Der Stürmgel

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Wer Artikel des Linksaußen-Wochenblattes SPIEGEL liest, die Hetze, die Diffamierungsabsichten,  die Wortwahl, wird unweigerlich an den STÜRMER erinnert.

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Rezession im Netz

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Zur neuen Verkaufsstrategie des Online-Händlers „Sezession im Netz“ hat Karl Eduard seinen passenden Sermon abgegeben. Um den Zug der konservativen Revolution besteigen zu dürfen, muß fortan eine Bahnsteigkarte gelöst werden.

Waren wir hin und wieder gern mit kleinen Spenden und Gefälligkeiten behilflich, irgendwelche Sonderzüge jenes Bahnhofs auf’s Gleis zu bringen, so sehen wir nun die fröhliche Gesellschaft ohne uns davonreisen. Wir müssen zugeben, daß uns das Nachwinken ein etwas verkniffenes Lächeln abringt.

Umso mehr ergibt sich jetzt die passende Gelegenheit, sich vom Netzverkehr der konservativen Blogosphäre auch in jener Form eines wohlgefälligen Trabanten etwas zurückzuziehen und sich auf lebensechtere Dinge zu konzentrieren, welche ebenfalls als Aufgaben bewältigt werden wollen. Von daher bitten wir unser verehrtes Publikum, nicht allzu hoffend und harrend auf eine Fülle zukünftiger Vorstellungen zu warten.

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Stumme Zeugen

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Ein Polizist traut sich, die Wahrheit über den Alltag migrantischer Kriminalität mitzuteilen, weil er sowieso kurz vor der Pensionierung steht und die totalitäre Rassismuskeule nicht wirklich fürchtet. Aber er spricht für viele, die es in einer Diktatur nicht mehr wagen, das offene Wort zu ergreifen. Ein Meer von Blumen, dem Mutigen von vielen zum Schweigen Verdammten zugestellt, sind stumme Zeugen grotesker Zustände, aber auch ein schönes Bild friedlichen Protestes.

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Dauert noch

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Es ist für den Staatsfunk ein schwieriges Unterfangen, regimetreue Bots laufende Jubelkommentare unter die Propagandameldungen absondern zu lassen, um der zwangszahlenden Konsumentenschaft Paroli zu bieten. Zwar sitzen in den Gender-Fakultäten der Universitäten genügend steuergeldbezahlte Trolls, die den ganzen Tag herrschende Ideologie ins Internet verströmen könnten, doch sind diese den in sozialen Medien randalierenden Pegida-Dumpfbacken intellektuell meist unterlegen. Die Schließung der Kommentarfunktion für das Zahlvieh sollte aber nur ein vorübergehendes Problem sein, denn schon bald können sich Kohorten von Neodeutschen aus Afrika als billige Kommentar-Skribenten betätigen.

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Foltergeist

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Spiegel-Cover

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Der salbadernde SPIEGEL-Konservative (welch ein Oxymoron!) Jan Fleischhauer setzt wohlfeile Worte zu dem neuesten Cover seiner Gazette:

Darf man Angela Merkel in der Pose eines Bücherverbrenners des Grundgesetzes zeigen? Viele Menschen, die am Wochenende das Titelbild des SPIEGEL sahen, fanden es richtig. Andere hat es empört. „Bei aller Freude am Polemisieren, aber so ein Cover geht gar nicht, vermutlich sehen Sie das ähnlich“, schrieb mir ein Kollege aus Berlin.

Ehrlich gesagt, ich war unsicher, wie ich es sehen sollte. Merkel ist wirr im Kopf, kindisch, autoritär, rachsüchtig, vielleicht ist sie sogar ein bisschen verrückt. Aber bislang hat sie niemanden ihrer Kritiker einsperren oder hinrichten lassen. Es ist auch noch keine oppositionelle Organisation verboten worden und keine Facebookseite vom Netz gegangen, obwohl sie Teile der sozialen Medien dauernd als lügenhaft und populistisch beschimpft.

Es gibt viel Konkretes, was man Merkel vorwerfen kann, von der illegitimen Griechenlandfinanzierung bis zum Bruch des Schengener Abkommens. Das ist schändlich, keine Frage, weil sie dem deutschen Volk Schaden zufügt. Aber muss man die deutsche Kanzlerin deshalb mit dem brennenden Grundgesetz in der Hand abbilden? Das war der Gedanke, der mir durch den Kopf ging. …

Wir müssen uns an den Gedanken gewöhnen, dass Merkel nicht nur eine Rassistin und Volksverräterin ist. Dass sie das zu sein scheint, ist bedauerlich, aber damit ließe sich leben. Die deutsche Kanzlerin ist eine Feindin der Demokratie und ihrer Institutionen – das unterscheidet sie von allen ihren Vorgängern im Amt. Wenn sie von sich glaubt, dass sie den wahren Volkswillen verkörpert, kann sie die Gewaltenteilung nur für Mummenschanz halten. Oder schlimmer noch: für einen Betrug an der Mehrheit des Volkes, die sie repräsentiert.

Das Bürgertum hat schon einmal den Fehler gemacht, sich die Feinde der Freiheit schönzureden, von diesem Fehler hat es sich lange nicht erholt. Es sieht so aus, als ob man den Fehler nicht wiederholen möchte. Ich will damit nicht Merkel und Hitler auf eine Stufe stellen. …

Das Titelbild des SPIEGEL zeigt nicht, was ist, sondern was sein wird, wenn sich der Merkelismus weiterhin Bahn bricht. Wer an Freiheit und Demokratie hängt, kann nur beten, dass die demokratischen Institutionen stärker sind als ihre Verächter.

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Herzliches Beileid

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