Haushaltsabgabe

Rundfunkbonzen

Argumente Pro und Contra zur Haushaltsabzocke aus dem Diskussionsforum der Online-Petition „Keine Zwangsfinanzierung von Medienkonzernen“, nachfolgend zusammengetragen, erweitert und sinnvoll geordnet:

Demokratie-Sicherung
Eine freihe und unabhängige Presse ist die wichtigste Grundlage unserer Demokratie. Ohne unabhängige Berichterstattung ist ein Volk manipulierbar. Diese Unabhängigkeit wird von allen Bürgern bezahlt und kommt allen Bürgern zu Gute – auch wenn man gar nicht fernsieht…

Die Druckpresse ist vielfältiger, als das Fernsehen, obwohl sie keine Zwangs-Haushaltsabgabe erhält, so wie der ÖR-Rundfunk. Demokratie funktioniert auch ohne „Lindenstraße“ und „Wetten daß“, andere Länder beweisen das. Echte Pressefreiheit setzt Informationsfreiheit voraus. Nur ein Land, in dem der Bürger frei entscheiden kann, über welches Medium er sich informiert, besitzt echte Pressefreiheit. Ein Zwangs-Abonnement, das der Bürger gar nicht nutzen möchte und das ihn möglicherweise daran hindert, z. B. eine Zeitung zu abonnieren, weil sein Geld dafür dann nicht reicht, führt die „Pressefreiheit“ ad absurdum.

Der öffentlich rechtliche Rundfunk ist als unabhängiges Medium mit unabhängiger Berichterstattung und werbefreier Unterhaltung unverzichtbar für unser Volk und unsere Demokratie ! Damit das so bleibt , muß auch die Finanzierung sichergestellt bleiben !

Die Rundfunkgebühren gab es unter Hitler und Honnecker auch (2 Mark bzw. 10 Mark), ohne daß damit eine Demokratie gesichert war. Eine Demokratie braucht keine Zwangsabgaben für aufgeblähte Rundfunkanstalten. Und werbefrei unterhalten kann man sich auch woanders, dazu benötigt man keinen Staatsfunk! Wer dafür zahlen will, soll das machen, aber der Dienstleistungsanbieter sollte keine Unschuldigen belästigen!

Wir haben einen sehr unabhängigen öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Aus der historischen Erfahrung der NS-Zeit, und auch DDR. Sich nur auf Privatfernsehen zu verlassen, führt doch nicht zu investigativen Journalismus. Der politische Journalismus, damit die vierte Gewalt, hat ihren Sitz im öffentlich-rechtlichen.

Medien- und Politapparat sind voneinander abhängig: die einen sorgen für die Propaganda im Sinne der Herrschenden, die anderen für stete Geldflüsse durch Zwangsgebühren. Besser, als durch die Haushaltsabgabe, kann dem machtlosen Bürger der defizitäre Zustand der Demokratie nicht vorgeführt werden.

Unsere Bevölkerung hat über die Rundfunkräte Einfluß und demokratische Mitsprachemöglichkeiten !

Die Rundfunkräte sind nach Parteiproporz besetzt, genauso einschlägig parteiisch ist das gesamte Sendeprogramm. In der freien Marktwirtschaft hat die Bevölkerung Mitspracherecht über den Erfolg einer Dienstleistung, indem sie freiwillig dafür Geld auszugibt. Mit dem nicht kündbaren Abonnement namens „Haushaltsabgabe“ gibt es kein Mitspracherecht, diese führt zu einem Demokratiedefizit.

Unabhängigkeit
Die Teilnahme an Demokratie erfordert objektive Information. Dafür muss es Informationsquellen geben, die von wirtschaftlichen Interessen frei und von Quoten unabhängig sind. Die Gewähr für eine Medienlandschaft, welche politische Partizipation aufgrund objektiver Information erlaubt, bieten nur die öffentlich-rechtlichen Sender.

Da es dem ÖRR nur um wirtschaftliche Eigeninteressen geht, werden Begriffe wie „Demokratie“ und „Pressefreiheit“ entwertet und damit die Demokratie gefährdet. Mittels Internet ist für die Bürger eine weitaus bessere Demokratie-Partizipation möglich, als mittels aufoktroyiertem Staatsfunk! Daß die ÖR-Sender in der Abzocke Narrenfreiheit haben, ist gerade ihrer Verquickung mit der herrschenden Politokratie geschuldet. 

Durch Abschaffung der GEZ würde man leider auch jede Möglichkeit einer Medienplattform abseits der Interessen der Großkonzerne vernichtet werden. Über kurz oder lang würden die Programe von denen abgesegnet oder gar geschrieben die sich Werbeschaltung leisten können.

Die Presse oder Internetblogs schreiben – auch ohne Haushaltsabgabe – nicht zwangsläufig im Sinne irgendwelcher Konzerne, sondern im Sinne ihrer Leser. Ja, GERADE im Sinne ihrer Leser, denn sie sind auf deren freiwillige und kündbare Abonnements angewiesen! Das unkündbare Abonnement „Haushaltsabgabe“ sichert den Apparatschniks in den Sendeanstalten lediglich ein unbekümmertes, selbstherrliches Schmarotzerdasein.

Objektivität
Die öffentlich-rechtlichen sind dazu da um uns möglichst neutral und objektiv mit Informationen zu versorgen. Wie wäre es denn mit der „tagesschau by RWE“? Dann gibt es zwar keine Berichte mehr über die Energiewende, Fukushima hätten wir gar nicht erst erfahren und kritische Berichte über Machenschaften deutscher Unternehmen? Für ein paar Millionen kann man sicher vorher wieder eine Weiße Weste kaufen.

Zeitungen und Internetblogs haben – auch ohne eine Haushaltsabgabe und ohne „made by RWE“ zu sein – über Fukushima und Energiewende berichtet, und zwar weitaus differenzierter und kritischer als der ÖRR. Nur kündbare Abonnements sichern, daß Pesse und Rundfunk auf die Bedürfnisse ihrer Leserschaft eingehen und deren Neugier und Wissensdurst befriedigen!

Bildungsauftrag
Öffentlich-rechtliche Sender haben einen Bildungsauftrag! Durch sie haben wir einen weitgehend unabhängigen und objektiven Zugang zu Informationen (Nachrichten, Kultur, Kunst). Diese Unabhängigkeit kosten Geld (Gebühren) und ist wichtig für unsere Demokratie. Unvorstellbar, dass Industrie oder gar Politik Einfluß auf z.B. die Tagesschau haben könnten….

Der Souverän, also alle Wähler und mündigen Erwachsenen, ist selbst in der Lage, sein Geld für Bildung auszugeben. Dazu braucht er keine Nannystaats-Beamten. Mit dem gleichen Argument können auch Zeitungen und Internetblogs, die einen Bildungsauftrag postulieren, Zwangsgebühren verlangen.

Bei einer Abschaffung von GEZ würde im Grund das selbe passieren wie bei der Energiewände, zuerst sind alle dafür und danach heulen alle dass es kein gutes fernsehen mehr gibt und dadurch die Nation verdummt…. (siehe PRO7, RTL, oder VOX – nur sex, amifilme und livesoaps non stop. Die Privaten werden die noch vorhandene Rest-Kultur zu nichte machen wenn man dennen das Szeptar übergibt.)

Selbst das beste Dienstleistungsangebot begründet keinen Anspruch auf Zwangsgebühren! Im Internetzeitalter muß niemand mehr verdummen, bestenfalls derjenige, welcher lethargisch vor der Glotze hindämmert.

Der negative Einfluss auf die Bevölkerung, im speziellen Kinder und Heranwachsende, (ausschliesslich durch nicht öffentliche Sender) ist gravierend, wenn es nach Einschaltquoten geht! Objektivität und Recherche auf Echtheit sind mit Quoten nicht zu bezahlen.

Die Eltern sollen ihre Kinder erziehen, nicht das Staatsfernsehen!

Informationsbereitsstellung
Die öffentlich Rechtlichen sind leider die Einzigen Überträger von Information, welche ernst zu nehmen sind.

Das Internet bietet mit gezielter Suche sowohl Nachrichten, als auch Unterhaltung in jeglichen regionalen bis globalen Größenordnungen und in unterschiedlichstem Niveau. Der ÖRR hat höchstens noch bei den über 80-Jährigen die mehrheitliche Informationshoheit – Tendenz fallend, weil auch diese Gruppe langsam das Internet entdeckt. Der gesellschaftliche Einfluß des ÖRR schrumpft rapide, dennoch hatten die Menschen noch nie so schnellen und zielsicheren Zugriff auf Informationen und Unterhaltungen verschiedenster Art. 

Privatisierung
Zuerst Medien weiter privatisieren (zu welchem „Qualitäts-TV“ das führt, sieht man ja jetzt schon an RTL und Konsorten), dann das Gesundheitswesen (hier haben wir ja auch z.T. schon „herrliche“ Zustände), dann Schulen, Straßen usw.? Privatisierung führt zu Kommerzialisierung und dazu, dass immer weniger Leute sich das Privatisierte leisten können.

Privatisierung führt zur Unternehmensoptimierung und damit zu höherer Leistungsfähigkeit des Einzelnen und der Gesellschaft – und zur Entlastung der Steuer- oder Gebührenzahler. Im konkreten Fall auch: Zur Verbesserung des Sendeangebotes für bedürftige Zielgruppen oder zum Konkurs von unnötigen/überflüssigen Sendeformaten.

Mit der gleichen Argumentation kann man auch die Abschaffung von öffentlichen Straßen, Universitäten und allem Anderen fordern, was man als Einzelner nicht nutzen möchte. Unabhängige Informationen sind ein wichtiges Gut, auf das nicht verzichtet werden sollte.

Ja, die Bürger zahlen auch Straßensteuern. Während aber bspw. Bahn, Strom und Post privatisiert werden – bei Straßen wird das zukünftig auch noch passieren -, werden die Medien steuerlich verstaatlicht. Offenbar ist der Politik die Manipulationshoheit wichtiger, als die Kontrolle über die Infrastruktur. Aber warum nicht auch private Straßen per Maut durch Nutzer finanzieren, dafür weniger Steuern vom Steuerzahler eintreiben? Im Endeffekt wäre damit Geld gespart, denn Privatisierung sorgt immer dafür, daß sich der Dienstleister an der Nachfrage orientiert, sparsam wirtschaftet und einen aufgeblähten Verwaltungsapparat zurechtstutzt.

Dann sollten wir gleich weitermachen, ich nutze keine Kinderkrippen, Kindergärten etc. pp. Und wie sieht es bei Ihnen aus Frau Müller? Ach, keine Museen? Und von diesem ganzen Forschungsgedöns haben Sie auch nichts. Lassen sie sich einfach befreien.

Theater und Museen gab es auch schon, als diese noch nicht mittels Steuergeld alimentiert wurde, mit weitaus besserem, auf das Publikum zugeschnittenen Programmen. Zu dieser Zeit waren sie noch auf ihre Kundschaft / Abonnenten oder Mäzen angewiesen, und mußten gute Aufführungen anbieten. Heute bekommen sie zwangsweise eingetriebene Gelder und müssen sich um ihr Publikum nicht kümmern. – In der wissenschaftlichen Forschung wird mit öffentlichen Fördermitteln ebenso Schindluder getrieben. Auch die Privatisierung der Sozialversicherungen und Kinderbetreuung bei gleichzeitiger Entlastung der Einzahlenden wäre ein Schritt in die Freiheit!

Gesellschaftsvertrag
Unser Staat besteht aus vielen einzelnen die zu gute der Gesamtmasse eine gemeinsame pflicht erfüllen. Auch wenn nicht jeder einzelne einschaltet, solange es die masse tut – soll es auch von jedem einzelnen getragen werden – so funktioniert unser system – und das ist das beste in der welt!

Daß das Zwangsgebührensystem das „beste der Welt“ wäre, ist wohl ein Trugschluß. Es ist zwar das teuerste System der Welt, dennoch sind die Sendeformate im internationalen Vergleich nicht die besten.

Diese Leistung nutzt allen Deutschen – eine unabhängige Berichterstattung ist unverzichtbarer Bestandteil unserer Demokratie ! Ohne diese wären wir der Werbung und Beeinflussung durch Wirtschaft und Demagogen schutzlos ausgeliefert ! ÖR-Sender gerade wegen der freiheitlichen Gesellschaft dringend notwendig. Als Gegengewicht zu von wirtschaftlichen Interessen geleiteter Berichterstattung.

Zeitungen und Internetblogs – die ohne Haushaltsabgaben wirtschaften – sind auch nicht „der Werbung und Beeinflussung durch Wirtschaft und Demagogen schutzlos ausgeliefert“.

Warum kann der Sinn der Solidargemeinschaft nicht auch Unterhaltung sein? Ein ausgeglichenes Maß ist sehr sinnvoll, wer will schon den ganzenTag lang ausschließlich Nachrichten hören?

Viele wollen überhaupt nichts aus der Glotze hören oder sehen. Wer das aber will, soll dafür zahlen. Der Dienstleister ist in der Pflicht, sich ein System zu überlegen, wie er sein Geld von seinen Nutzern bekommt – andere Dienstleister müssen über so etwas auch nachdenken.

Rundfunkhyänen

Programmniveau
Wenn wir die GEZ nicht hätten, würden nur Konzerne deren Ziel nicht die Aufklärung ist mehr und mehr Macht bekommen. Fragt euch doch einmal was wäre wenn es kein ARTE, keine welteweit geschätzte ARD oder ZDF geben würde. Klar haben diese Sender zuviele Programme doch ist es deren einziger Ausweg ihre Anteile zu halten. Hinzu kommt das jeder Sender einen Bildungsauftrag besitzt und dieser wird von keinem Privatensender erfüllt.

Man muß nur einmal die BBC heranziehen, der kann der ÖRR nicht ansatzweise das Wasser reichen. Und die Briten zahlen monatlich weniger als die Deutschen. Was ist mit der Presse, die auch ohne Haushaltsabgabe gut funktioniert? Und was mit der Demokratie in Ländern, die kein ÖR-Rundfunk haben, wieso funktioniert die dort? Wieso sind dort die Menschen nicht dümmer oder unaufgeklärter, als in der BRD?

Die ÖR können durch die stattliche Finanzierung ein Programm bieten, das nicht auf Quote und Werbeeinnahmen getrimmt ist – zusammen mit dem Mainstream auf den Privaten ergibt das doch eine tolle Vielfalt. Trotz aller Verfehlungen und parteiischer Berichtertstattung öffentlicher Medien (z.B. Stuttgart 21) ist die Berichterstattung hier immer noch über „bild-sat1-etc-Niveau“.Also besser weiterhin: Geld für bessere Beirchterstattung.

Es gibt auch auf dem Zeitungsmarkt – ohne Haushaltsabgabe – niveauvolle und primitive Blätter für die Leserklientel von Cicero bis BLÖD. Das Angebot richtet sich nach der Nachfrage. Auch der Rundfunk kann sichn, wie jeder andere Dienstleister auch, dem Bedürfnis seiner Kunden unterwerfen, welche für gute Dienstleistungen freiwillig gutes Geld zahlen werden.

Grundversorgung
Die Grundsätze des Rundfunkstaatsvertrags sehen vor , dass es eben nicht nur um eine Minimalversorgung geht. ZB. müssen auch regionale Themen, Themen über Minderheiten oder im Falle von Arte zB. über Inhalte die sonst nicht finanzierbar sind, weil sich eben nicht die Masse dafür interessiert.

Es soll also Zwangsgebührengeld für Sendungen verschwendet werden, für die sich niemand interessiert? Wo ein Bedarf ist, dort findet sich auch auf dem freien Markt eine zahlungswillige Nachfrage! Und wenn es um Miniatur-Minderheiten und Mikroskop-Regionalismus geht, dann reicht ggfs. auch ein Druckerzeugnis!

Das Geld das bisher eingenommen wurde, reicht nicht aus. Würde die öffentlich-rechtlichen ca. 30-40 Milliarden mehr einnehmen, könnte es sein, dass Bundesliga auf ARD/ZDF läuft. Oder Formel 1. Oder gute Filme. Oder Reportagen, die jemand sehen will. Die jetzt zu erwartenden 1,36 Milliarden Mehreinnahmen reichen ja gerade für eine neue Musikantenstadl-Deko oder zwei neue Sender-Logos bei den Dritten.

Wer Bundesliga sehen will, soll entweder eine Eintrittskarte im Stadion oder die Sendung im Pay-TV kaufen, aber nicht auf Kosten derer schmarotzen, denen die Bundesliga gleichgültig ist! Für eine Grundversorgung reichen 10 Minuten steuerfinanzierte Staatsnachrichten am Tag. Wer darüber hinaus via Glotze unterhalten werden will, soll selbst zahlen, so, wie er im Fußballstadion oder im Kino auch selbst Eintritt zahlt.

Mindestens 50% der Unterstützer hier werden die ersten sein die Jammern wenn bei Fussball EM & WM der Bildschirm schwarz ist…

Wenn es einen größeren Bedarf nach EM usw. im Fernsehen gibt, dann werden auch potentielle Anbieter reagieren – und dann kann jeder seine „Haushaltsabgabe“ gezielt für EM-Pay-TV verwenden oder muß eben mit der Werbung leben. Im Stadion muß auch jeder Besucher individuell Eintritt zahlen, dort wird die „Bereitstellung eines Fußballangebotes“ nicht via Haushaltsabgabe finanziert.

Arbeitsplatzsicherung
Wir arbeiten für zwei öffentlich-rechtliche Sender. Wir sind Freelancer und kommen jetzt schon finanziell mit unseren Familien kaum klar, weil unsere Leistung durch billige Produkte aus dem Ausland ersetzt wird oder die Bezahlung mies ist. Kameraleute, Locationscouts, Komponisten, Regieassistenz, Materialtransport, Licht, Schnitt, Tonleute etc. sind schon heute zu mind. 90% freie Mitarbeiter. Ich rede übrigens nicht von ein paar hundert Freelancern, sondern von ganzen Branchen und Zulieferern.

In der freien Marktwirtschaft richtet sich die Bezahlung nach der Nachfrage eines Unternehmers nach der Arbeitskraft. Für gute Fähigkeiten werden gute Preise gezahlt, beliebig auswechselbare oder nicht nachgefragte Fähigkeiten sind dafür billiger. Wer nicht nachgefragte Dienstleistungen feilbietet, sollte den Job wechseln, aber nicht unschuldige Menschen mit Zwangsgebühren erpressen!

Öff.-Rechtlich bietet vielen Independants Aufträge, wenn auch Ausbaufähig. Ist wichtig für die Ausbildung im gesamten Fernsehbereich, von Kamera, Ton, Mischen… Bildungsfernsehen pur zieht keine Leute, sieht man in USA. Größere staatliche Nähe führt zu Zuständen wie bei der RAI in Italien. Was investigativen Journalismus angeht, politischen Journalismus, ist bei den Privaten doch gar nichts zu finden.

Es gibt mittlerweile Internet! Die Rundfunkgesellschaften sollten ihr steinzeitliches und fossiles Meinungsmonopol endlich aufgeben und sich den Befürfnissen des freien Marktes anpassen, anstatt mit längst überholten totalitären Mitteln auf Willkür und Zwangsmaßnahmen zu setzen!

Zwangsabgabe
Verlust von Arbeitsplätzen! Gerade regionale Berichterstattung ist mit steigendem Wettbewerb durch schwer durchsetzbar. Da wird nicht mehr über das kleine Dörfchen nebenan berichtet, sondern nur noch über Hurrikans in Amerika. Gerade in Zeiten der Reizüberflutung durch das Internet schätze ich meine regionalen Sender und bin gerne bereit dafür zu bezahlen. Und manchmal muss man sich halt die freie Meinung erkaufen. Lieber so, als bei dem ganzen anderen Schrott der privaten Medien zu Verdummen.

Jeder kann für 100 oder 500 Euro im Monat Dienstleistungen des Rundfunks einkaufen, wenn er diese für gut und wertvoll befindet, niemand hindert ihn! Aber er soll diejenigen nicht behelligen, welche nur dann zahlen wollen, wenn sie eine Dienstleistung benötigen, und ansonsten ihr Geld nach eigenem Gustus für Dinge ihrer Wahl ausgeben wollen!

Empfangsgeräte
Auch Smartphone oder ein Computer sind auch empfangsfähige Geräte, mit denen man Radio hören und Fernseh gucken kann. also ist die Abgabe gerechtfertigt. Ich gehe davon aus, dass 90% der Bevölkeruung ein Gerät besitzen, das bzw. der mit einem Radio gleichgestellt werden kann.

Wieso, gehören diese Geräte den Sendeanstalten? Ob Empfangsgerät oder nicht … Wer lediglich einen guten Privatsender hört, braucht auch ein Empfangsgerät, ist aber dennoch nicht bereit, dessen ÖRR-Konkurrenz zu finanzieren. Hat eine Sendeanstalt irgendein Anrecht auf private Radiogeräte oder PC’s? Nein, lediglich auf seine eigenen Dienstleistungsangebote!

Es ist schon spannend, wer alles glaubt, sich vor einem kleinen Beitrag drücken zu können, teilweise mit der absurden Behauptung, man habe kein Rundfunk- oder TV-Gerät. Man fährt also ein Auto ohne Radio, hat einen PC der außer Mails und Petitionen laden nichts kann. Diejenigen, die die Rundfunkbeiträge nicht bezahlen können, können aus sozialen Gründen zwecks „Teilhabe“ befreit werden. Wer hier zeichnet, hat einen „Empfänger“: den PC.

Selbst, wer einen PC mit Internet hat, konsumiert nicht zwangsläufig den ÖR-Rundfunk. Mit dem gleichen Argument könnten Google, Ebay, Amazon u.v.a.m. jeden Monat Gebühren von jedem Haushalt verlangen, nur weil sie Angebote im Internet bereitstellen.

Werbung
Um die Unabhängigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu gewährleisten, bedarf es m.E. nach der Nachfinanzierung durch kleinere Werbeeinnahmen. Da die Privatsender wesentlich mehr Geld über Werbung „eintreiben“ und somit finanziell besser gestellt sind hinsichtlich ihrer Gestaltungsmöglichkeiten, spricht aus meiner Sicht nichts gegen die wenigen und auch auf das Vorabend-Programm beschränkten Werbeblocks.

Wie sich irgendwelche Rundfunkkonzerne legal finanzieren, ist ihnen überlassen. Das müssen die mit ihren Nutzern abstimmen, ob über größere Werbeblöcke oder über Pay-TV oder über Gesundschrumpfung ihres aufgeblähten Apparates. Aber die sollen die Nicht-Nutzer ihrer Angebote nicht belästigen!

Auch die „Privaten“ sind nicht kostenlos. Den ganzen Mist finanzieren auch hier die Bürger. Und zwar über die Werbung. Und die Werbekosten bestimmen dann wieder den Produktpreis.

Werbung hat der ÖRR zusätzlich auch noch. Ansonsten wird niemand gezwungen, für die Privaten irgendetwas zu bezahlen oder die dort beworbenen (und damit tatsächlich teureren) Produkte zu kaufen. Niemand zahlt eine „Werbegebühr“.

Haushaltsabgabe Rundfunkmafia

Advertisements

6 Antworten

  1. Meine Fresse, das ist aber eine schöne Fleissarbeit. Also, wenn ich nicht schon kein Fernsehen besitzen würde, dann würde ich mir jetrzt aber echt viele Gedanken darüber machen, ob das Angebot der ÖR eigentlich das ist, was es vorgibt zu sein.

  2. Ja, GERADE im Sinne ihrer Leser, denn sie sind auf deren freiwillige und kündbare Abonnements angewiesen!

    Nunja, eher nicht. Meistens schreibe ich einfach drauf los, selten bis nie im Sinne von Lesern, die ich gar nicht kenne. Ich bin auch nicht auf Abos angewiesen.

    Trotzdem eine sehr profunde Analyse der traurigen Gegebenheiten.

    Nimmt man noch das aktuelle Modell der Steuereintreibung hinzu, über das BILD berichtet, dann versteht man nur noch Mafia.

    Warum erst jetzt in gewisser Hinischt mediale Aufregung produziert werden kann,hat wohl mit der juristischen tatsache zu tun, daß justiziabel man erst gegen etwas voprgehen kann, wenn man etwas schriftlich in den Händen hat, also gegen die Propanadastuer erst, wenn die Zahlungsaufforderung vorliegt. Bei Millionen von Bürgern wird einfach weiter abgebucht, bei vielen Firmen wurde neue Bescheide zugestellt, deswegen folgen auch erst jetzt die Klagen.

    Der Bürger muß nur GEZ kündigen, dann erhält er auch einen Bescheid und kann den Klageweg einschreiten.

  3. abGEZockt

    Hatte ich vergessen.

  4. Diese Fleißarbeit muß zumindest mal getwittert werden.

    Einer unserer Beitragsschreiber erstellte auch noch einen schönen Aussatz dazu.
    http://rundertischdgf.wordpress.com/2013/01/10/gez-und-die-veroffentlichte-meinung-bezahlen-um-zerstort-zu-werden/

  5. Für mich bedeutet diese Zwangsabgabe ca. 350% Mehrkosten, da ich weder TV noch Rundfunk habe und nie hatte. Meine Informationen hab ich mir über das Internet besorgt, wofür ich schon auch gezwungen wurde, 5 Euro Gebühren zu entrichten.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: