Eisbär im Kühlschrank

Die Skeptiker zeigen nur, dass sie nichts von der Physik des Klimas verstehen.“ [1]
Prof. Dr. Mojib Latif, Klimaforscher

Als wir den Klimaforscher des Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften an der Universität Kiel, Prof. Dr. Mojib Latif, mit den wohlweisen Worten: „Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben“ [2] aus einem Spiegel-Artikel „Nie wieder Schnee“ des Jahres 2000 zitierten, ahnten wir nicht, daß es sich um einen jener vielzitierten Qualitätswissenschaftler handelt, welche unsere Steuergelder zur Vorherhersage von möglichen und unmöglichen Gefahren sinnvoll verwenden.

Gerade zu einer Zeit, in welcher wir froh sind, daß der sich seit Monaten stapelnde Schnee endlich wegtaut, wenn auch das unsägliche Zeug immer wieder vom Himmel nachrieselt, und die Wetterfrösche vom baldigen Frühling quaken, ist es auch für die Klimakröten wieder an der Zeit, von der Erderwärmung zu unken. So wagt Prof. Dr. Mojib Latif in seinem neuesten Buch „Warum der Eisbär einen Kühlschrank braucht …und andere Geheimnisse der Klima- und Wetterforschung“ einen Blick vom Mars aus zu uns auf den Planeten Erde. Vorgestellt wird das Elaborat am heutigen 16. März um 19.30 Uhr in der Kunsthalle zu Kiel. Wie der Professor auf den Mars gekommen ist – einige wollten ihn eher zum Mond schießen – wissen wir zwar nicht. Daß aber Eisbären Kühlschränke oder Fernseher bräuchten, halten wir für übertrieben. Schließlich gibt es nicht auf jeder Eisscholle eine Steckdose.

Auf die Frage des Wissenschaftsmagazins BILD „Stirbt der Winter etwa aus?“ antwortete Latif selbstsicher: „In hundert Jahren werden wir praktisch gar keinen Winter mehr haben.“ [4] Allerdings gibt es bei den Klimakröten seit 2009 den Paradigmenwechsel der „dekadischen Schwankung“ [1]. So soll uns die nächsten Jahre zunächst eine Eiszeit heimholen, bevor die Erderwärmung um so brutaler zuschlägt. Zwar behauptete der Herr Professor auch, daß Stürme zugenommen hätten, was in einem Bericht zur „Sturmhäufigkeit in der Deutschen Bucht zwischen 1879 und 2000″ [5] nicht nachgewiesen ist, aber der letzte Winter gab Latifs Eisbeschwörung Recht. Die Chancen stehen auch fast 50 zu 50, wenn man behauptet, daß es morgen kälter als heute sein wird. Oder gar bei 100 %, wenn man der Bauernweisheit glaubt: „Kräht der Hahn früh auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder bleibt, wie’s ist.“ Wird es kälter, droht die frostige Erdrückkühlung, wird es wärmer, die glühende Erderwärmung. Dank dieser Schreckensszenarien dürften die Forschungsgelder auch in Zukunft fließen.

Zum Glück ging die „kleine Eiszeit“ am „Ende des 17. Jahrhunderts, die uns in vielen Winterbildern holländischer Maler, etwa der berühmten ,Heimkehr der Jäger‘ von Pieter Breughel vor Augen geführt wird“ [6], mit einem fast völligen Verschwinden der Sonnenflecken einher, ansonsten müßte man ebenso den Menschen dafür verantwortlich machen. Etwa wegen der CO2-Emissionen durch die Hexenverbrennungen oder das Pupsen der Kühe. Andererseits sind die neuen Winzer zu bedauern, welche im festen Vertrauen auf die Erderwärmungdie 1000 historische Weinberge“ [7] der Lausitz wieder bewirtschaften wollten, die zwischen 1280 und 1900 genutzt, aber unter anderem wegen der langen Frostperioden eingestellt wurden. Die Weinbauern müssen nun einige Jahre pausieren, bevor sie uns einen dickflüssigen Rotwein kredenzen können. Nur die Kühlschrankproduktion für die Eisbären am Nordpol läuft bereits auf Hochtouren.

……………………………………………..
[1] Focus: „Die Erderwärmung macht Pause“, Nr. 25 (2008)
[2] Spiegel: „Nie wieder Schnee?“, 01.04.2000
[3] Ostholstein-Nachrichten: „Warum der Eisbär einen Kühlschrank braucht“, 05.03.2010
[4] BILD: „Stirbt der Winter etwa aus?“, 28.11.2006
[5] H. Schmidt: „Die Entwicklung der Sturmhäufigkeit in der Deutschen Bucht zwischen 1879 und 2000“, Klimabericht 2001
[6] extrem-news: „Global Cooling – Paradigmenwechsel des IPCC?“, 28.09.2009
[7] Lausitzer Rundschau: „Weinbau-Renaissance in der Lausitz“, 29.09.2005

8 Antworten

  1. Mit Sicherheit können wir feststellen, daß es vor 200000 Jahren keine Stürme gab, weil es keine Rückversicherer gab und Versicherer und Zeitungen und Klimafolgenforschungslügenbatzenprofessoren, die davon berichteten. Das Klima hat sich also verändert und wir wissen, es war der Mensch, weil heute von Stürmen berichtet wird. Jetzt dürfen wir nächstens vorm überraschenden Ausbruch des merkelgemachten Frühlings zittern, der in hundert Jahren ausfallen wird, weil es keinen Winter mehr gibt. Und wo kein Frühling, da kein Sommer und kein Herbst und alles ist unsere Schuld. Oh Grauen und Verzweiflung.

  2. „Daß aber Eisbären Kühlschränke oder Fernseher bräuchten, halten wir für übertrieben. Schließlich gibt es nicht auf jeder Eisscholle eine Steckdose.“

    Ob sich hier wohl eine neue Boombranche aus der Deckung wagt, die geeignet wäre, beispielsweise die USA , die – zumindest Wirtschaftsblogger Mark Shedlock zufolge – bereits mit freudiger Erregung einer Deflationsphase unbestimmter Länge entgegenfiebern (Okay .. das mit der ‚freudigen Erregung‘ war von mir – und vielleicht auch etwas übertrieben …), aus dem Sumpf ihrer Schulden (die zweifellos von sich diebisch freuenden Nazis verursacht wurde) zu befreien? Warten wir es ab…

    “ Auf die Frage des Wissenschaftsmagazins BILD „Stirbt der Winter etwa aus?“ antwortete Latif selbstsicher: „In hundert Jahren werden wir praktisch gar keinen Winter mehr haben.“ “

    Zumindest werden wir in 100 Jahren keinen Klimaprofessor Mojib Latif mehr haben – soviel glaube ich mit Sicherheit vorhersagen zu können. Leider habe ich davon nichts, da ich in bedeutend kürzerer Zeit ebenfalls nicht mehr auf diesem Planeten anwesend sein werde (jedenfalls nicht als die Person, die ich derzeit bin). UUUND … wir werden vermutlich nicht einmal mehr kleine Nachfolge-Latifs aus all den Erdteilen, in denen die kolorierten Menschen wohnen, importiert haben, weil in 100 Jahren, auch soviel glaube ich mit Sicherheit prognostizieren zu können, die BRD denn doch nicht mehr bestehen wird. Womit dann eben auch der Nährboden für all die professoralen Schmarotzer samt ihrer etwas ungebildeteren Verwandten, den bekannten und beliebten ‚Diplom-Ziegenhirten‘, entzogen sein wird. Und es wird wohl nicht mal mehr irgendwelche NGOs geben, die das bedauern könnten, da mit dem Absterben des Wirtes auch diese parasitären Strukturen das Zeitliche segnen werden. Und ich hatte mich schon so an sie gewöhnt …

  3. …diese parasitären Strukturen das Zeitliche segnen…

    Parasitäre Strukturen werden nie das Zeitliche segnen. Wenn es niemanden gibt, den sie ausnehmen können, dann dümpeln sie dröge vor sich hin oder liegen auf der Lauer.

    Es wird aber immer auch welche geben, die ein Interesse an der Mobilisierung parasitärer Strukturen haben, schon weil auch diese ein Wählerreservoir darstellen oder die Drecksarbeit erledigen können oder sonstwie zu gebrauchen sind.

  4. „… dann dümpeln sie dröge vor sich hin oder liegen auf der Lauer.“

    Die leben ewig? Das sind aber bittere Nachrichten…

  5. Natürlich, die spanischen Grippeviren lauern bei den Leichen immer noch auf neugierige Besucher.

  6. „Natürlich, die spanischen Grippeviren lauern bei den Leichen immer noch auf neugierige Besucher.“

    Ich versuche meinen Umgang mit den Opfern der spanischen Grippe möglichst sparsam zu gestalten. 😆

    … und wenn die so lange frisch geblieben sind, dann kann das nur auf den konservierenden Kälteeinfluß einer kleinen Eiszeit zurückzuführen sein. Aber wie paßt das zu den Gewissheiten von Herrn Prof. Schellnhuber, Herrn Prof. Rahmstorff und Herrn Prof. Latif (weitere Proffessoren, die ich hier vergessen habe, wenden sich mit den entsprechenden Vorwürfen bitte über die Blogbetreiberin an meine e-mail-addresse)? Fragen über Fragen …. und ein weiteres mal sehen wir betroffen …. den Vorhang zu – und alle Fragen offen!

  7. Ja, die leben ewig. Man liest schon von ihnen in den Aufzeichnungen der Bibel oder den Schriften des Mittelalters, geschweige denn in der Literatur seit Erfindung des Buchdrucks; von jenen, bei denen Nehmen seliger denn Geben ist.

  8. „… von jenen, bei denen Nehmen seliger denn Geben ist.“

    Aach die meinen Sie? Ja, da habe ich allerdings den Eindruck, daß die sich ganz besonders in unserer Zeit vermehren … – es scheinen ausgezeichnete Umweltbedingungen vorzuliegen!

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