Feindbild

NSU-Zwickerzelle

Wer hat es gesagt? No. XVII

Wer analysierte den systemstabilisierenden Nutzen eines verschwörungstheoretisch determinierten Feindbildes?

Aus soziologischer Perspektive wäre ein System, das über keine adäquaten Strategien zum Umgang mit abweichendem Verhalten verfügt, zum schnellen Untergang verurteilt. Umgekehrt ist es umso stabiler, je mehr es sich sogar das abweichende Verhalten zunutze machen kann.

Wie sehr auch die Devianz noch Teil eines Systems sein kann, erkennt man am Beispiel totalitärer Systeme (und solcher, die es werden wollen), die regelmäßig Feinde – also die extremstmögliche Form von Abweichlern – erfinden, wo es sie nicht gibt, oder sich solche machen, wo vorher keine waren, um diese fiktive bzw. selbsterzeugte Feindschaft zur eigenen Stabilisierung zu benutzen.

Auflösung: Manfred Kleine-Hartlage in seinem Beitrag Von Phänomenen und Strukturen

2 Antworten

  1. MKH in einem -wie immer sehr lesenswerten- Artikel auf SiN.

  2. Auf alle Rätsel hier, da gibt’s nur eine Antwort: M-K-H!!!
    (Der hat’s aber auch drauf!)

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