Durchgepudert

Wir. Dienen. Schland.

Die Zeiten, in denen deutsche Soldaten in aller Welt geachtet und geehrt, zumindest aber gefürchtet waren, sind offenbar vorbei. Wie der libertäre Blogger Le Penseur im Blätterwald aufgespießt hat, wurden fünf Angestellte der bewaffneten BRD-Organe bei ihrem Friedenseinsatz gegen Syrien noch auf dem Weg ins Feindesland von türkischen Zivilisten regelrecht eingesackt: „Einem Soldaten sei ein Sack über den Kopf gezogen worden, in dem sich weißes Pulver oder Puder befand. Die Soldaten seien in umliegende Geschäfte geflüchtet.

Soldaten auf der Flucht vor Zivilisten – das war früher einmal anders herum. Doch diese Zeiten sind gottlob vorbei. Schließlich mögen sich quietschige Fettwänster in unförmigen Uniformen zum Teeren und Federn regelrecht anbieten, zumal dann, wenn sie nach der ersten Puderung sogleich kreischend die Flucht ergreifen.

Eigentlich waren die Söldner angetreten, um die friedliebenden türkischen Zivilisten gegen die dauernden Mordbrennereien des brutalo-syrischen Assad-Terrorregimes zu schützen. In den nächsten Wochen werden die Helden allerdings damit beschäftigt sein, vor den Papierfliegern der türkischen Dorfjugend Deckung zu suchen.

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5 Antworten

  1. Ist das gemein, die ins lächerliche zu ziehen!
    Die kann sch doch nicht wehren, die Bundeswehr!

  2. Schlimm erst, wenn die sich geprügelt hätten. Dann lieber die Flucht.

  3. Früher, d.h. vor 50 Jahren, hatten wir tatsächlich noch Soldaten. Allerdings verteidigten die (auch ich) damals Deutschland bzw. das, was davon noch übrig war.

    Unsere wehrlose Söldnertruppe erregt nur noch Mitleid. Die werden in der Weltgeschichte herumgereicht, um sich in den Arsch treten zu lassen.

    Eine verantwortungsvolle Führung würde den sofortigen Rückzug und Sprengung allen Materials veranlassen. Rückzug über Syrien.

    • Rückzug über Syrien? Das würde doch wie das Hornberger Schießen oder Elphinstones Rückzug aus Afghanistan enden.

      Am 6. Januar 1842 begann der Rückzug der britischen Garnison unter Generalmajor Elphinstone. Ziel war das Erreichen der nächsten Garnison in Dschalalabad, ca. 140 km entfernt. Der Zug bestand aus ca. 12.000 Zivilisten, 690 britischen und 2.840 indischen Soldaten. Bereits beim Verlassen der Garnison wurden sie angegriffen. Die Angriffe setzen sich fort und die versprochene Eskorte erschien nicht. Unterwegs kam es zu mehreren Verhandlungen mit Akbar und man ließ weitere Geiseln zurück, unter ihnen Pottinger, Lady Sale und am 11. Januar sogar Elphinstone selbst. Am 8. Januar 1842 wurde der Tross beim Überqueren eines Passes angegriffen und es fielen ca. 3.000 Männer, Frauen und Kinder. Vier Tage später waren noch ca. 2.300 Menschen am Leben. Die Überlebenden versuchten nun, nach Dschalalabad durchzubrechen, wurden aber in immer neuen Angriffen dezimiert. Die letzten britischen Überlebenden – zwanzig Offiziere und fünfundvierzig Soldaten, hauptsächlich vom 44th East Essex Regiment – wurden am Morgen des 13. Januar in der Schlacht von Gandamak getötet oder gefangengenommen. Als einzigem Europäer aus Elphinstones Zug gelang dem britischen Militärarzt Dr. Brydon am Nachmittag des 13. Januar der Durchbruch nach Dschalalabad. Er hatte sich einige Tage vorher mit 12 Offizieren von der Hauptarmee getrennt.

  4. […] Durchgepudert. Eulenfurz lobt den Bundeswehreinsatz in der Türkei. […]

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