die rechtsextreme Partei einsichtig und erwiderte, daß, solange Gauck nicht verboten sei, man wohl auch dessen Ansichten ertragen müsse.

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2 Antworten

  1. Ich kann den Stinker ehrlich gesagt nicht mehr „ertragen“! Der beleidigt von morgens bis abends „sein“ (?) Volk (Oradour!) und will wohl nur der „Präsident aller Zigeuner und Asylanten dieser Welt“ sein. Sowas gehört weggesperrt…

    • Jeder soll ungestraft sagen dürfen, was er will, auch so ein BRD-Präsident. Es gibt auch ein Recht, dummes Zeug zu quatschen. Ob das Gesagte und Getane der dem Amt zugewiesenen Würde angemessen ist, steht auf einem anderen Blatt. Spätestens seit dem Auf- und Abstieg des kleinkriminellen Bundeswulffs wundert man sich aber über gar nichts mehr.

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