Keine Bedrohung

Hatten wir uns gestern noch Sorgen gemacht angesichts der „sehr realen“ rechtsextremistischen Bedrohung, welche die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) aus sicherlich nicht ganz uneigennützigen Gründen mathematisch genau hat nachweisen lassen, so sind wir heute schon wieder beruhigt. Der über die staatlich alimentierte Amadeu-Antonio-Stiftung betriebene Blog Publikative.org berichtet nämlich in einer ganzen Artikelserie über den Zusammenbruch des bundesdeutschen Faschismus.

So stehe die seit Jahren ausgegrenzte Partei NPD nun endlich „Mit dem Rücken zur Wand“ (Benjamin Mayer), deren glückloser Parteivorsitzender weise eine „Niederschmetternde Bilanz“ (Robert von Seeve) auf und der braune Rand sei in seiner tiefen Krise „Angeschlagen, orientierungslos, verunsichert“ (Stefan Schölermann).

Das ist wirklich schön, denn der Bundesfinanzminister forderte bereits kurz nach Bekanntwerden der von der FES ermittelten Bedrohungslage die Bildung eines Rettungsschirmes für Zivilcourage. Mehr als 14 Milliarden Euro sollten in Hilfspaketen direkt an Anetta Kahanes Anti-Rechts-Truppen fließen. Diese Finanzmittel gäben, so die höchstamtlich als „ehrlich und zuverlässigzertifizierte Frau Kahane sinngemäß, den Geförderten weitere Möglichkeiten, die rechtsextremistische Gefahr ins kollektive Gedächtnis zu tragen und somit die Grundlage zu schaffen, zukünftig noch mehr Fördermittel zu akquirieren.

Wie die Rechtsextremismus-Experten von Publikative.org jedoch korrigieren, liege der Neonazismus zerschlagen darnieder. Deshalb könnten auch die Dutzenden Millionen Euro Steuergelder, welche alljährlich zur Bekämpfung des rechtsextremistischen Schreckgespenstes verpulvert werden, endlich wieder sinnvollen Dingen zugeführt werden, wie etwa der Finanzierung des Betreuungsgeldes, um Kindertagesstätten überflüssig zu machen. Damit würde man das braune Übel tatsächlich an der Wurzel packen, schließlich hatte der Leiter des kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, Professor Christian T. Pfeiffer, schon vor Jahren auf den Zusammenhang zwischen Kindergärten und Rechtsextremismus hingewiesen.

Bild: Die Stiftungsvorsitzende leistet wichtige Arbeit bei der Akquirierung von Geldtöpfen zur Entlohnung des getreuen Gefolges.

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Eine Antwort

  1. Die Braune Brut mag ja tot sein aber deren Schoß ist eben noch fruchtbar.

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