Browning Dawn

Browning Dawn

Über Monate stieg die Spannung nicht nur bei diskursorientierten Cineasten, doch nun endlich kommt in der nächsten Woche der Film über die NSU-Saga in die deutschen Kinos: „Browning Dawn Part 2“. Ein grandioses Flimmererlebnis, obwohl es mehrmals die zeNSUr durchlaufen mußte.

Spielte im ersten Teil noch der Volksschauspieler und n-tv-Moderator Adolf Hitler in einer glänzenden Hauptrolle den krankhaften Psychopathen Bruno Ganz, so steht – schon wegen der „verbindlichen Frauenquote von 30 Prozent auf allen Führungsebenen“ der Unterhaltungsindustrie – diesmal die junge Newcomerin Beate Zschäpe im Mittelpunkt des bereits in „Dead Snow“ wiedererweckten braunen Untergrundes.

Im Film spielt sie zunächsteine unauffällige Fassade pflegende“ Hausfrau, was nur auf den ersten Blick langweilt, ist Beate doch mit allen Wassern gewaschen. Hin und hergerissen zwischen zwei dönermordenden Buben aus der Nachbarschaft – welche ein ungewisses Verhältnis mit einem rosaroten Panther pflegen – und ihren beiden treuen Nazikatzen zieht sie eine Spur blutigster Kinderschändungen durch das friedfertige Auenland.

Viele Fragen stellen sich im Laufe der Handlung: Findet Beate Unterschlupf im südbrandenburgischen Tropical Island? Wie kann sie eine Pumpgun so umbauen, daß diese selbst von Zombies bedient werden kann? Wann wird sie endlich an einem Briefkasten für die bereits angegrauten Bekennerschreiben vorbeikommen? Wie tief sind die Biobauern Zwickau in das rechtsextreme BioNaDe-Netzwerk verstrickt?

Erst kurz vor Schluß erfährt der schockierte Zuschauer Näheres über die Rolle des mysteriösen Zahnarztes, welcher nach der Illuminierung von Beates braunem Schloß und der tragischen Hinrichtung ihrer beiden blutrünstigen Liebhaber „Bis(s) zum Ende der Nacht“ das grausame Werk vollendet.

Eine Antwort

  1. Klingt ja vielversprechend.Nicht so langweilig,wie diese RAF-Schinken ala Die Stille nach dem Schuß.Vielleicht sollte ich nach sehr langer Zeit doch mal wieder ins Kino gehen.Falls meine Bank mitspielt,in Form eines Kleinkredits natürlich.Solch anspruchsvolle Vergnügungen wie Qualitätskino kann ich mir nämlich schon lange nicht mehr leisten.Bitte kein Mitleid–ich weiß,ich bin nicht der einzige dem es so ergeht.

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