Wohlstandszauber

Wenn wir nicht bis 2050 mindestens 50 Millionen Zuwanderer aufnehmen,
wird es uns nicht gelingen, unseren Status zu halten.
“ [1]
Dr. Martin Pape, Wirtschaftsforscher
brd_kollaps

Ein Szenario, das niemanden mehr vom Hocker reißt: „Deutschland wird sich in den kommenden Jahren beispiellos verschulden. Die öffentlichen Haushalte machen bis zum Jahr 2013 neue Schulden in Höhe von insgesamt 509 Milliarden Euro.“ [2] Bei wem denn, bei der Bad-Bank? Wie funktioniert das eigentlich, wirft man in einen schwarzen Kasten einen Schuldschein über 509 Milliarden Euro, um sich danach die Summe von der Gelddruckerei ausblättern zu lassen? Verpfändet man Volksvermögen und wenn ja, an wen? Nimmt man das Geld langfristig über Steuereinnahmen wieder ein? 509 Milliarden Euro machen immerhin pro BRD-Bewohner über 6.000 Euro, also etwa 12.000 Euro pro Steuerzahler in den nächsten dreieinhalb Jahren.

Die das überhaupt nicht juckt, feiern bei CSD-Paraden, in Partykellern oder auf Mallorca ihre individuelle Freiheit, welche ihnen von den Massenmedien vermittelt wird. Die einen sind optimistisch: Was 60 Jahre lang gutging, wird noch mindestens 940 Jahre halten. Andere resignieren, decken sich mit Konserven, Waffen und Goldbarren ein und warten auf den bereinigenden Krieg oder totalen Finanzkollaps. Die Armen versuchen an Alimentierungsleistungen mitzunehmen, was noch geht. Die Besitzenden, Fleißigen und Erfolgreichen packen vorsorglich ihre Koffer oder sind bereits geflüchtet, so wie dereinst aus der DDR.

Dr. Martin Pape, Direktor des Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung und Medien, bietet der Masse einen Hoffnungsschimmer zum „Erhalt des Status“ und inszeniert sich als Zauberlehrling [3], wenn er 50 Millionen importierte Arbeitskräfte aus aller Welt die Rente der Spaßgeneration erschuften lassen will:

Und nun komm, du alter Besen!
Nimm die schlechten Lumpenhüllen;
Bist schon lange Knecht gewesen;
Nun erfülle meinen Willen!

Ob die in Betracht Gezogenen dem Herrn Dr. Pape den Mittelfinger entgegenstrecken oder ihm freudestrahlend für ein paar echte deutsche Bratwürste den Palmwedel schwenken werden, ist noch unklar. Die Option, von Versprechungen geblendet aus dem afrikanischen Dschungel auf den mitteleuropäischen Schuldenberg zu klettern, um dort in absehbare Verteilungskämpfe und ethnischen Konflikte gerissen zu werden, ist nicht mehr die Verlockendste, wie die rückläufigen Immigrationszahlen belegen.

Immerhin besitzen Pape & Co. bereits jetzt schon ein ganzes Heerlager jener Menschen, die den wirtschaftlichen Status der 68er-Versagergeneration erhalten sollen. Berlin, jene Stadt mit den linkesten Wählermassen und der ausuferndsten kommunalen Verschuldung, das Bundesland mit der höchsten Arbeitslosenquote und Kriminalitätsrate, die Stadt, die beim Ausländeranteil so an der Spitze steht, wie sie bei den PISA-Bildungstests am Ende der Skala zu finden ist, verdeutlicht Dr. Papes Rekrutierungspotential in dem Migrantenanteil der Schulen. Dieser lag „in Nord-Neukölln bei den Erstklässlern noch vor kurzem bei 75 Prozent, ist aber jetzt … bei 83 Prozent angekommen. Selbst in Süd-Neukölln – Britz, Buckow, Rudow – sind nur noch 60 Prozent der Erstklässler deutscher Herkunft.“ [4] Für die Sprachförderung der zukünftigen Steuerzahler gibt „die finanziell klamme Stadt … schon 50 Millionen Euro aus“. Wieso eigentlich? Sollten zukünftige Kloputzer, Müllsortierer und Kanalarbeiter unbedingt deutsch sprechen können? Müssen sie trotz genügend vorhandener Dolmetscher als Hartz-IV-Empfänger die Behördensprache beherrschen? Oder als Handtaschenräuber und Komaschläger ihr Opfer in grammatikalisch einwandfreiem Hochdeutsch beleidigen?

Man kann als promovierter Direktor des Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung unterentwickelten Drittweltflüchtlingen und anderen afrodeutschen Mitbrüdern viel Naivität und Blödheit zutrauen. Daß diese aber für ein wohlstandsverwöhntes Rentnerheer als Steuer- und Arbeitssklaven freiwillig malochen werden, mag die süße Traumvorstellung einer Generation sein, die das Erbe der Vorfahren mit vollen Händen verschleuderte und der anmaßenden Meinung ist, der Honig fließe ewig aus dem Himmel.

Ach das Wort, worauf am Ende
Er das wird, was er gewesen. …
Wärst du doch der alte Besen!

O, du Ausgeburt der Hölle!
Soll das ganze Haus ersaufen?
Seh’ ich über jede Schwelle
Doch schon Wasserströme laufen.
Ein verruchter Besen,
Der nicht hören will!
Stock, der du gewesen,
Steh doch wieder still!

… Herr, die Noth ist groß!
Die ich rief, die Geister,
Werd’ ich nun nicht los.

……………………………………………..
[1] Der Westen: „Zuwanderung ist die Zukunft“, 26.06.2009
[2] Der Spiegel: „Staat macht 509 Milliarden Euro neue Schulden“, 08.07.2009
[3] Johann Wolfgang v. Goethe: „Der Zauberlehrling“, 1797
[4] Der Tagesspiegel: „Kein Ende in Sicht“, 08.07.2009

4 Antworten

  1. Du sagst es im Beitrag selbst: 12000 Euro pro Nase – das ist, die vorhandenen Vermögen gegengerechnet, nix. Zu beachten ist doch, dass die Schulden des einen immer die Guthaben des anderen sein – es gibt ja keine Schulden, denen nicht Gutschriften gegenüberstehen.

    Gerade gelesen: Von Q1 2007 bis Q1 2009 hat sich das Verhältnis noch weiter verschlechtert. Es waren 10,96 Dollar neue Schulden nötig um 1 Dollar Wirtschaftswachstum zu erzeugen.

    Das ist katastrophal, solange aber irgendwer noch an besserung glaubt, lässt sich das Hütchenspiel immer weiter fortsetzen. Zurückgezahlt werden müssen die Schulden ja nur immer insofern, als dass es wichtig ist, die Gläubiger dahingehend zu bedienen, dass sie neue Kredite ausreichen.

    Gläubiger sind in Deutschland – über die Bundesfinanzagentur, eine kleine GmbH in Frankfurt, größtenteils die deutschen Staatsbürger, die Bundesschatzbriefe etc. kaufen. Historisch gesehen sind sie damit auf der sicheren Seite – irgendwann ist noch jede von einem deutschen Staatsgebilde ausgegebene Schuldverschreibung eingelöst worden.

    Da gibt es andere Länder, die das immer mal anders gehalten haben (z.b. in Südamerika, z.B. Russland). Aber selbst die schaffen es ja, sich Kredite zu organisieren.

    ich sehe da also kein Problem derzeit, zuletzt sind dem Steinbrück seine Emissonen zwar nicht gerade aus der Hand gerissen worde, glaube ich, aber die gewünschte Menge ist er immer losgeworden.

  2. das beispiel handelt natürlich von der USA

  3. Wer ist reicher als der hochverschuldete Staat? Welcher Gläubiger spekuliert zig Billionen in eine unsichere Zukunft?

    Du meinst also, die bestehende Generation gibt zusätzlich zu den Steuern einen Kredit, den dann vielleicht die Kinder- oder Enkelgeneration zurückerhält. Aber … wer kauft sich denn Bundesschatzbriefe? Noch nie gehört. Kenne nur Menschen, die handfeste Werte erwerben, alles mögliche … bloß keine Papiere mit wunderlichen Zahlen darauf.

  4. Bundesschatzbriefe sind Schuldverschreibungen künftiger Steuerzahler. Gekauft werden sie grösstenteils von Banken.

    Mit eigens zu diesem Zweck praktisch kostenfrei per Knopfdruck hergestelltem Giralgeld, und nicht etwa
    dort eingelagertem Kapital, wie man naiv vermuten könnte.

    Also für Null Gegenleistung seitens der Geldproduzenten, denen per systemischem Herrschaftsdekret das GeldMonopol gegeben wurde. International.

    Daher der fortgesetzte Inzest zwischen Politik und Banken,
    wie er derzeit immer anschaulicher wird.

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