Segregation

Abgeschottet

US-Präsident Obama will die Einwanderungsgesetze neu regeln und – schon aus wahltaktischen Gründen der Vergrößerung seiner Wählerklientel – Millionen illegalen Einwanderern die US-Staatsbürgerschaft zuerkennen. In einem steuerfinanzierten BRD-Staatssender wird über die Reaktionen der Betroffenen berichtet: „Obamas Einwanderungsrede: Die Reaktion der Betroffenen“.

Nein, hier kommen nicht die Indianer als Ureinwohner des Kontinents zu Wort, deren Stimmgewicht angesichts der Überzahl von in den letzten Jahrhunderten zugewanderten Menschen sowieso schon überaus gering geworden ist, und auch nicht Vertreter der derzeit etablierten US-amerikanischen Society, welche von den durch Latino-Masseneinwanderung verursachten demographischen und kulturellen Umbrüchen ebenso betroffenen sind.

Betroffen sind im Duktus der Humanimport-Lobby nur die Einwanderer selbst, also jene, die im Gegensatz zu den in ihrer Heimat verharrenden Indigenen noch am ehesten über Gestaltungsfreiheit am zukünftig zwangsläufig gemeinsamen Schicksal verfügen. Dementsprechend stellen diese „Betroffenen“ Forderungen nach Einbürgerung, nach politischer Mitgestaltung und Teilhabe am Wohlstand. Woraus sie diese Ansprüche ableiten, wird leider nicht vermittelt. Die Einheimischen werden bei den Prozessen nicht oder kaum eingebunden, im Gegenteil: Kritik wird von den Machthabern sanktioniert.

Ein Thema, auch in diesem Zusammenhang, ist die zunehmende Segregation (eigentlich Separation) in urbanen Zentren, also die Zerfaserung von Städten in Reviere, in denen sich Menschen mit ähnlichen ethnischem, kulturellem oder sozialem Hintergrund freiwillig zusammenfinden, um möglichst konfliktfrei leben zu können, Schutz zu finden und mit ihresgleichen soziale Kontakte zu pflegen.

Schizophrenie und Depressionen, wie überhaupt viele psychische Erkrankungen, treten gehäuft in diesen Großstädten auf, was auf übermäßigen psychischen Streß im beengten, anonymen Zusammenleben zurückgeführt wird. Dabei scheinen nicht nur die räumliche Enge, die Luft-, Licht- und Lärmverschmutzung ursächlich zu sein. Selbst in wohlhabenden Wohngegenden haben laut einer Untersuchung dunkelhäutige Migranten ein um das Achtfache höheres Risiko, an Schizophrenie zu erkranken, als die ansässigen Weißen.

Sozial- und Medizinwissenschaften haben dieses Thema längst für sich entdeckt. Aber die Veröffentlichungen der Migrationsforschung behandeln ausschließlich die psychischen Auswirkungen des Verlustes an Heimat und Geborgenheit durch Ausgrenzung und Individualisierung bei Einwanderern, mit der Intention, ihnen zu helfen. Deren Erfahrungen aber sind Probleme, an welchen nicht die autochthone Mehrheitsgesellschaft Schuld trägt, sondern der Zuwanderer, welcher einen ihm fremden Wohnort selbst auswählt. Die Bringschuld, das bewährte Schutzrefugium der Alteingesessenen nicht zu stören, liegt bei ihm.

Zunächst wird er sich zu integrieren versuchen, sobald er jedoch Netzwerke mit Menschen gleichen ethnischen, kulturellen oder religilösen Hintergrundes bilden kann, beginnt die Separierung. Die Mehrheitsgesellschaft kann diese Gruppen kaum noch integrieren. Deren Angehörige versuchen ihrerseits, ihre verlorenen Netzwerke mit ähnlich „tickenden“ Menschen in anderen Stadtvierteln zu finden, vor allem deswegen, um Streßpotentialen sprichwörtlich aus dem Weg zu gehen.

Bei Masseneinwanderung verlagern sich die psychischen Erkrankungen demnach zwangsläufig von den Migranten, welche auf immer größer werdende Gemeinschaften und städtische Areale zurückgreifen können, auf die Einheimischen, welchen diese wegbrechen. Psychische Erkrankungen der Indigenen durch Heimatverlust bleiben in der Migrationsforschung jedoch völlig unberücksichtigt. Offenbar haben sie keine Lobby.

Betroffene

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