Unglücklich

Gefahr

Es scheine eine schreckliche Verkettung unglücklicher Umstände zu sein“, soll der Richter nachdenklich gesagt haben. Nein, nicht der Richter des „Jahrhundertprozesses“ gegen die braune Dönerarmee NSU, sondern jener Richter, der das multikulturelle Mißverständnis am Berliner Alexanderplatz aufklären und beurteilen will, bei welchem der Jugendliche Johnny K. irgendwie zu Tode kam.

2 Promille Alkohol soll der Junge im Blut gehabt haben. Er habe Hochprozentiges getrunken und damit „übertrieben“, erinnerte sich Gerhard C., der Freund von Johnnys Schwester, am Montag bedrückt vor dem Landgericht. Das war dann wohl ein selbstverschuldeter „unglücklicher Umstand“, daß der heillos Besoffene geradewegs in einen friedlichen Orientalistik-Diskurs torkelte und kurz darauf – obwohl ihn keiner angefaßt hat („ischwör!“) und er vom Ex-Boxer Onur U. noch nicht einmal bemerkt wurde – leblos zu Boden sank.

Für dieses erlittene Trauma sollten die zu Unrecht Angeklagten entschädigt werden, fordert die Integrationsbeauftragte des Kreuzberger Regenbogenvereins, am besten aus dem millionenschweren Dönermordtopf. Schuldig wäre allein die rassistische Mehrheitsgesellschaft, welche nicht bereit sei, Initiativen wie den Regenbogenverein ausreichend mit Geld zu versorgen. Ein Nebenklagevertreter, welcher Tränen des Mitgefühls kaum unterdrücken konnte, möchte in den kommenden Wochen einen „Runden Tisch gegen Rechts“ initiieren, um möglichen Diskriminierungserfahrungen der unschuldigen Täter von vornherein vorzubeugen. „Eine Strafe wäre jetzt das falsche Signal“, mahnte er. Die Jungtürken hätten noch so vieles vor und müßten sich durch ein hartes Leben boxen.

Währenddessen kämpfen bereits 60 BRD-Bürger im syrischen Kriegsgebiet auf Seiten der Rebellen gegen Assads Brutalo-Regime. Sie sind in der BRD demokratisch und interkulturell sozialisiert worden und wollen die glorreiche Demokratie via „Arabischen Frühling“ in den Nahen Osten exportieren, sozusagen als Missionare der kulturellen Bereicherung. Unter den Friedenssoldaten „seien Männer und Frauen aus Berlin, Düsseldorf, Bonn, Kassel, Pforzheim und Karlsruhe.

7 Antworten

  1. Das arme Mädel kriegt wohl nicht genug auf den Mittagstisch?
    Man sieht ja die Rippen.
    Da lohnt sich ja für das vollintegrierte Krokodil das Zubeißen gar nicht.

  2. Diese ganze Jonny-Sache ist wohl der Gipfel der Heuchelei von beiden(!) Seiten. Der orientalische Gesprächskreis vom Alexanderplatz ist sowieso unschulig, doch was machen die Rechtsextremen, die Trauergäste im Netz aus dem armen Jungen(?), sie machen einen „Beutegermanen“ aus dem Kind einer thailändischen Mutter und eines polnischen Vaters.

    Der MiHiGru wird einfach ausgeblendet.
    Das ist der wahrhaft üb´le Rassismus.

    • Wenn man das so sehen will, müßte man das als Keilerei unter Mihigrunten abtun und bräuchte es nicht weiter berücksichtigen. Daß es jedoch keinen Biodeutschen getroffen hat, ist wohl eher dem Umstand geschuldet, daß diese Spezies in Berlin immer seltener wird.

      Ansonsten ist die Darstellung aller ethnischen und rassischen und kulturellen Bestandteile in diesem Fall auch müßig und verlängert den Fließtext. Wir wollten zwar schon fast den „im Berliner Getto sozialisierten Herangewachsenen polnisch-thailändischer Abstammung“ zu einem „BRD-Boy“ subsumieren, empfanden dies allerdings angesichts des ihn betroffenen Vorfalls doch etwas pietätlos.

      • Ich, als Vorsitzender des Zentralrates der freien bundesdeutschen Pietäts-Erhaltungs-Verbände danke den Bemühungen dieser außergewöhnlich „angaschierten“ Publikation.

        Nein, der Fließtext soll nicht unnötig verlängert werden, denn das „ND“, die „Junge Welt“, die „Märkische Volksstimme“ und selbst die „Wochenpost“ sind in ihrer alten Form mausemortem.

        Und doch, ich lebe als o.g. Spezies genau 1x pro Woche in dieser Stadt, leider ist meine ETW entgegen aller TV-Beiträge unverkäuflich und „Mietnomaden“ will ich nicht (1x reicht).

        Darum bleibe ich sechs Tage pro Woche lieber in meinem Dorf.

        Herzlichst Ihr moritzfoerst (Name meiner Eule).

  3. Da sieht man wieder, wie ungesund Alkohol ist. „Alkohol tötet!“ sollte anklagend auf den Flaschen stehen.

  4. Vielleicht bezog sich Erdo-Wahn auf ähnliche Zustände in der Justiz der Byzantiner, als er sagte, die Türkei hätte am 29. Mai 1453 mit der Eroberung von Konstantinopel ein „dunkles Kapitel“ der Geschichte beendet und ein „Zeitalter der Erleuchtung“ eingeleitet. Diese Leuchten der Berliner Justiz haben sein „Völker hört die Signale“ der anrückenden Türken offenbar bereits vollstens verinnerlicht. Die Welt gleicht immer mehr einer Realsatire ohne erkennbaren Autor: Es ist, als ob alle Irrenanstalten geöffnet und die Schwerstbehinderten an die Spitze von Politik und Justiz gestellt wurden!

  5. 2 Promille hatte Jonny.
    Warum das überhaupt thematisiert wird?

    Wir wissen doch, daß Asiaten (äh, Halbasiaten) keinen Alkohol vertragen. Jeder, der schon mit einem solchen saufen gegangen ist, wird das bestätigen.

    Es wird also darauf hinauslaufen: Ein Gutachter wird bestätigen, daß 2 Promille für einen Asiaten tödlich sind. Jonny starb also an Allohooolvergiftung.

    => Freispruch für die Angeklagten.

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