Antigonen

Antigonen

Kein Anti ohne Anti-Anti. Kaum sind die barbusigen Muschigewaltist*innen mit ihrer Flintenweiberorganisation „Femen“ aus dem Schmalztrog der Zivilisationsdekadenz gekrochen, organisiert sich Widerstand gegen den Widerstand.

Wir sind die Antigonen, eine neue Online-Bewegung“, tönt es im Äther. Man wolle mit Femen in den Dialog treten. Da die Femen_ist*innen jedoch nur als Rollkommands auftreten, würde man vorerst ein Manifest verlesen.

Darin wird die von Femen postulierte Vorstellung des Frau-Seins kritisiert. Die Frau sei nicht natürliche Gegnerin eines sexistischen Mannes, sondern könne als genuin weibliches Wesen nur im Zusammenklang mit Männern überhaupt erst Frau sein. Statt Gleichheit zwischen den Geschlechtern ergäben gerade die ergänzenden Unterschiede zwischen Männern und Frauen die Schönheit der Welt.

Da die Aktivist*innen von Femen für ihre Forderungen wie Prostituierte von diversen Organisationen finanziert werden, meinen die Antigonen, Frauenfragen stünden nicht zum Verkauf. Argumente solle man nicht mit Entwürdigung und Gewalt äußern, sondern mit Ruhe und Entschlossenheit. Das brutale Auftreten von Femen verhindere jede konstruktive Arbeit und jede Debatte.

Wir sind durch Ihre erniedrigenden Mätzchen angewidert. Wir sind angewidert, daß Sie wagen, für Frauen zu sprechen. … Sie behaupten, daß Sie für Frauen kämpfen, aber in Wirklichkeit kämpfen Sie gegen sie. Sehen Sie auf diese schönen und eleganten Frauen hier. Damit ist der Mißbrauch von Frauen als Ihr Werkzeug zu Ende!

Und so zitieren die Antigonen aus Sophokles Antigone: „Ich bin auf der Welt, um die Liebe und nicht den Haß zu teilen.Mehr zum mythischen Hintergrund.

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8 Antworten

  1. Tröstlich zu wissen, daß es noch Frauen gibt, welche wissen, was und warum Frau ist. Außerdem sind sie auch noch schön. Schönheit scheint mit der inneren Einstellung zu harmonieren, oder von ihr herzukommen,

  2. Alle Achtung! Die haben sich aber ein hehres Vorbild genommen!

    G. Rohrmoser: http://eu-ae.com/index.php?option=com_content&view=article&id=67:aktuell-nach-dem-untergang-wird-europa-nicht-verschwinden-kultur-als-erinnerung (Juni 2008):

    … Als Aufstand gegen dieses [ökonomische] Prinzip beginnt der Geist Europas bei den Griechen in diesem herrlichen Werk „Antigone“. Das heißt, die Politik hat kein Recht auf die Nichtanerkennung des scheinbar aus ihrer Sicht Zwecklosen. Antigone setzt sich für einen Leichnam, für einen Toten ein, der aller seiner Kräfte und Möglichkeiten sich zu wehren beraubt ist, ebenso wie ein ungeborenes Kind. Das Wunderbare am Werk der Antigone ist, dass eine Frau sich dieses Funktionslosen, Nutzlosen und Hilflosen annimmt und sogar bereit ist, zur Verwirklichung des Rechts dieses Hilflosen den eigenen Tod bewusst und gewollt auf sich zu nehmen.

    Das ganze Gerede von den Eigenarten weiblichen Wesens, was angeblich dem männlichen früher unterlegen und heute überlegen ist, zerrinnt zu nichts, wenn man diese Apotheose der Frau, die mit einer inneren, fast dämonischen Härte, Eigensinn und Mut bereit ist, in den eigenen Tod für das Recht eines Toten zu gehen. Ich kenne nichts in der gesamten Weltliteratur, was einer solchen Verherrlichung der Frau gleich käme jenseits des traditionellen und feministischen Frauenbildes. Antigone ist im Sinne des Feminismus einer der freiesten Menschen, die in der antiken Kultur gestaltet worden sind. Insofern verkörpert sie mehr als je eine Feministin es kann Freiheit und Selbstverwirklichung und ist gleichzeitig am tiefsten gebunden durch ein religiöses, ja ein göttliches Gesetz.

    • « Je suis née pour partager l’amour et non la haine. » — Ce sont les femmes que j’aime, mais les dents de Lady Bitch Ray s’ont enlisées dans mon dos.

  3. Antigonen, ach ja. Hatte vor einiger Zeit eine solche Meldung gelesen und meiner Frau gezeigt, da ich davon sehr angetan war. Diese Flintenweiber sind ja wirklich das Letzte! Noch etwas später vermeinte ich mich noch an deren Namen zu erinnern und behauptete, sie hießen Epigonen. Meine Frau hat dagegengehalten… schon wieder eine Wette verloren 😉 – ich darf halt nicht mit ihr wetten.
    Danke für deinen Verweis „zum mythischen Hintergrund“ – jetzt müsst‘ ich nur noch französisch können…

  4. Diese Flintenweiber sind ja wirklich das Letzte!

    Das bezog sich auf die Femen.

  5. Offenbar und immerhin sind diese jungen Frauen richtig gut in Französisch…

    Davon ab, es fällt auf, daß Frankreich, seine bürgerliches Mitte, und zumal seine Frauen, sich mit einer Vehemenz für sittliche und Kulturfragen entflammen, wie man es ringsum nicht sieht. Sie leben uns darin mächtig was vor.

  6. «Je suis née pour partager l’amour et non la haine.»

    Dieses starke Wort ist mir aus meiner Jugendzeit bekannt:
    „Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da.“

    Im Original:
    Οὔτοι συνέχθειν, ἀλλὰ συμφιλεῖν ἔφυν.
    (Outoi synechthein, alla symphilein ephyn.)

    http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_gefl%C3%BCgelter_Worte/N#Nicht_mitzuhassen.2C_mitzulieben_bin_ich_da.

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