Kuckucks-Clan

Kuckucksklan

Das deutsche Gemeinwesen zerfällt in immer mehr Einzelbestandteile; wir prognostizieren nach dem Zusammenbruch Sowjeteuropas die vorübergehende Machtstellung regionaler Clans. Das Clan-Unwesen scheint aber bereits jetzt schon um sich zu greifen, so weiß das Dumpfbackenportal web.de verschwörungstheoretisch zu berichten, daß in der BRD ein Kuckucks-Clan aktiv wäre, welcher „bestens in offiziellen Ämtern vernetzt“ sei, „auch bei der Polizei“. Die Kontakte würden bis nach Neuschwabenland und zu dem König der Mondnazis reichen.

So gäbe es in Nordrhein-Westfalen einen „Orden der Teutonischen Ritter“, welcher „auf seiner Internetsite geradezu skurril verdreht wirkende“ Verhaltensgrundsätze propagiere, welche dem web.de-Blogger „Schauer über den Rücken“ jagen, wie etwa: „Auf die Gesundheit gibt der teutonische Ritter stets Acht, denn der Kranke ist keine Hilfe beim Kampf“ oder „Ein guter Gast weiß, wann es Zeit ist zu gehen. Der gute Gast wird zur Last, wenn er die Zeit überzieht.“ So richtig schreckliche Dinge also. Welch ein Irrsinn, auf Gesundheit zu achten und ein Hausrecht mit einem Gastrecht abzuwägen!

Laut web.de biete der Orden, welcher sich perfiderweise selbst als „edelmütig und werteorientiert“ einstufe, ein „Kampftraining“ an, bei welchem „Alltagsgegenstände als Waffen“ genutzt werden. „Ein klares Signal, wie ernst es den Verantwortlichen mit ihrer Mission ist.“ Alltagsgegenstände wie Schaufeln, Lippenstifte oder Eierwärmer fallen freilich noch nicht unter das Kriegswaffenkontrollrecht, ein Umstand, den Sicherheitsbehörden bei ihrem Kampf gegen das rechte Phantom schnellstens korrigieren sollten.

Besucht man die Website des Ordens, bekommt man schnell einen Überblick, mit welch verquerer Geisteshaltung man es zu tun hat. In seitenlangen Abhandlungen verspricht der Klan Toleranz, Gesetzestreue, Familiensinn und Rechtschaffenheit.“ Derart wirres Zeug habe der Blogger von web.de noch nie gelesen oder gehört, geschweige denn praktiziert. Zudem hätte er nach investigativen Recherchen herausgefunden, was die Internetseite verschweigt, nämlich „dass diese Haltungen nur Mitgliedern der ‚Weißen Rasse’ gegenüber Anwendung finden sollen.“ So ginge das aber nicht, denn wenn schon, dann Edelmut für alle oder für niemanden, nur das wäre Gleichberechtigung. Auch bei Mord und Totschlag darf kein Rassismus ausgeübt werden, das ist man den zu Ermordenden schuldig!

Auf Journalisten sei der Kuckucks-Clan seltsamerweise „nicht gerade gut zu sprechen“. Komisch, dabei würden Journalisten völlig unpolemisch, vorurteilsfrei und überhaupt nicht einseitig über die laut web.de „berüchtigte, rechtsextrememe, rassistische, skurrile, verquere, mysteriöse“ Kapuzentruppe berichten. Ganz bedrohlich wäre der Satz der Kuckucksmänner: „Wir vergessen nie“. Schließlich sei doch Demenz in der senilen BRD bereits eine Volkskrankheit, und wer nicht daran leide, sei überaus gefährlich und müsse kurzerhand verboten werden.

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3 Antworten

  1. Ich fodere ein Verbot von Kukucksuhren, bevor es 13 schlägt und weitere Clans wie Kuckucks aus dem Ei schlüpfen. Weiterhin müssen alle Kinder- und Volkslieder, die den Kuckuck verherrlichen, verboten werden. Ob die Antifa in Zukunft bei ihren Demos anstelle von „Nazis raus“ jetzt „Kuckucks raus“ plärrt, ist noch nicht bekannt.

  2. Jetzt müssen mutige Journalisten nur noch Kreuze verbrennen, das dokumentieren und allen wird bewußt, welche Gefahr im Lande dräut.

    • Danke für den Hinweis, wir wußten zwar nicht, was mit dieser Anspielung gemeint war, uns schwante aber schon etwas. Die Realität übertrifft wieder einmal jegliche Verschwörungstheorie. Dank Google drei Fragmente, welche ein erhellendes Bild auf den Vogelverein und seine Nutznießer werfen:

      1. Der deutsche Ableger des rassistischen Geheimbundes Ku-Klux-Klan (KKK) ist von einem V-Mann des baden-württembergischen Verfassungsschutzes gegründet und geführt worden.

      2. Ein TV-Journalist wird beschuldigt, jahrelang mit manipulierten Beiträgen Fernsehmagazine betrogen zu haben.Etwa sein Film für Stern TV über den Ku-Klux-Klan in Deutschland. Kapuzenmänner in Weiß verbrennen in einer Felsenhöhle ein Holzkreuz und stoßen Nazi-Parolen aus. In den Ku-Klux-Klan-Gewändern steckten Bekannte des Produzenten, die Kutten hatte Born für den Fernsehauftritt schneidern lassen.

      3. … nachdem sich eine Afro-Amerikanerin angezündet und es auf den KKK geschoben hatte – es stellte sich dann heraus, dass sich diese Frau selber angezündet hatte.

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