Miss Geburt

Blondinenmarsch

Nicht jeder Mensch ist von Gott, der Natur oder seinem Erbgut her so gesegnet, daß sein Anblick eine helle Freude für seine Mitmenschen ist. Marianne Burkert-Eulitz von den Grün_innen Berlins zeigt aus eigener leidvoller Erfahrung heraus Mitgefühl für die häßlichen und ausgestoßenen Kreaturen der BRD-Gesellschaft: „Bei Miss-Wahlen werden grundsätzlich Menschen unserer Gesellschaft ausgeschlossen“, klagt sie der Berliner Zeitung. „Jugendliche, die nicht groß und schlank sind, werden ausgegrenzt. Und Menschen ohne deutschen Pass auch. Das entspricht doch nicht dem Menschenbild.

Welchem Menschenbild? „Es werden Schönheitsideale propagiert, die längst überholt sind. Wir leben in einer vielfältigen und heterogenen Gesellschaft, die ein anderes Menschenbild lebt“, antwortet Burkert-Eulitz. Sie selbst etwa sei kleiner als die vorgeführten Frauenmodelle und „nicht so dünn“, aber immerhin sportlich. Die Nachfrage der konsumierenden Masse nach häßlichen Mensch_innen, welche epileptisch zuckend über Laufstege humpeln oder schnaufend ihre Körperfülle präsentieren, sei immens. Auch auf Bravo-Postern sollten die Fetten, Buckligen und Zukurzgekommenen entsprechend einer Andersbegabtenquote vertreten sein.

Demnächst aber werden auch die weniger schönen Damen der Grün_innen eine Chance bekommen. Der Berliner Miss-Wahl-Teamleiter Andreas Reinkacker will einen neuen Wettbewerb für den mobilen Berliner Genschrott aus der Taufe heben. „Miss Geburt“ soll die Siegerin heißen.

Nachtrag: Die Grünen wollen nun auch noch darauf drängen, daß die Jury die Kandidat_innen zur Wahl der Miss-Geburt im Dunkeln begutachtet.

Zecken Berlin

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7 Antworten

  1. Also Leute, ich kann mir nicht helfen, aber Marianne Burkert-Eulitz ist, trotz ihres Doppelnamens, eine echt geile Maus!
    Sie erinnert mich an meine beiden Jugendlieben Tamara und Nadesha:

    Sollten allerdings bei künftigen Schönheitswettbewerben „weniger schöne Damen“ das Kriterium bilden, befürchte ich eine dramatische Wettbewerbsverzerrung, zugunsten Renate Künasts und Claudia Roths.

  2. Es ist übrigens auch überhaupt nicht zu vertreten, daß immer nur des Schreibens mächtige Personen den Literaturnobelpreis bekommen und Analphabeten diskriminierend ausgegrenzt werden, die immerhin in der Lage sein mögen, ein Gedicht aufzusagen oder einen frechen Text zu rappen.

    Da ist man beim Friedensnobelpreis schon weiter, bei dessen Vergabe z.B. Terroristen wie Herr Arafat oder historische No-Names wie seinerzeit Herr Obama oder Abkürzungen wie EU nicht ausgrenzt und diskriminiert werden, sondern eine echte Chance haben, bei den Gewinnern dabeizusein.

    • Es gibt Preise, die sind derart beschädigt, daß jeder anständige Mensch beleidigt sein müßte, würde an ihn die Verleihung des selbigen herangetragen. Wie etwa der Lutherpreis „Das unerschrockene Wort“. Für diesen Preis finden sich auch nur noch untertänigste Spießer, die sich mit Auzsgrenzung oder Denunziation ins fahle Licht der Öffentlichkeit gedrängt haben.

  3. Wenn Marianne Burkert-Eulitz die Miss Häßlich Nominierung organisiert, wird das sicherlich lustig. Allerdings ist auch das wieder diskriminierend für die Teilnehmerinnen, die doch nach festgelegten Kriterien bepunktet werden müssen, sonst wäre es ja kein Ausscheid.

    • Ganz einfach: Alle Bewerber_innen erhalten einen Trostpreis, Sieger oder Verlierer gibt es nicht. DAS entspricht dem neuen Menschenbild.

      Laufsteg Gleichschaltung

  4. Wo aber bleibt dann der Ansporn im Sozialistischen Wettbewerb, wenn Alle vorne liegen?

    • Das ist doch gerade die famose Idee, daß keiner vorn ist, damit keiner hinten ist und sich diskriminiert fühlen könnte. „Ansporn“ paßt überdies nicht zum neuen Menschenbild, denn „Freiheit“ bedeutet, durch nichts und niemanden angespornt zu werden, sondern sein Betrüger .. äh, Bürgergeld zu kassieren und das zu machen, was Spaß macht, also vor der Glotze zu hocken auf Kosten anderer und fett und unansehlich zu werden und von den Fleißigen und Schönen trotzdem respektiert zu werden.

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