Glashaus

Lügen fressen

Radio Bremen ist die kleinste Landesrundfunkanstalt der ARD, welche mittels Schutzgelderpressung unschuldigen Bürgern eine sogenannte „Demokratie-Abgabe“ abknöpft. Der Sender versorgt Bremen, das „Armenhaus Deutschlands“ und chronisches Schlußlicht bei PISA-Studien, aus einem pompösen Glaspalast heraus mit einem reichhaltigen Angebot an gefiltertem „Bildungsrundfunk“.

Auch auf den Mord in Kirchweyhe ging der flotte Sender mit einigen Tagen Verspätung ein, aber auch nur deswegen, weil sich „ein gezielt inszenierter und gesteuerter Shitstorm. Von rechts“ über das Internet ergossen hatte. Eine ausländerfeindliche, braune Brühe, in welcher dreist behauptet wird, daß der Mord überhaupt nicht geschehen wäre, wenn die mordenden Migranten nicht in Kirchweyhe, sondern in Anatolien gewohnt hätten. Dabei sei der von den Türken Erschlagene lediglich ein Zufallsopfer, „so zynisch das auch klingen mag. Dass das Opfer einen deutschen, der Täter einen türkischen Hintergrund hatte, spielte keine Rolle.“ Genauso wenig, wie es je eine Rolle spielte, daß ein Punker deutscher Abstammung war, wenn er von Naziskins ermordet wurde.

Sicher, „eine gräßliche Tat“, und so machte sich Jochen Grabler, Leiter der Radio-Bremen-Rechercheredaktion, daran, das gräßliche Umfeld jener auszuleuchten, die sich über den Mord empörten. Tief grub sich Grabler in eine „digitale Parallelwelt“, fand eine Facebook-Gruppe, welche eine später verbotene Mahnwache für das Opfer organisieren wollte. Genau hier wurde der investigative Journalist fündig, um was für gestandene Verbrecher es sich handelt. Bei den Mahnwächtern.

„Frank Guenther“ sei der Initiator der Mahnwache, und dieser habe auf der Facebook-Seite der Hooligan-Musikgruppe „Kategorie C“ positive Kommentare geäußert. „Wir halten also fest: Der erste, der des Opfers einer brutalen Schlägerei gedenken will, hört gerne die Musik der bekanntesten Hooligan-Band der Republik. Die wiederum besingt Gewalt.“ Damit habe „Frank Guenther“ das Recht verwirkt, dem Mordopfer zu gedenken. Rübe ab!

Auch ein „Michi Kruse“ habe sich zwar „in der Diskussion des Falles stets moderat geäußert“, doch fände der es gut, „wenn Männer in Lebensmittel ejakulieren“ und hänge auch der „Identitären Bewegung“ an. Auch „Michi Kruse“ habe damit kein Recht, eine Mahnwache zu organisieren.

Doch mit diesen zwei „schäbigen Lumpen“ nicht genug, der Bremer Journalist stürzte sich weiter todesmutig in den braunen Dunstkreis und notierte aus nächster Nähe die Vorlieben jener, die sich auch von einer verbotenen Gedenkveranstaltung nicht abschrecken lassen wollten. Ein „Chritt Lo“ stehe auf die Kleidermarke eines asiatischen Textilproduzenten, „Heinz Wilfried Eck“ mache „Werbung für die neue Euro-Hasserpartei ,Alternative für Deutschlend‘“ (Rechtschreibfehler im Original). Ein „Stephen Willers“ möge Hooligangruppen, die Fotos mit dem Logo „ACAB“ publizieren, was soviel wie „All Cops Are Bastards“ bedeuten würde. Ein „Thomas Voß“ werbe für sich mit dem Aufkleber „Multikulti – Nein Danke“, möge die „Identitären“ und die „Alternative für Deutschland“. Und so geht es weiter. Einmal geliked – Gedenkrecht vergeigt!

Bei soviel ausschweifender Internet-Recherche wundert es fast, daß Journalist Grabler nicht über die Facebook-Einträge jener Türken stolperte, die offenbar zum Umfeld des Mörders gehören. Etwa über den von Ali E.: „Ein Bastard Nazi weniger in weyhe das ist ja suppii.“ oder den von Hussein: „Cihan hätte sich bestimmt nicht gedacht das dass so schlimm endet es ist nur eure dreckige Art die uns zwingt mit euch sowas zu machen ihr Nazi.

Für die „Hassdebatten“ aber gäbe es andere Initiatoren, etwa das „pseudo-intellektuelle Organ ,Junge Freiheit‘“, die „Rechtsaußensammler der ,Identitären Bewegung‘“, die NPD, den Blog PI oder Sezession.de – „überall dieselbe Propaganda über ,Ausländergewalt‘.“ Dabei gebühre doch allein den Mainstreammedien das Recht, Propaganda zu betreiben. Der Vorfall sei besonders ärgerlich, denn die Herkunft des Täters sollte eigentlich unter den Tisch gekehrt werden. Schade, daß gerade keine Hakenkreuz-Rebecca, kein Schwimmbad-Abdullah und auch kein Lebkuchenmannichl zu Stelle waren, die man zur Ablenkung mit großem Tamtam als Sau durch‘s Dorf und die Schlagzeilen hoch und runter hätte treiben können.

Das Kind war also in den Brunnen gefallen, die Internetgemeinde wußte mehr, als das, was der Staatsfunk verlautbaren wollte. Und so müssen nun die Facebook-Vorlieben der Empörer herhalten, um sie zu diskreditieren. Wäre Jochen Grabler in den 1990er Jahren bereits ein solch befähigter investigativer Journalist gewesen, hätte er vielleicht auch den Mord an Amadeu Antonio Kiowa als „Streit unter Jugendlichen“ abgetan, bei welchem der Schwarzafrikaner nur „Zufallsopfer“ geworden sei, schließlich hätte es genausogut einen deutschen Punker treffen können.

Empörung gegen die Täter hätte sich auch damals nicht über alle Naziskins ergießen dürfen, das wäre schließlich pauschalisierend und damit menschenfeindlich, und überhaupt, wer da alles eine Mahnwache organisiere – der eine habe irgendwann einmal gesagt, daß ihm ein Pali-Tuch gefiele, dem nächsten soll ein Aufkleber von „Die LINKE“ an der Wohnungstür kleben, der Dritte habe in seiner Kindheit einen Polizisten schräg angeschaut, die Vierte ihren Freund geohrfeigt und der Fünfte mag es, wenn jemand auf Grablers Essen ejakuliert.

Auch daß die Stiftungsratvorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung als IM „Viktoria“ bei der DDR-Stasi gearbeitet hat, soll Grabler bereits recherchiert haben. Das gibt spätestens am Sainkt-Nimmerleins-Tag einen reißerischen Artikel über den „linken Shitstorm“, der sich jedesmal dann ergießt, wenn bei irgendeinem Delikt der Täter einen „rechten Hintergrund“ haben könnte. Ausgewogenheit ist schließlich die Mutter aller demokratischen Journalisten. Allerdings: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen!

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9 Antworten

  1. Einen kleinen Augenblick haben sie gebraucht, doch dann hatten sie ihre Sau, die sie treiben konnten:
    Kriminalität: Zahl rechtsextremer Straftaten massiv gestiegen
    sowie
    Terrortrio: Netzwerk des NSU offenbar größer als bisher angenommen.

  2. Dieses Zitat passt, wie ich finde hier recht gut:

    Die Theorie von einfühlsamen (deutschen) Soziologen, wonach diese bestialischen Jugendlichen sich in Wahrheit als Versager und Opfer der Gesellschaft vorkämen und ihr Blutrausch ein verzweifelter Aufschrei sei, ist natürlich eine von der Migrantenindustrie, schwachsinnigen Politikern und geisteskranken linken Medienleuten bestellte Lüge, die, obwohl niemand daran glaubt, nicht einmal sie selbst, dazu dienen soll, sozusagen das öffentliche “Branding” des armen, lieben Ausländers in das Hirn der Allgemeinheit zu penetrieren.

    Akif Pirinçci

  3. Der Bürgermeister:

    „Daniel S. war nach allem was ich weiß, ein guter Junge. Und er war ganz sicher kein Nazi“, ruft Lemmermann ins Mikrofon. Und er betont mehrmals: „Aber der Täter hätte auch ein deutscher Junge sein können.“ „War er aber nicht“, zischt ein Mann aus dem Publikum. Und Chrsitine K. stößt aus: „Das ist eine Unverschämtheit.“ Sie hat sich aus der Menge gelöst, in der Bahnhofshalle ringt sie um Fassung. Der Bürgermeister nütze den Tod des Jungen aus, um gegen Rechts zu wettern, das sei unerträglich. Sie findet, dass man doch sagen dürfen muss, dass das Opfer ein Deutscher war und der Täter ein Türke. „Man muss sagen dürfen, dass das Migrantengewalt war“, sagt sie und dass Multikulti nicht funktioniere.
    http://www.stern.de/politik/deutschland/trauer-um-daniel-s-kirchweyhes-laengster-tag-1984993.html

    Anderer Fall eines Menschentreters, der sich damit entschuldigte, daß er dachte, sein Opfer wäre Deutscher:

    Mohammed K. ist umgänglich, einsichtig, zuverlässig – wenn er alleine ist. Das haben mehrere Zeugen, selbst die von ihm übelst beleidigte Polizei bestätigt. Er hat sich unter vier Augen mit dem getretenen Opfer ausgesprochen und ihm erklärt, warum. „Ich dachte, Du wärst Deutscher, hat er gesagt“, erzählt das Opfer.
    http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Region/Garbsen/Nachrichten/Mehrfachtaeter-ist-wieder-auf-freiem-Fuss

    Ganz brandneu:

    Eigentlich wollte Kältetechniker Rico Grabow (24) nur mit Freunden im Club „Bonnies Ranch“ am Bahnhof Neustadt feiern. Um ein Haar wäre er in der Nacht zum Sonnabend aber gestorben. Halbtot geprügelt von einem laut Zeugen kurdischen Drogenhändler, der mit einer Clique ebenfalls unterwegs war.
    http://www.bild.de/regional/dresden/koerperverletzung/fast-zu-tode-gepruegelt-29661730.bild.html

  4. Immer daran denken: Das sind alles nur Einzelfälle, bzw Einzeltäter… Wäre ja auch noch schöner, wenn da ansatzweise eine Gesinnung hinter stehen würde *ironie aus*

  5. Lügen fressen? Nun, jedenfalls nicht die Lügen der 68’ziger und ihrer Bälger im GEZ Fernsehen. Auch wenn wir alle diese Blase mittels Zwangsgebühren, neuerdings auch Demokratie-Abgabe genannt, finanzieren müssen, deren Ausscheidungen fressen? Nein, niemals!

  6. Zum gleichen Thema:

    Jochen Grabler … dieser bessermenschliche Hampelmann im öffentlich-rechtlichen Dienst. … Der Typ geht also tatsächlich Facebook-Kommentaren nach und nennt das Arbeitszeit. Sag mal, Radio Bremen, hast du das Geld geschissen oder was, dass du solche Faulenzer an deiner Brust nährst?

    Nochmal, Grabler, Radio Bremen und andere Möchtegern-Gesinnungsdiktatoren, die ihr immer noch davon halluziniert, dass die Empfänger eurer Botschaften in der Bevölkerung alles schlucken, was ihr da an Lügen verbreitet, ihr habt euch den falschen Gegner ausgesucht. Ich bin weder Eva Herman noch ein verweichlichter Deutscher, der nun den geordneten Rückzug mit allerlei Entschuldigungen antreten wird. Fickt ihr mich, ficke ich euch!

    [Akif Pirincci: “Mit mir nicht, du Vollpfosten!”]

  7. Leider gibts zu wenig Leute wie Akif Pirincci – ich hab‘ dem Mann gerade eine Mail geschrieben.
    Mediennutten wie Grabler dagegen schwirren im BRD-Universum herum wie Scheißfliegen (das sind die grün schimmernden).

    Ui, jetzt war ich Nahtzieh aber menschenverachtend… Es ist eben nur Linksfaschisten wie Grabler erlaubt, ihren Zorn gegenüber „Nazis“ auszudrücken. Der ist dann – versteht sich von selbst – niemals menschenverachtend, weil er die „Richtigen“ trifft – und wer die sind, das entscheiden logischerweise die „Guten“.

    Wäre Daniel Siefert in einer Kameradschaft (böse, böse, fast so wie „deutsch“) gewesen, hätte der SPD-Fascho mit Sicherheit keine „Trauerrede“ gehalten, seinen Tod allerdings auch nicht politisch instrumentalisieren können.

    • „Zorn“ ist wahrscheinlich der falsche Terminus dafür, was technokratische Lohnschreiber wie Grabler abliefern, die nach Schema F und mittels altbewährten Textbausteinen denunzieren und agitieren.

      Dennoch sind Pirinccis unflätige Beleidigungen auch nicht die passende Antwort auf die Grablers dieser Republik – die fühlen sich in ihrer gutmenschlichen Selbstherrlichkeit damit nur bestärkt.

      • Stimmt, „Zorn“ ist in diesem Fall wohl der falsche Ausdruck. Opportunismus trifft es weit besser.

        Ich finde die Reaktion von Pirincci auf Grablers Verunglimpfungen richtig und angemessen. Solche Gutmenschen fühlen sich in ihren Handlungen immer bestätigt – egal, ob man sie streichelt oder mit härteren Bandagen kämpft.

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