Arbeitssklaven

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Die kasernierten Fremden sollen zukünftig Grünanlagen pflegen, in Sozialkaufhäusern und Vereinen mitwirken oder den Betrieb in den Erstaufnahmeeinrichtungen aufrecht erhalten. Die Tätigkeit wird von der Kommune zugewiesen – die „Teilnahme“ [sic!] ist dann „verpflichtend und kann mit Leistungsentzug sanktioniert werden“. Der Import billiger Hilfsarbeiter zur Unterschreitung des Mindestlohnniveaus scheint sich damit zu rentieren:

Für das laufende Jahr bekommt Hessen vom Bund rund 5,5 Millionen Euro, im kommenden Jahr rund 16,6 Millionen Euro. Davon können … pro Jahr mehr als 7.000 Asylbewerber beschäftigt werden. Pro Stunde verdienen sie 80 Cent.

Rechnet man das aus, dann können diese teilnehmenden Asylforderer ab 2017 rund um die Woche inkl. Sonn- und Feiertagen acht Stunden für 6,40 Euro am Tag arbeiten. Bei einer Fünftageswoche müssen sie fast 11,5 Stunden am Tag maluchen, für dann 9 Euro Entgelt am Tag. Wen wundert es, daß sich Manchester-Kapitalisten aller Couleur angesichts dieses fleißigen, billigen und unerschöpflichen Sklavenangebotes die Finger lecken.

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Bild oben: Negerboy Mbumba träumte von einer Zukunft als Atomphysiker mit Kurzarbeit, Villa, Frauen und schnellen Autos, so wie er es aus der Serie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ kennt, die er auch in Kenia via Smartphone empfangen konnte. Nun darf er erst einmal die Fäkalien vom letzten Christopher Street Day (Bild unten) und die Kondome von Bernd und Dieter wegräumen, die auch gern Sklaven wären, diesbezüglich aber immer noch gegen masochophobe Diskriminierung und Unterprivilegierung ankämpfen müssen. 

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Märchenpresse

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Eine Tagesspiegel-Korrespondentin berichtet über den Wahlsonntag in Berlin, welchen sie in der Abflughalle eines Pariser Flughafens verbrachte, einer Stadt, in der selbst „Marine Le Pens Front National nur 12 Prozent“ erreicht:

Um genau 18 Uhr kleben alle Augen auf den Smartphones. Die ersten Schätzungen der Berliner Wahl kündigen sich an. Ein Schaudern geht durch die Schlange, als blase ein eiskalter Windstoß durch die Halle. 14 Prozent! Die Zahl wird zwischen den Wartenden weitergereicht, geflüstert wie bei Stille Post.

Dumm nur, daß die ersten Hochrechnungen von infratest dimap um 18 Uhr die AfD bei 11,5 Prozent sahen, auch die ersten Hochrechnungen der ARD bis 19 Uhr wiesen lediglich 11,7 Prozent aus. Erst nach 21 Uhr kletterte die neue Partei auf über 14 Prozent. Wie das Endergebnis bereits „um genau 18 Uhr“ auf allen Smartphones eines Pariser Flughafens erschienen sein kann, wird wohl ewig das Geheimnis der Tagesspiegel-Korrespondentin Pascale Hugues bleiben. Aber das Märchen liest sich herzzerreißend nett, die Journalistin ist immerhin auch Schriftstellerin.

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Hetze

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Doppelmoral

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Als am letzten Sonntag die Wahrheitspresse bereits damit beschäftigt war, die vor Jahren bei Facebook abgegebenen Busen-Likes und Schwulismus-Bashings künftiger AfD-Abgeordneter zusammenzuklauben, um diese damit als „rechtsextremistisch und homophob“ diskreditieren zu können, wählten immerhin 471 Berliner einen homosexuellen Medienliebling vom Typus „adipöser Müllmann“, der gerade seinen frisch mißbrauchten Sexpartner „Wuschelkopf“ hingerichtet und blutüberströmt in seiner Wohnung herumliegen hatte, als Direktkandidaten für das Abgeordnetenhaus:

Offenbar hatte Claus-Brunner den getöteten Mann in der Vergangenheit gestalkt. Nach der Trennung von seinem langjährigen Partner, einem Diplom-Psychologen, habe sich Claus-Brunner in den jungen Mann verguckt … Die Polizei fand die Leiche nackt und mit Kabelbindern gefesselt. Ermittler sprachen von einem „schaurigen Bild“.

Dabei ließ der  Kader der Piratenpartei bereits vor mehr als einem Jahr auf seinem Twitteraccount „Deuterium“ seinen Mord- und Gewaltphantasien freien Lauf – was der Presse mit Ausnahme der JF seinerzeit kein Sterbenswörtchen Wert war:

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Während also alle Kettenhunde und Spürnasen des Propagandakartells auf das AfD-Bashing nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus lauerten, schleppte ein blutgeiler Mörder und Parlamentsabgeordneter der linken Parteien unbeobachtet seinen abgemurktsten Loverboy quer durch Berlin. Die Presse – auf dem linken Auge blind… Aber wen wundert das noch?

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Tod auf Latschen

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Sehr geehrter Herr uwe987, Sie beschweren sich, daß die Westdeutsche Allgemeine Zeitung Ihren sachlichen Kommentar gelöscht hat und glauben, daß ein Fünftel der WAZ-Leser AfD-Wähler sein dürften, die ihr Abo bei der Gazette kündigen könnten. Trösten Sie sich, höchstwahrscheinlich sind gegebene und potentielle AfD-Wähler als Lesekundschaft bereits abgewandert, das zumindest läßt der jährliche Auflagenrückgang der WAZ mit 4 bis 5 Prozent vermuten, der doppelt so hoch wie im Marktdurchschnitt ist. Seit 1998 hat sich die Auflage halbiert und es ist nicht absehbar, warum sich diese einzige positive Entwicklung, die das Blatt vorweisen kann, ändern sollte. Also schenken Sie doch der WAZ nicht zu viel Aufregung, lassen Sie diese mitsamt ihren übriggebliebenen Kommentatoren bitte in Frieden sterben. Amen.

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Internet-Stasi

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Bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin war es Kay Nerstheimer, der mit 26 % das erste Mandat für die AfD in einem Wahlkreis des Bezirks Lichtenberg gewann. Und sogleich durchleuchtete die Internet-Stasi sein Fakebook-Profil nach diskreditierendem Material.

Um über „die fragwürdigen Vorlieben von Kay Nerstheimer“ zu schlagzeilen, wurden vor allem „die von ihm in den letzten Jahren gelikten Fotos“ durchforstet. Das Bums- und Busenmagazin STERN fand wohl auch eine Menge obszöner Dinge, die der AfD-Wahlsieger vom heimischen PC im vermeintlichen Schutze gefühlter Privatheit irgendwann einmal mit „Gefällt mir!“ bewertet hatte: „Sieht man sich seine Facebook-Vorlieben an, stößt man vor allem auf große Brüste, Soldaten und einen höchst bedenklichen Like. … Unter Nerstheimers Likes befinden sich jede Menge Postings von Panzern, Soldaten und halbnackten Frauen“. Das Boulevardblatt, das zum Beweis einige Fakebook-Screenshots dieser halbnackten Frauen mit großen Brüsten gleich mitliefert, konnte unter den Likes sogar „ein Bild entdecken, das den ehemaligen Staatsratsvorsitzenden der DDR, Erich Honecker, beim Handschlag mit Soldaten offenbar der Nationalen Volksarmee (NVA) zeigt“.

Das alles ist tatsächlich empörend. Um nacktes Frauenfleisch zu sehen, hätte dieser Nerstheimer auch den STERN abonnieren können. Diese frivol bedruckte Gazette hat es im Konkurrenzkampf mit der Bilderwelt des Internets schließlich auch nicht einfach:

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Der AfD-Wähler

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Kurz nach der Abgeordnetenhaus-Wahl in Berlin begrüßen wir im eulenfurz-Studio Prof. H.-J. Flunker von der Humboldt-Universität Berlin. Er hat seit etwa 10 Jahren die AfD im Visier und ihre Wähler erforscht, er hat auf diesem Gebiet promoviert und gilt daher als ausgewiesener Rechtspopulismus-Experte. Guten Tag, Herr Flunker.

Prof. Flunker: Guten Tag.

eulenfurz: Herr Flunker „Der AfD-Wähler – das unbekannte Wesen“ … Aber so unbekannt ist er uns gar nicht mehr, oder?

Prof. Flunker: Wir wissen über ihn, daß es sich um einen adipösen, männlichen Hauptschüler zwischen 40 und 60 handelt, arbeitslos, bewegungsunfähig, wohnhaft auf dem platten Land in einem DDR-Plattenbau, welcher bei Facebook Haßkommentare abläßt, Putin verehrt, Pornos glotzt und unsere öffentlich-rechtlichen Medienanstalten verabscheut.

eulenfurz: Also den Inbegriff eines kulturlosen Rassisten?

Prof. Flunker: Exakt so, wie man ihn sich vorstellt: bleich, kariös, mit Bierflasche und Mundgeruch, von Haß und Neid und Achselschweiß gezeichnet, aber unfähig, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen.

eulenfurz: Früher hat der aber doch tendentiell Die Linke gewählt?

Prof. Flunker: Die hat ihn quasi zivilisiert, so wie den Gorilla in einem Zoo. Nun ist er frei.

eulenfurz: Aber er war früher schon Rassist?

Prof. Flunker: War aber eingehegt von den Forderungen der Linken, auch mit den Ärmsten und Gebrechlichsten der Welt den Wohlstand der Reichen zu teilen, also mit den Millionen Greisen, Frauen und Kindern, die da – durch zum Glück offene Grenzen – zu uns kommen, um gemeinsam mit ihnen bedingungsloses Grundeinkommen, Kurzarbeit, Eigenheim und schnelle Autos zu erhalten, also mit von einer sozialeren Welt zu partizipieren.

eulenfurz: Wer soll das bezahlen, Grundeinkommen, Autos, …?

Prof. Flunker: Beispielsweise die FDP-Wähler. Die haben genug Geld und die werden immer mehr!

eulenfurz: Stimmt, für Einwanderung sind die ja auch …

Prof. Flunker: … aber die wollen an der Grenze in nützlich und unnütz selektieren, und so geht man mit Menschen nicht um. Oder um mit der Kanzlerin zu sprechen: „Dann ist das nicht mehr mein Land!“ Schließlich sollen die syrischen Facharbeiter die Renten der treuen SPD- und CDU-Wähler erarbeiten.

eulenfurz: Gut, wir wissen also, daß der durchschnittliche AfD-Wähler minderbemittelt und niederträchtig ist. Das Führungspersonal aber besteht doch vornehmlich aus Akademikern und Unternehmern. Wie paßt das zusammen?

Prof. Flunker: Das sind die Rattenfänger, so wie 1933. Chefhetzer Goebbels hatte auch einen Doktortitel.

eulenfurz: Und Sie sind Professor?!

Prof. Flunker: Aber ich bin auf Grund meiner zuverlässigen Zuarbeit für zivilgesellschaftliche Initiativen in meine wissenschaftliche Anstellung gekommen.

eulenfurz: Ah ja. Zurück zum AfD-Wähler. Der hat ja seinen humanistischen Gegenpart…

Prof. Flunker: … genau: Die urbane, hochintelligente, schlanke, vegane, junge Studentin der Sozialwissenschaften, blond und hübsch mit großen, blauen Kulleraugen und einem weiten Herz. Die hat betuchte Eltern aus gutem Hause, wählt grün und trinkt Bionade, feiert locker auf multikulturellen Partys bei DJ Bombo, lächelt immer und raucht nur manchmal einen Joint. Sie genießt das Leben und benötigt keine Vorurteile zum Glücklichsein. Im Zweifelsfall weiß sie, daß sie nicht den Flüchtlingen die Schuld geben darf, wenn sie von einem Refugee vergewaltigt wurde, sondern dem deutschen Patriarchat, also dem Vater des typischen AfD-Wählers.

eulenfurz: Ein AfD-Polemiker würde jetzt wohl zerknirscht behaupten: Was weiß die denn schon vom Leben, vom Steuerzahlen, vom Abgehängt-Sein, vom Konkurrenzkampf um bezahlbare Wohnungen und Kindergartenplätze oder einfach nur vom Wunsch nach geringeren Abgabenlasten der Tüchtigen und gesichertem Alimentierungswunsch der Abgehängten? Der reagiert doch eher abfällig, wenn es um die urbanen Eliten und ihr angebliches Abgehobensein geht.

Prof. Flunker: Sehen Sie, da hat er schon wieder Vorurteile, der beschränkte AfD-Wähler. Er kommt an das, was chic und schön ist – nämlich vegan zu essen und dabei Tiere zu schützen, jungen Flüchtlingen den Lieblingsteddy zu schenken, bei moderner Kunst in verzücktes Staunen zu geraten oder zum Kultur-Urlaub zu den Eingeborenen Balis zu fliegen – einfach nicht heran. Der hockt lieber mit fettigem Haar und halbleerem Bierkasten vor der staubigen Reihengarage seines Wohnblocks, verbrennt Trabireifen und Penny-Werbung und vertilgt ein Eisbein nach dem anderen.

eulenfurz: Aber ist es nicht so, daß doch die Abgehängten am ehesten Grund hätten, gegen das Establishment zu wählen, während die Erfolgreichen, die von ihm profitieren, keinen Grund zu dessen Abwahl haben? Von daher ist die Wählerverteilung doch verständlich, oder? Im NS waren doch die feschen Jungmädels auch die treuesten Hitler-Anhänger_innen, …

Prof. Flunker: … also hören sie, dieser Vergleich verbietet sich wohl …

eulenfurz: … der auch Vegetarier war und die Welt vom angeblich Bösen befreien wollte, quasi als Verführer …

Prof. Flunker: … halt, halt, halt! Soziologisch mag das stimmen, aber diesmal ist die Kanzlerin wirklich für das Gute! Pionierehrenwort!

eulenfurz: Gut, abgenommen. Wie aber, um doch noch einmal darauf zurückzukommen, erklären Sie sich den Wandel des CDU-, SPD- oder Linken-Rassisten zum AfD-Rassisten?

Prof. Flunker: Er hat sich offenbar jahrelang versteckt und wittert nun Morgenluft.

eulenfurz: Haben die teuren Programme gegen Rechts versagt?

Prof. Flunker: Welche meinen Sie, die Fernsehprogramme?

eulenfurz: Die auch …

Prof. Flunker: Das ist uns unerklärlich. Seit Einführung der Demokratieabgabe zur barrierefreien Lieferung von Regierungspropaganda hat sich das Problem nur noch verschärft, da sind wir ratlos. Anstatt nun erst Recht dankbar zu sein für das Unterhaltungsangebot und den Anweisungen der Regierung zu folgen, wenden sich gerade und insbesondere die Minderbemittelten ab und wählen das, was sie nicht wählen sollen. Keine Strategie verfängt da.

eulenfurz: Aber Sie sind doch der Rechtspopulismus-Experte schlechthin. Was machen wir also gegen die tumben Feinde unserer Demokratie?

Prof. Flunker: Als erstes natürlich jeden Auffälligen bei unserer unermüdlichen Tugendwächterin Anetta Kahane melden, um das Weitere kümmert sich dann Genosse Heiko. Aber nicht nur auf den Nachbarn oder den Kollegen muß man achten, sondern auch und vor allem auf sich selbst: Habe ich wirklich verinnerlicht, was unsere Kanzlerin Merkel auf dem letzten Parteitag gefordert hat? Arbeite ich in meinem Betrieb fleißig für die Erfüllung des Jahresplanes, die Steuereinnahmen zu erhöhen? Was will ich in meinem Kollektiv an politischer Weiterbildung leisten? Kann ich mich bei der Betriebswandzeitung engagieren, vielleicht mit einer Bilderreihe von Mister Obama? Habe ich heute schon ARD und ZDF gesehen und dem Wort zum Sonntag geglaubt? Gebe ich alles dafür, dem großen „Wir-schaffen-das!“ zum seligmachenden Endsieg zu verhelfen? … Und vieles mehr! … Der Glaube an die Wunderwaffe der Kanzlerin wird das Unmögliche möglich machen und das AfD-Untermenschentum ausmerzen helfen!

eulenfurz: Danke, Herr Prof. Flunker, das waren mahnende Schlußworte. Prof. H.-J. Flunker von der HU Berlin, Rechtspopulismus-Experte, Interviewfachkraft und Untermenschenforscher, war heute bei uns im eulenfurz-Studio. Wir danken Ihnen!

Prof. Flunker: Ich habe zu danken.

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Bild oben: Bereits vor Jahrzehnten begann die Züchtung von zukünftigen AfD-Wählern in Plattenbrutbauten. Hier beim Festung-Europa-bauen im Sandkasten.

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