Sinnenfreude

Sinnesfreuden

Wer hat es gesagt? No. XVIII

Wer philosophierte in welcher Publikation über die bedeutungslos gewordene Sinnenfreude?

Die Frage der Sinnenfreude, die für uns die zentrale und lebendigste ist, muß gegen die ungeheure Masse an sozialer Zeit erwogen werden, in der sie keine Bedeutung besitzt, in der die nackte Unsinnlichkeit den Alltag und seine Geschäfte beherrscht.

Auflösung: Botho Strauß in „Wohnen Dämmern Lügen“, 1994

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5 Antworten

  1. Botho Strauß: Wohnen Dämmern Lügen

    Der Prototyp des intellektuellen Rechten.
    Spiegelrezension:
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9286928.html

    • Korrekt. Wir dachten zwar diesmal, keinen ergoogelbaren Ausspruch zu finden, aber jeder zitierfähige Satz des Buches – so viele sind es leider nicht – wurde bereits in Rezensionen zerfleddert.

      Aber ist Botho Strauß der „Prototyp des intellektuellen Rechten“? In Die ZEIT schreibt Andreas Kilb:

      Botho Strauß ist nicht der Widersacher des intellektuellen Mainstreams, von dem er sich rhetorisch absetzt, sondern im Gegenteil dessen Prototyp. Der „Rechte“ in der „Richte“, wie Strauß heideggerisch-preziös die griechische krisis übersetzt, liest dem Zeitgeist nicht die Leviten, er verkündet ihn. Jenes zentralbeheizte, vollrenovierte, steuerbegünstigte altlinke Establishment, auf das Strauß mit dem Finger zeigt, weil es „freundlich zum Fremden“ und „grimmig gegen das Unsere“ sei, steht längst auf seiner Seite.

  2. first shot:
    http://tinyurl.com/cwka9aa

    Andreas Kilb:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Kilb

    Als Berufsschwätzer sollte der wissen wovon er redet, google
    sagt nein er weiß es nicht:

    http://tinyurl.com/bsmrxql

    Was Kilb da formuliert sind eher progressive Wunschträume, wie die Wunschträume der Konservativen die Zeit selbst im Tresor
    zu konservieren und nur sparsam aufzubrauchen, aus Angst sie könnte ihnen ausgehen, die Zeit.
    Selbiges gilt für die Sinnesfreuden.

    • Der ZEIT-Artikel „Anschwellende Geistesfinsternis“ des Journalisten Andreas Kilb, der etwas vom „Horror der neu erstandenen Großnation“ faselt, ist bezeichnend. Zumindest für uns, die wir das Vergnügen hatten, sowohl den „Anschwellenden Bocksgesang“, als auch die „Anschwellende Geistesfinsternis“ mit zwanzigjähriger Verspätung zu lesen und somit – etwas aus dem damaligen Zeitgeist herausgetreten – beide Beiträge auf Zeitlosigkeit abschätzen können

      Intellektuelle, die der Welt nichts zu sagen haben, sezieren gern umso ausführlicher und mit ätzender Tinte die Äußerungen Großer. Ein paar zitierfähige Phrasen sind dennoch im Text:

      „Die heute Dreißigjährigen vergreisen schneller als ihre Väter“, schrieb der damals dreißigjährige Kilb. Skurril angesichts der Tatsache, daß die heute Fünfzigjährigen infantiler sind, als bspw. die Dreißigjährigen des 19. Jahrhunderts.

      Oder: „Man beschwört die Traditionen des Abendlandes und raunt über Westrom und Ostrom, als stünde die Goldene Horde vor der Tür.“ Nein, die steht nicht vor der Tür. Mittlerweile baut die selbst in Kleinstädten ihre Moscheen.

      • Ich kann dabei kein Vergnügen verspühren, nur Abscheu und Ekel.
        Die BRD ist schon in ihrem Gründungsgedanken den Rechten feindlich gesonnen.Wie kann da jemals eine Debatte auf Augenhöhe mit den Linken stattfinden?

        Trotzdem ist alles relativ.
        Denn ob ein Rechter oder ein Linker Staat mir die Erträge meiner Arbeit stiehlt, um von „Intellektuellen“ erarbeitete Mehrjahrespläne alternativlos umzusetzen, spielt für den bestohlenen keine Rolle.

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