Buxenrivalen

Lederhosen

Der Gründungsparteitag der Euro-kritischen Partei Alternative für Deutschland ist vorüber und die Presse hat berichterstattet. Der Verleger André F. Lichtschlag, welcher an dem Parteitag das rote Schandband der Journaille ertragen mußte, verfolgte das Geschehen aus der Perspektive der Pressefotografen, die „fettige längere Haare auf dem Kopf, ausnahmslos“ hatten und sich auf einen glatzköpfigen Mann mit kurzärmeligen Braunhemd stürzten, welcher eine Schärpe in den Staatsfarben der BRD trug: „In fast keinem Bericht über den AfD-Gründungsparteitag hat sein Bild gefehlt. Die Pressefotographen und Kameraleute waren geradezu vernarrt in ihn, den einfachen ,Parteifreund‘, der nicht einmal das Wort ergriff. Der nur dasaß.

Gefundenes Fressen für alle, die über Falschgeldkritik einen direkten Bogen nach Auschwitz zu schlagen versuchen. Das als sexistisches Tittenmagazin getarnte Antifa-Journal STERN resümiert betroffen: „Auf dem Parteitag wird die Deutschtümelei offen zur Schau gestellt. Ein Mitglied trägt eine Deutschland-Schärpe, ein anderer Lederhosen.“ Unter 1.500 Delegierten trug also einer eine Lederhose. Wahnsinn, soviel zäh-wie-Leder-Faschismus grenzt schon fast an das Münchener Oktoberfest mit seinen Millionen zählenden Buxenträgern!

Weniger als ein Promille aber ist Anlaß genug, den gesamten Artikel mit „Merkels Lederhosen-Rivalen“ zu betiteln. Unter der Überschrift flackert auch gleich die passende Google-Werbung: „Trachten Lederhosen für Damen, Kinder und Herren für jeden Anlass, schnelle Lieferung“ (Screenshot siehe oben). Mit jedem Klick auf das Werbebanner durch seine Leser verdient der Stern ein paar Zehntel-Cent. Das allerdings sollte der Faschismus schon abwerfen – Geld stinkt schließlich nicht!

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7 Antworten

  1. Noch so eine komische Meinung aus dem mit nackten Frauen hausierenden Wirtschaftsfachblatt Stern, warum der Euro bis zum Endsieg durchhalten müsse:

    Das Geld, das bislang vor allem virtuell geflossen ist, würde zu realen Lasten werden. Alle Garantien und Bürgschaften würden fällig, kein Staat könnte die Lasten tragen.

    Aha, und mit dem Euro bleibt das Wolkenkuckucksheim der sich an virtuellen Finanzmitteln bereichernden Staaten und anderen Ganoven bis zum St. Nimmerleinstag bestehen?

  2. Danke für den Link zum Artikel von Lichtschlag.
    Seiner Haarpracht wegen wäre er von den Pressefotogeiern fast als der einzige anwesende Skinhead abgelichtet worden. Fast, um ein Haar …
    … sein rotes Band indes bewahrte ihn davor.

    „Ein Mitglied trägt eine Deutschland-Schärpe, ein anderer Lederhosen.“

    Ich hätte gern das Foto von dem Lederhosenmann gesehen und möchte wissen, wie viele er getragen hat. Auch welche in der Hand?

    Oder hat wieder der mondäne Anglizismus zugeschlagen, angelehnt an das Mehrzahlwort „trousers“?

  3. […] berichtet über den ersten Parteitag von Merkels Buxenrivalen . Wir nehmen zur Kenntnis, daß das tausendfache Tragen der Lederhosen in Niederbayern an […]

  4. Wir Niederbayern haben die Gefährlichkeit unserer Lederhosen zur Kenntnis genommen und sie deshalb sofort eingemottet!

    http://rundertischdgf.wordpress.com/2013/04/20/sind-auch-niederbayerische-lederhosen-auf-dem-gillamoos-verdachtig/

  5. Ist es nun ein gutes Zeichen, daß nur 250 Quarkschädel das Agitpropgesabbel auf Zuckerbergs Exhibitionistenportal empfehlen? Ich denke schon; um überhaupt auf diese vernachlässigbare Zahl zu kommen, wurden vermutlich die Qualitätspraktikanten dazu genötigt.

  6. @eulenfurz:

    Weniger als ein Promille aber ist Anlaß genug, den gesamten Artikel mit „Merkels Lederhosen-Rivalen“ zu betiteln

    Bin ich mir nicht sicher! Bei der bekannten Qualität von STERN-Artikeln tippe ich auf deutlich mehr als ein Promille in der Redaktion dieses Blättchens.

    @Let my people go:

    Da muß ich Ihnen leider widersprechen. Auch im Deutschen sind Hosen »häufig im Plural mit singularischer Bedeutung«, wie im Duden, »Deutsches Universalwörterbuch«, Mannheim 1989, S 737 nachzulesen ist.

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