Gerechtigkeitsrhetorik

Ablasswahn

Normalerweise machen wir in diesem Blog keine Werbung für den öffentlich-rechtlichen Steuerfunk. Allerdings bekamen wir den Hinweis auf einen lesenswerten Gastkommentar des Publizisten Michael Rutz in Deutschlandradio Kultur, in welchem dieser die Steuererhöhungs-Wahlpropaganda kritisiert, denn es ginge dabei „in Wirklichkeit nur darum, den Bürgern noch tiefer in die Tasche zu greifen.

Dabei diskutiert er den Gerechtigkeitsbegriff, welcher diffus wäre und von dem keiner wisse, „was damit gemeint ist. Welche Gerechtigkeit? Die Ergebnisgerechtigkeit? Die Chancengerechtigkeit? Oder die Ungleichheitsgerechtigkeit? Denn: ist es nicht tatsächlich gerecht, wenn die Fleißigen mehr, die Faulen aber weniger bekommen, also nicht jeder gleich viel?“ Gäbe es nicht vielmehr „eine Verpflichtung des einzelnen, seine Talente in die Gemeinschaft einzubringen – mit materiellen Nachteilen, wenn er das versäumt oder einfach nicht will, er ist ja ein freier Mensch? – Ja, das muss einer dürfen. Man darf faul sein.

Gleichstellung sei somit der Inbegriff der Ungerechtigkeit, und Ungleichheit immer Freiheit, sogar „deren Voraussetzung und Folge.“ Und über die Auswirkungen höherer Besteuerungen schreibt Rutz:

Wir besteuern die Erwerbseinkommen also immer härter und wundern uns dann, wenn die einen ins Ausland flüchten oder wenn allzu viele ins Sozialsystem ausweichen und lieber nehmen als geben. Wir ersticken die Unternehmungslust der Menschen. Zur Leitidee ist der zu- und umverteilende, alles regulierende, alles überwachende Staat geworden, der den Menschen so viel nimmt, dass sie abhängig werden von seinen Wohltaten und seiner Gerechtigkeitsdefinition.

Den ganzen Beitrag hier.

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Eine Antwort

  1. DR-KULTRA sagt fuer einen Moment die Wahrheit?
    Na das wird aber bestimmt mit ein paar Stunden Wortbeitraegen von Mitleidskollektivisten kompensiert.

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