Kriegskurs

Kriegskurs

Friedensnobelpreisträger Obama geht auf Kriegskurs. Das haben Friedensnobelpreisträger so an sich und ist auch für die friedensnobelpreistragende Europäische Union nachvollziehbar. Obama setze sonst „seine Glaubwürdigkeit aufs Spiel“, wenn er Syrien nicht bombardieren würde. Nämlich seine Glaubwürdigkeit als friedenslorbeergeschmückter Kriegstreiber, von denen es so viele gerade in der jüngeren Geschichte gibt.

Hat der böse Diktator Assad im Irak Massenvernichtungswaffen versteckt? Hat er in Kuwait Brutkästen geräubert? Völlig überraschend Pearl Harbor angegriffen? Die unschuldige Lusitiana versenkt? Er soll Chemiewaffen eingesetzt haben! Pfui deibel! Nein, nicht etwa das Entlaubungsmittel Agent Orange, mit dem die US-Befreier Millionen Vietnamesen kontaminierten, denn das hochtoxische Dioxin gehört nicht zur chemischen Kriegsführung und ist „deshalb kein Verstoß gegen internationales Recht“.

Was er eingesetzt hat, ist auch gleichgültig, wenn Uncle Sam und sein schrumpfbritannischer Zwergpinscher nur endlich mal wieder weltmeerbeherrschendes Empire spielen können, so wie damals, als man die spanische Armada versenkte oder glorreich in der Normandie landete. Dabei ist belanglos, daß derweil an der Heimatfront die Latinos Texas fluten oder selbst Schottland seine Unabhängigkeit vom englischen Weltreich erklärt. Vielleicht spielt beim Kreuzzug sogar noch die Grande Nation mit, einen Froschschenkel in der einen Hand und den schwulen Ehepartner in der anderen?

Derweil herrscht in der BRD bereits Kampf, Wahlkampf. So überfielen mehrere, laut Staatsfunk „vermutlich dem linksextremen Lager zuzuordnende Angreifer“ unter „Scheiß Nazi“-Rufen den AfD-Chef Bernd Lucke bei einer Wahlkampfveranstaltung in Bremen und verletzten ein AfD-Mitgleid mit einem Messer. (Die Zuordnung, welchem Lager Extremisten angehören, ist für die Qualitätsmedien nur bei „Ausländer raus!“-Rufen sofort eindeutig, bei „Nazis raus!“-Rufen hingegen sehr schwer).

In der Neuen Osnabrücker Zeitung stellt man sich nunmehr die Frage, „ob die AfD überhaupt die richtige Adresse ist für die Wut und Aggressivität“ mancher Autonomer ist. Schließlich seien „was, offenen Rassismus und Nationalismus betrifft“, eher die „sprießenden Pro-Parteien“ die richtigen Ansprechpartner.

Also, ihr vermutlichen Gewalttäter, gehorcht euren Einflüsterern und ergreift beim nächsten Mal bitte die Richtigen!

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3 Antworten

  1. In Berlin Kreuzberg wurden ein AfD-Direktkandidat und sein dunkelhäutiger Helfer mit den Worten verprügelt: „Macht den braunen Dreck da weg, wir sind hier in Kreuzberg!“. Dabei schien Kreuzberg für Braunhäutige bis dahin ein sicheres Pflaster zu sein!

    Auch der Landeschef der Berliner AfD war nach dem Vorfall entsetzt, schockiert, betroffen und ein Stück weit traurig: „Gerade das Engagement der Partei zum Beispiel auf dem schwul-lesbischen Motzstraßenfest und die positive Resonanz dieser Szene unterstreicht den Standpunkt der Partei in der Mitte der Gesellschaft.“

    Noch nix mitbekommen? Mittlerweile sind Pädophile die „Mitte der Gesellschaft“. Mit Kackesex hingegen kann man heute keinen Fortschrittler mehr beeindrucken!

  2. Marc Pitzke hat auch das folgende literarische Bonbon erfunden, das meiner bescheidenen Meinung nach nicht hoch genug gwürdigt werden kann.

    „Er ist Militäreinsätzen von Natur aus abgeneigt.“

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