Volkszertreter

Der Tod ist ein Meister Deutschland

Nachdem vor einigen Tagen in der Gegend von Bremen ein vorurteilsfreier Deutscher von jungen Mitbürgern zu Tode getreten wurde, wird in der empörten Internetgemeinde das angebliche Schweigen von Medien und Politik moniert, das freilich nicht größer ist, als wie bei jedem anderen Gewaltdelikt auch, es sei denn, bei diesem wäre ein rechtsextremistischer Hintergrund konstruierbar.

Ein Blumenblog befragte einige niedersächsische Spitzenpolitiker zu dem Vorfall, erhielt aber noch keine Rückmeldungen. Als dann der aus vier Sätzen bestehende Fragenkomplex zu zwei Fragen verdichtet wurden, bequemte sich ein Bevölkerungsvertreter zu einer Reaktion:

Hannover, 14. März 2013

Sehr geehrte Damen und Herren,

Vierlen Dank für Ihr Interesse an den landespolitischen Problemen. Sie fragen:

Warum lügt ihr?
Warum seid ihr für unser Volk nicht da?

Darauf gibt es mehrere Antworten:

1. Weil wir die Wähler_innen lediglich dazu benötigen, um an Pfründe zu gelangen.

2. Natürlich kann es hin und wieder auch vorkommen, daß wir auf „Volkes Stimme“ hören müssen. „Volkes Gedanken“ werden jedoch von den Medien dirigiert, und so ist es günstig, unangenehme Vorkommnisse überhaupt nicht medial zu popularisieren, weil sie dann auch nicht zum Thema werden, dem wir uns stellen müßten.

3. Der Themenkomplex „Tödliche Auswirkungen der Masseneinwanderung“ ist für uns unangenehm, weil auch irgendwann die Schuldfrage gestellt würde. Da es nie eine Volksabstimmung dazu gegeben hat, Millionen Mitbürger in das Land zu lassen, würde man uns als Verantwortungsträger deklarieren.

4. Diskussionen über negative Auswirkungen der Migration sind für die Bevölkerung nicht hilfreich, weil sie Ängste vor den von uns propagandierten Zukunftsvisionen einer friedlichen, multikulturellen Gesellschaft wecken könnten.

5. Darstellungen von Migrantengewalt führen in der Bevölkerung zu Irritationen bezüglich des postulierten inneren Feindes, welcher sakrosankt auf den traditionalistischen Ebenen positioniert ist.

6. Wir sind sehr wohl für unsere Bevölkerung da. Spätestens im September stehen wir wieder auf dem Wahlzettel.

Mit freundlichen Grüßen

.

Ihr Volksvertreter

2 Antworten

  1. Immerhin reagiert jetzt endlich das kommunale Establishment:

    Andrik Hackmann, Sprecher der Polizeiinspektion Diepholz, ordnet die Tat als „dramatischen Einzelfall“ ein.

    Weyhes Bürgermeister Frank Lemmermann will präventiv etwas unternehmen, „damit sich solche Vorfälle nicht wiederholen. Ein erster Schritt soll heute Abend im Weyher Rathaus gemacht werden. Für 18 Uhr wurde eine Sondersitzung des Präventivrates und des Runden Tisches gegen Rechts für Integration angesetzt.

    [Quelle: Weserkurier]

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