Anfang und Ende

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Melissa S. offenbar von Syrer Mullham D. erstochen. Mittlerweile geht sowas im Grundrauschen unter. Keine Empörung, keine Konsequenzen, keine Blumenmeere … Normalität. Die Ermordeten bleiben mehr und mehr gesichtslos, sicherlich auch bald namenlos.

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Kein Kakao

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Wer gegen die AfD kämpft, ringt mit dem Teufel“, so oder so ähnlich hatte bereits Julius Streicher die Kampfansage gegen „das Böse, Schlechte und Gemeine“ formuliert. Unterstützt wurde er dabei von der christlichen Kirche, der SAntifa und Kölner Karnevalsvereinen.

Leider, und das ist tragisch, sind zur Dokumentation der Abscheulichkeit des Faschismus und Antisemitismus keine Bilder überliefert, auf welchen der Gauleiter Westmark grinsend mit einem Kind abgebildet ist, das ein Plakat mit der Aufschrift „Kein Kakao für Juden!“ hochhält. Gewiß wäre das in allen Geschichtsbüchern abgebildet, zur Warnung und Mahnung, wohin Ausgrenzung führt, und zur Versinnbildlichung dessen, was politischer Kindesmißbrauch beinhaltet.

Aber was nicht ist, kann immer noch nachgeholt werden. Mit deutscher Gründlichkeit und besser als je zuvor. Schließlich haben wir aus der Geschichte gelernt.

Bild oben: Gauleiter_in Hannelore hielt eine Rede zum Thema „Die AfD ist unser Unglück“. Auch die jüngsten  Pimpf_innen waren hellauf begeistert.

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Sympathieverkettung

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50.000 Lebewes_innen waren für den Anti-AfD-Aufmarsch angesagt. „Mehrere Tausend“ – einige sprechen auch von „10.000“ – kamen. „Tausende protestieren friedlich“, schlagzeilt beispielsweise RP ONLINE. Es wurden auch nur mehrere Polizisten verletzt.

Man stelle sich vor: Bei einer PEGIDA-Demonstration hätten sich einige Hundert Rowdys zum Randalieren abgekoppelt und mehrere Polizisten verprügelt. Ob die Sächsische Zeitung dann ebenfalls geschlagzeilt hätte: „Tausende protestieren friedlich“? Die Frage kann sich jeder selbst beantworten.

Warum bedeutend weniger kamen als angekündigt? Möglicherweise waren sie doch von einer Ansage Michael Klonovskys berührt:

Wenn ein paar Nafris ihren Weibern elanvoll an die Wäsche gehen, stehen die braven Kölner mit angelegten Ohren daneben und schauen ergriffen zu. Aber wenn die AfD tagt, rotten sie sich in hellen Haufen zusammen, um gegen die einzige Oppositionspartei dieses Landes zu protestieren.

Was für eine Heldenstadt ist doch unser großes, heiliges Kölln!

Selbstredend macht gerade ihr Kuschen vor echten Kriminellen, gegen deren Import sie nicht protestiert und an die sie Teile ihrer Stadt verloren haben, unsere Engagierten in ihrem zivilgesellschaftlichen Meutenmut erst so richtig scharf; es handelt sich um eine reine Ersatzhandlung von Courage-Simulanten, denen die eigene Feigheit mindestens unterbewusst peinlich ist.

Ginge von der AfD auch nur die geringste Gefahr aus, wir hörten keinen Mucks von diesen Wichten.

Mit diesen knappen Worten wäre der Psychoanalyse des Duckmäuser- und Untertanentums Genüge getan. Es sei aber auch angemerkt, daß nach der Nafri-Silverstervergewaltigungsparty vor mehr als einem Jahr sich immerhin um die 5.000 Menschen zusammenfanden, um nach einigen von Presseleuten initiierten Böllerwürfen ihre Gegendemonstration untersagt zu bekommen. Korrigiert man über die gewohnten Zahlenmanipulationen, so werden es heuer soviel Anti-Meinungsfreiheitsdemonstranten gewesen sein, wie seinerzeit Anti-Vergewaltigungsdemonstranten.

Nebenbei erfährt man aus der Wahrheitspresse, daß der bayerische AfD-Chef Petr Bystron vom für ihn zuständigen Landesverfassungsschutz beobachtet wird. Begründet wird das damit, daß Bystron angeblich mit der Identitären Bewegung sympathisiere. Diese wiederum wird vom Verfassungsschutz beobachtet, weil es angeblich „personelle Überschneidungen“ zwischen „Identitären und Rechtsextremisten“ gäbe. Die Identitären weisen schon seit Längerem jeden Extremismus von sich, bekennen sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung und fordern die Wiedereinführung des Rechtsstaates, unter anderem durch die Ausweisung von illegal Eingewanderten oder die Eindämpfung des radikalen Islamismus.

Galt in den besseren Zeiten des Mittelalters noch, daß, wenn man ein Bekenntnis abgegeben hatte, die Gnade des Herrschers erhielt, so ist das heute anders: Es gilt der Verdacht, der jedem übergestülpt wird, welcher den Machthabern irgendwie im Wege stehen könnte. Andererseits sollte man sich auch von einer romantischen Vorstellung mittelalterlichen Edelmutes nicht trügen lassen: Wenn einige Untertanen in kohlhaas’scher Dickköpfigkeit konsequent auf die Umsetzung einer alten kaiserlichen Bulle verwiesen, Ihro Majestät aber mittlerweile eine ganz andere Agenda verfolgt und die Bulle nach Gutdünken neu auslegt, so wären die Querulanten gewißlich ebenfalls in Ungnade gefallen. Hinsichtlich des Verhältnisses zwischen Obrigkeit und Untertanen funktioniert die realexistierende Demokratie also offensichtlich ähnlich, wie andere unaufgeklärte Zeitepochen vor ihr.

Wenn man die Kausalketten von Beobachtung und Stigmatisierung fortführt, so ergibt sich folgendes Bild: Die Identitären werden überwacht, weil sie angeblich mit dem Rechtsextremismus sympathisieren, ein AfD-Chef wird überwacht, weil er angeblich mit den Identitären sympathisiert. Konsequenterweise wird demnächst jeder überwacht, der mit Petr Bystron sympathisiert, dann werden die überwacht, die mit Bystrons Sympathisanten sympathieren usw. usf.

Eine inhaltliche Erklärung mit dezidiertem Hinweis, welche Grundsätze der freiheitlich-demokratischen Grundordnung die Betroffenen vermutlich aggressiv-kämpferisch beseitigen wollen, also warum sie überhaupt überwacht werden, erübrigt sich mit der Sympathieverkettung. Deutschland im Jahr 2017.

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SPD-Literatur

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Ein SPD-Mitglied hat ein Buch geschrieben. Eine intellektuelle oder literarische Meisterleistung war dabei sicherlich nicht zu erwarten. Erstaunlich deshalb umso mehr, was am Ende herauskam: Das erste Buch eines SPD-Mitglieds, das ohne Brechreiz zu bewältigen ist.

Allerdings ist es ein Plagiat, exakt das Gleiche wurde nämlich schon einmal in den USA veröffentlicht. Pro verkauftem Buch erhält der Autor 3 Cent. Viel Hoffnung auf einen großen Gewinn macht er sich allerdings nicht: „Sollte ich irgendwann einen Euro damit verdient haben, spende ich es an eine Organisation, die sich gegen Rechts einsetzt.“ Er sollte das Geld lieber für den drohenden Plagiatsprozeß aufsparen.

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Eierdiebe

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Bochum, eine der schönsten und buntesten Städte der BRD, hatte sich für seine Kinder eine besonders liebe Osterüberraschung einfallen lassen: „In einem Park hatte die Stadt Bochum 5000 Ostereier versteckt. Doch Diebe stahlen sie am frühen Morgen – alle. Zurück blieben untröstliche Kinder.“ Viele Kinder verließen weinend den Stadtpark.

Vermutet wird, daß das gesamte Eierkontingent von jenen mitgenommen wurde, die wertvoller als Gold sind, und von einigen Kommentatoren darob als „Goldhasen“ bezeichnet werden. Sicherlich, das Land hat sich verändert, aber wie würde Fräulein Göring sagen: „Das ist gut so.

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Wühlarbeit

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Des Brezels Frau Ke, anno dunnemal ganz taff bei Podiumsdiskussionen und überall, stammelte während ihrer Weihnachtsansprache 2016, daß es nur so verwundern konnte. Hatte man ihr zugesetzt? Gut, vielleicht waren es auch nur Hormonschwankungen, welche die Feinmotorik beeinträchtigen, welche aber nach einigen Monaten wieder verflattern.

Was jedoch seitdem vonstatten geht, ist das gezielte Diskreditieren der zunächst hoffnungsvollen Alternative von innen her nach dem Prinzip, verbrannte Erde zu hinterlassen. Induzierte Flügelkämpfe zwischen gleichermaßen wichtigen Konservativen und Liberalen sollen den Blick auf das gemeinsame Wollen vernebeln. Möglicherweise – und dieser Begriff impliziert natürlich nur eine Vermutung – ist das Ziel, die Partei bis zum September unter die 5-Prozentmarke zu drücken.

Wer Höcke mit Hitler vergleicht und begnadete Redenschreiber hintergaunert, übernimmt und untermauert die Agitprop einer niederträchtigen Medienmafia, die Ausdünstungen bezahlter Worthülsenexperten und die Wühlarbeit parteipolitisch mißbrauchter Geheimdienste. Womöglich winkt nach getaner Arbeit ein Pöstchen in einer mit einem blauen Auge davon gekommenen Partei, begründet mit dem Argument, in einer dann entweder völlig zerstrittenen Loser-Miniaturpartei oder einer doch noch etwas kräftigeren so dargestellten Nazifaschohitlerrabaukentruppe hätte ein ambitioniertes Traumpärchen mitsamt seinen Gefolgshanseln ja doch keine Zukunft.

*Verschwörungstheorie on* Alles läuft rechtzeitig wieder nach Plan und die Einkäufer dürften sich der Entwicklungen freuen. Den anderen bleibt zu hoffen, daß des Prinzenpärchens Handwerk alsbald gelegt ist und diesem angesichts eines doch noch rechtzeitig mißlungenen Wühlens auch die Erfolgsprämie verwehrt bleibt. *Verschwörungstheorie off*

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Nachtrag: Die Erklärung Michael Klonovskys lasen wir erst kurz nach unserer oben diktierten Vermutung – welche damit, zumindest in ihren Symptomen, bestärkt wird.

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Braune Krähen

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Ein Bernhard Vit stellte die despektierliche Frage: „Warum gibt es eigentlich in Budapest keine Anschläge?“ Claudia Freitag hat darauf die richtige Antwort: „Weil die eine braune Krähe der anderen kein Auge aussticht?

Aushacken meint sie wohl, aber die intellektuelle Leistung ist dennoch beachtlich: In faschistischen Ländern ohne einen nennenswerten Anteil an Moslems wie Japan, Ungarn oder Polen gibt es deswegen keinen islamischen Terror, weil faschistische Islamisten mit den faschistischen Diktatoren unter einer Decke stecken. Beide Gruppen haben es mit ihrem häßlichen Haß lediglich auf die buntfröhliche Zivilgesellschaft abgesehen.

Aber wir lassen uns die Partylaune nicht vermiesen, wollen weiterhin friedlich unseren Fußball und GNTM genießen und in den Fernsehsessel furzen!

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W E R B U N G

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