Eil Merkel!

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Erinnert sich noch jemand an die „Front deutscher Äpfel“. Das waren von Politik und Medien gepämperte Spaßmacher, die vor einigen Jahren mit gefälschten NS-Fahnen (statt des Hakenkreuzes zeigten die einen Apfel) irgendwelchen NPD-Demonstrationen hinterhertrotteten. Lang ist’s her! Sang und klanglos sind sie abgetreten, ihrem Führer gefolgt.

Aber nun sie sind offenbar wieder auferstanden aus Ruinen, mit neuem Elan huldigen sie jetzt der GröKaZ, unserer Führerin Merkel. Seltsamerweise ohne weiteres Echo aus den Zwangsabgaben- und Wahrheitsmedien, lediglich RT-deutsch sendete eine Live-Übertragung von der heutigen „Eil Merkel!“-Demonstration. Ach ja, und die BLÖD-Zeitung merkt am Ende eines Jubelperserberichtes etwas verkniffen an:

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Aus etwa zweihundert Personen werden „einige Dutzend“ und aus einer gebrochenen deutschen Druckschrift eine „Runenschrift“. Ginge es um eine Gegenveranstaltung zur recht populären AfD, würde die Wahrheitspresse auch überregional schlagzeilen: „Hunderte Gegendemonstranten protestieren kreativ gegen …“ und heute-show oder extra3 oder wie die Regierungskomikformate alle heißen würden sich vor Schenkelklopfern und nassen Höschen nicht mehr einbekommen.

Aber sei’s drum: Es ist wunderschön, daß die „Front deutscher Äpfel“ wieder für deutsche Faschistenführer aufmarschiert, und wenn sie weiter so wächst wie bisher, dann kann die GröKaZ mit ihrem treuesten Gefolge im September einen fulminanten Reisparteitag abhalten. Und wenn nicht sie, dann die Type mit der Schnapsnase. Ein hundertfach durch die Straßen hallendes „Heil Schulze!“ ist eines GröKaZ mindestens ebenso würdig.

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Huldigt der GröKaZ!

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Shit for Schulz

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Jeder kann mitmachen. Die Inspiration kommt aus dem analdemokratischen Teil der USA.

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100 %

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Trumps Rede in Florida

Ich möchte ohne den Filter der Lügenpresse mit euch sprechen“, sagt US-Präsident Donald Trump zu tausenden Zuhörern in Florida. „Sie sind Teil des korrupten Systems.

Wenn Medien die Menschen belügen, werde ich sie niemals damit laufen lassen. Und ich werde alles mir Mögliche tun, daß sie nicht einfach so davonkommen. Die haben ihre eigene Agenda, und ihre Agenda ist nicht eure Agenda!

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Radikalisierung

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Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen warnt vor einer zunehmenden Radikalisierung der Identitären Bewegung“, schreibt Die Welt und postet das Konterfei eines schwer gezeichneten Mannes. Auf dem lastet die Bürde, die Rechts- und Verfassungsbrüche der Machthabenden zu  ignorieren und jene Minderheit zu stigmatisieren, welche Verfassung und Rechtsstaatlichkeit wieder eingesetzt wissen will. Dabei ist anzunehmen, daß auch er ursprünglich nur ein korrekter Verwaltungsbeamter im Dienst der Bürger sein wollte und seinen Job mit dem Anspruch antrat, die verfassungsmäßige Ordnung zu schützen.

Inwieweit wird sich die zunehmende Radikalisierung der Identitären bemerkbar machen? Werden deren Protestbanner jetzt noch größer und greller? Rufen sie auf ihren Demonstrationen noch lauter als früher nach sicheren Grenzen? Werden sie jetzt noch intensiver Heidegger und Jünger zitieren?

Zeitgleich zur Radikalisierungsbeschwörung – das liest man freilich nur in der österreichischen Presse – wurde ein aus der BRD stammender Steinewerfer identifiziert, der anläßlich einer in Wien stattfindenden friedlichen Demonstration der Identitären aus einer „Gegendemonstration linker Aktivisten“ heraus einen Stein in „die als rechtsextrem eingestufte Gruppe“ der Identitären geworfen hatte. Der schwerverletzte „Extremist“ überlebte auf einer Intensivstation, gegen den blutlüsternen „Aktivisten“ wird wegen Mordversuchs ermittelt.

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Die kriminellen Strukturen, in welchen sich derart mordlüsterne „Aktivisten“ tummeln, werden von machthabenden Parteien und Verbänden finanziert und gefördert. Doch auch nach dem linksextremistischen Mordversuch forderten und fordern die Identitären absolute Gewaltlosigkeit bei allen ihren plakativen Aktionen. Die „zunehmende Radikalisierung der Identitären Bewegung“ dürfte also trotz aller blutiger Provokationen ein Wunschgespinst interessierter Kreise bleiben.

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Experten-Expertise

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Für was der Brötchenschreiber Toralf Staud nicht schon alles Experte war: Für Mopeds, für Nazis, für das Klima … Nun ist er AfD-Extremismus-Experte und darf für DIE ZEIT hautnah vom Extremismuskongreß der AfD berichten. Den hatte die junge Partei organisiert, um Koryphäen wie den Dresdner Politikwissenschaftler Werner Patzelt, den Soziologen Uwe Kemmesies vom BKA, den dänischen Psychologen Nicolai Sennels, den Freiburger Staatsrechtler Dietrich Murswiek, den Trierer Theologieprofessor Wolfgang Ockenfels und die kurdischstämmige Friedensaktivistin Leyla Bilge zu Wort kommen zu lassen, wohl auch, um Extremismen erkennen und sich von diesen abgrenzen zu können.

Nur Toralf Staud durfte nicht reden, dabei wurde der schon sehr oft in der Wahrheitspresse als „Experte“ bezeichnet, so daß er eigentlich alle anderen mit seinen Expertisen überstrahlen könnte. Derart rücksichtslos degradiert beließ es Staud dabei, durch das Publikum zu schleichen und sich dessen Mimik und Gestik zu notieren. Völlig überfordert von dem Gedanken, daß Kritik etwas Befruchtendes sein könnte und man einem Kritiker für dessen Hinweise auch dankbar sein kann, wunderte sich der „Journalist“ schier fassungslos darüber, daß die AfD-Anhänger bei Patzelts Warnungen vor einer sich radikalisierenden AfD applaudierten und glaubt nun fest daran, die hätten seine Kritik nicht verstanden.

In irgendeiner Raucherecke aber fand Staud, wonach er suchte – einen Extremisten:

In der Raucherecke draußen vor dem Hoteleingang konnte man einen älteren Herrn – die Tagungsgäste waren fast ausschließlich Männer – von seinem Vater, von der Ostfront und von Volksdeutschen reden hören. Der Herr forderte, man müsse heutzutage Courage zeigen.

Konnte man hören! Irre! Ein alter, weißer Mann, womöglich heterosexuell, der den faschistischen Begriff „Volksdeutsche“ in den Mund nahm und Courage forderte! Das ist doch Extremismus hoch Zehn!

Aber natürlich bestand das gesamte Publikum aus Extremisten, so zumindest läßt sich die Aneinanderreihung von Belanglosigkeiten, Vermutungen und Verdächtigungen interpretieren, die Staud gegen üppiges Honorar an die nichtsahnende Postille aus Hamburg vertickte und die sich nun über den Löffel barbiert vorkommen dürfte. In den Kommentarspalten zumindest johlt und klatscht es über das Staud’sche Elaborat, daß einem der arme Tropf fast leidtun möchte. Aber der muß doch auch von irgendwas leben!

Wer jede Andersartigkeit als bedrohlich empfinde“, wer also Menschen wegen ihrer politischen Einstellung, wegen ihres Bewahrungswillens, ihres Patriotismus und ihrer Heimatliebe „anfeinde, der zeige Merkmale des Extremismus“, soll Politikwissenschaftler Patzelt.sinngemäß gesagt haben. Staud merkt an, daß „Extremismus nicht erst bei körperlicher Gewalt anfängt“. Da kann er sich an seine eigene Nase fassen, die ist lang genug. Und sich vielleicht einen Job suchen, für den er qualifizierter ist. Melker in der LPG beispielsweise oder Würstchenverkäufer in Würselen.

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