Vasallen

NSA-Stasi

Die Saarbrücker Zeitung konstatiert in einem lesenswerten Beitrag mit ungewohnt klarer Sprache, daß „sich Deutschland und die Europäische Union als brave Vasallen der Supermacht USA“ präsentieren:

Die verantwortlichen Politiker in Berlin, Paris, London oder Wien suchen vergeblich nach guten Argumenten, um ihre willfährige Haltung zu kaschieren. Mit formaljuristischen Begründungen wollen sie den Bürgern weismachen, man könne dem „Verräter“ Edward Snowden nicht helfen, er müsse sich eben der amerikanischen Gerichtsbarkeit stellen. Das ist ein bemerkenswerter Vorgang, denn der junge Systemanalytiker hat seine Freiheit aufs Spiel gesetzt, um einen kapitalen Rechtsbruch aufzudecken.

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In dem Artikel wird auch die Rolle des BRD-Präsidenten Joachim Gauck angesprochen, der Snowden „puren Verrat“ unterstellte. Der Zeitungsschreiber kontert: „Die Frage ist aber, welcher Rechtsbruch schwerer wiegt: der des Geheimdienstes NSA? Oder der von Snowden?

In der BRD gilt seit 1. Juli das Gesetz über die Bestandsdatenauskunft, das vom Präsidenten Gauck unterzeichnet wurde. Zukünftig dürfen staatliche Stellen, wie etwa Geheimdienstmitarbeiter, „sensible Informationen einschließlich Zugangscodes wie PINs und PuKs sowie gespeicherte Passwörter für E-Mail-Konten oder Cloud-Dienste“ noch leichter bei Telefonfimen und Internetanbietern abfragen. Gauck, der noch vor mehr als 20 Jahren empathisch über den demokratischen Rechtsstaat sagte: „Ich bin verliebt in ihn!“, scheint mittlerweile die Scheidung eingereicht zu haben.

5 Antworten

  1. Nun ja. Privat hat er sich ja auch von seiner Frau getrennt, warum also nicht auch vom Rechtsstaat? Natürlich ist das nicht schön, wenn jemand die Geheimisse eines sogenannten Freundes ausposaunt und wir kriegen dabei mit, daß uns dieser sogenannte beste Kumpel immer die Post wegliest. Da würden wir uns doch auch ganz dolle über den aufregen, der unser Vertrauensverhältnis durch seine Plauderei belastet hat.

    Besser ist, man weiß es nicht.

    Deswegen wurden damals ja auch immer Leute aufgefordert, doch endlich mal Akteneinsicht zu nehmen, in der Stasiunterlagenbehörde, damit sie mal sehen, wer sie alles verraten hat. Der Freund? Die Geliebte, der Ehemann, der Nachbar? Aber das war natürlich etwas anderes.

    • Seit 1991 lebt Gauck von seiner Frau getrennt„, teilen die Wikipedia-Blogger mit. Im selben Jahr sagte er auch, daß er in den demokratischen Rechtsstaat verliebt sei. Dann ist er also fremdgegangen? „Gaucks Lebensgefährtin ist seit 2000 die Journalistin Daniela Schadt.„, die hat dann wieder den Rechtsstaat ausgespannt? Vielleicht betreibt der aber auch Polygamie, mit seiner ersten Frau ist er schließlich auch noch verheiratet.

      In einer Zeit, in welcher Man(n) andere Männer oder Katzen oder Salatgurken ehelichen kann, warum soll Gauck da nicht auch den Rechtsstaat des Steuervorteils wegen heiraten und in der Beziehung dann betrügen und fremdgehen?

      • Solange der Rechtsstaat nicht mißtrauisch wird oder Frau Schadt, mag das mit dem Doppelleben gehen.

  2. […] Vasallen. Noch eine Fundsache bei dem Satireauftritt “Eulenfurz” zur Snowdenaffaire! […]

  3. Soso! Um sich selber in ein besseres Licht zu stellen, verlangen deutsche Politiker jetzt “Aufklärung” von Ami´s und Briten. Und den sogenannten Abhör-Skandal als Ablenkung zu benutzen, um hintenrum, wie immer leise, still und heimlich, Gesetze zu verabschieden, welche die Rechte der Steuerzahler weiter aushöhlen, immer schneller den Gläsernen Deutschen Steuerzahler schaffen, wird es Menschen leichter machen, sich gegen einen Staat zu radikalisieren, der sich gegen seine Steuerzahler radikalisiert.

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