Der Ausstieg

Dr. Maximilian Krah ist Rechtsanwalt und lebt in Sachsen. Er selbst beschreibt sich als eingeborenes CDU-Mitglied und trat bereits 1991 in die Junge Union ein. Nach über 25 Jahren in der Union entschied er sich für den Austritt aus der Partei und stellte kurz darauf den Antrag für eine Mitgliedschaft in der AfD. Gegenüber RT erläutert Dr. Krah seinen Schritt und erklärt warum er und die ebenfalls aus der CDU ausgetretene Erika Steinbach nur die Spitze einer viel größeren Bewegung sind.

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Hetzrede

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Die Rechtsextremisten schimpfen über Björn Höcke, weil er „die Schande“ als offenkundige Begebenheit ansieht und dementsprechend negativ konnotiert, die Linkssextremisten schimpfen, weil er  den Mißbrauch „der Schande“ kritisiert. Es allen Menschen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.

Michael Klonovsky schreibt hierzu:

… Dass die Shoa die größte Schandtat der deutschen Geschichte gewesen ist, steht ja ohnehin außer Frage. Höcke hat zunächst nichts weiter getan, als den Status quo beschrieben. Oder? Ich habe mich zu diesem närrischen Bau wiederholt geäußert. Er soll nicht an die Opfer erinnern, sondern an seine Erbauer. Er rührt niemanden und nutzt niemandem außer den Erbauern und deren Image. Es ist ein Denkmal für die Großartigkeit der sogenannten deutschen Erinnerungskultur, eine egozentrische Selbstfeier der angeblichen Mahner, die sich ihren … schlimmsten aller Völkermorde von niemandem streitig machen lassen wollen. …

Dabei dürfte den Linksextremisten der Völkermord an sich herzlich gleichgültig sein, denn sie haben ebenso wenig Bezug zu den durch ihn Ermordeten und Gequälten, wie zu denen anderer Völkermorde, etwa den Indianern, Armeniern, Hutus, chinesischen Intellektuellen, ausgehungerten Ukrainern usw., zumal viele von ihnen ihre Identität als Deutsche (und damit Nachfolger einer Vorgängergenerationen) explizit verneinen.

Der Holocaust dient ihnen allein zur Machtabsicherung und wird dazu mißbraucht, den politischen Gegner in eine absurde Verbindung mit ihm und seinen Organisatoren zu bringen (und den Völkermord damit quasi auch noch zu relativieren). Ehrliches Gedenken und ein Handeln in Verantwortung sehen anders aus!

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Denkmal der Schande

Wer noch nicht einmal die Begrifflichkeit eines „Denkmals der Schande“ von einem „das Denkmal ist eine Schande“ zu unterscheiden befähigt ist, sollte besser auf’s Moralisieren verzichten.

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Völlig geschmacklos

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Auf der Seite eines AfD-Kreisverbandes bei Nürnberg ist es nach einem Facebookpost zum Eklat gekommen“, behauptet die Neue Osnabrücker Zeitung. Ein nicht verifizierter AfD-Kreisverband warb mit dem Porträt der NS-Widerstandskämpferin Sophie Scholl, Mitglied der Gruppe „Weiße Rose“, mit dem Zitat: „Nichts ist eines Kulturvolkes unwürdiger, als sich ohne Widerstand von einer verantwortungslosen und dunklen Trieben ergebenen Herrscherclique ‚regieren‘ zu lassen“ und der Behauptung „Sophie Scholl würde AfD wählen“. Ob sie das würde, wissen wir nicht, aber wir wissen auch nicht, ob sie es nicht würde.

Das Problem an diesem Post: Zum einen gilt Sophie Scholl als Ikone des Widerstands. Sie steht für Freiheit und Offenheit und passt deshalb aus Sicht vieler nicht zu den Vorstellungen der AfD von geschlossenen Grenzen und zur Islamkritik der Partei. Zum anderen stilisiert sich die AfD mit diesem Post selbst zum Widerstandskämpfer. Und die amtierende Bundesregierung wird mit dem verbrecherischen NS-Regime gleichgesetzt.

Setzte sich Sophie Scholl tatsächlich für offene Grenzen und die Einführung des Islam in Deutschland ein? Belege dafür gibt es nicht. Es finden sich allerdings auch keine Schriftstücke oder Aussagen, in welchen Sophie Scholl die eklatanten Rechtsbrüche Merkels und ihrer Mitarbeiter kritisiert oder die Stigmatisierung politischer Gegner in der späten Bundesrepublik anprangert. Möglicherweise ließe sich Sophie Scholl heutzutage sogar von der Stasimitarbeiterin Anetta Kahane dafür bezahlen, im Internet kritische Meinungen ausfindig zu machen und zu denunzieren.

Daß „die amtierende Bundesregierung mit dem verbrecherischen NS-Regime gleichgesetzt“ wird, läßt sich zwar aus dem Zitat nicht erkennen, aber – ein Schelm, der Böses dabei denkt – diese Interpretation sei den #Aufschreiern geschenkt, sie werden sich dabei schon etwas gedacht haben.

Selbst die Nürnberger AfD distanzierte sich mittlerweile von dem Facebookpost und dem eigenen Kreisverband  AfD Nürnberg-Süd/Schwabach: „Wir sind derzeit dabei, juristisch prüfen zu lassen, ob und wie wir gegen die Betreiber aktiv werden können. Des Weiteren distanzieren wir uns ausdrücklich von diesem völlig geschmacklosen Post“.

Was die Nürnberger AfD nun im Einzelnen geschmacklos findet, die Aussage Scholls oder deren mögliches Wahlverhalten, ließ sie offen.

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Russische Bots

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Es ist viel von diesen U-Booten im Internet die Rede, welche – von Putin ferngesteuert – die Kommentarspalten fluten, um gegen unsere Führerin zu hetzen und einer Partei wie der AfD zur Macht zu verhelfen, welche mit Rußland in Frieden und Freundschaft leben will. Pfui!

Nun lasen wir aus Langeweile unter einem Beitrag des Magazins Focus zum ThemaTrachtenverein verweigert AfD-Politikerin die Mitgliedschaft“ auch die Kommentare und fanden gar nicht die gewohnte Kritik an totalitärer werdenden Zuständen von 99 Prozent der Kommentatoren vor, sondern auch vermehrt Beiträge von Merkelfans.

Wir zählten die ersten Kommentare durch und kamen bei 28 Kommentaren auf 19 kritische Kommentare von 19 verschiedenen Kommentatoren und 9 merkeltreue Kommentare von 2 Merkelfans in ein und demselben Stil.

Das gibt zu denken! Sind die Russen technisch fortgeschrittener als die Bundesrepublikaner? Immerhin können die russischen Bots nicht nur verschiedene Namen, sondern auch unterschiedlichsten Duktus und simulieren eine Sprache, die von gehoben bis einfach (inkl. geschickt eingestreuten Rechtschreibfehlern) alle Schichten des deutschen Volkes abzubilden imstande ist, während die deutschen Bots offenbar immer nur auf Textbausteine mit den üblichen Propagandafloskeln zurückgreifen.

Führerin, werfen Sie bitte all unsere Techniker für den Endsieg an die Agitationsfront! Damit wir Moskau einnehmen und den tumben russischen Bären mit unseren hyperintelligenten Bots zu Boden werfen!

Bild oben: Ein fieser russischer Bot diskreditiert unsere gefestigte Demokratie als „linke Diktatur“. Hinter diesem bösen Kommentar stecken Putin und die Weltverschwörung! Schutz vor derartigen Robotermeinungen bieten nur Alu-Hüte, die bei jedem Internetbesuch getragen werden sollten.

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Erika Steinbach

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Und wieder eine prominente Aussteigerin: Erika Steinbach, CDU-Abgeordnete des Bundestages, Sprecherin für Menschenrechte ihrer Fraktion und Angehörige des CDU-Vorstandes, verläßt die Partei. „Würde ich aktuell CDU wählen? Nein. Würde ich heutzutage gar in die CDU eintreten? Nein. Daraus kann ich nur die ehrliche Schlussfolgerung ziehen, die CDU zu verlassen.

Steinbach kritisiert die rassistische Bevölkerungspolitik der BRD-Kanzlerin Merkel. Die habe mit ihrem Handeln gegen geltendes Recht verstoßen: „Daß monatelang Menschen unidentifiziert mit Bussen und Zügen über die Grenze geschafft wurden, war keine Ausnahme, sondern eine gewollte Maßnahme entgegen unserer gesetzlichen Regelungen und entgegen EU-Verträgen.“ Sie behauptet zudem, die Bundesregierung führe die illegale Einwanderung absichtlich herbei: „Da steht ein politischer Wille dahinter. Am Recht vorbei.

In die AfD will Steinbach zwar vorerst nicht wechseln, „aber ich hoffe, daß die AfD in den Bundestag einzieht, damit es dort endlich wieder eine Opposition gibt. Nur so bleibt die Demokratie lebendig“.

Während beim Nachrichtenportal GMX die üblichen Staatsnachrichten von tausenden Lesern mit anderthalb bis zweieinhalb von fünf Sternen bewertet werden, gibt es bei dieser Nachricht volle Punktzahl. Die Kommentarspalte ist natürlich geschlossen (das scheint einem Automatismus zu folgen: Kommt in den Nachrichten das Wort „Flüchtling“ vor, wird jede Diskussion abgewürgt).

Bild oben: Sie kann sich freuen, hat sie doch endlich den Ausstieg aus der Rechtsbrecher-Szene geschafft.

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Auf die Knie!

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Im Blog Sezession schrieb der mittlerweile „geächtete Schriftsteller“ (daß es etwas Derartiges auf deutschem Boden noch einmal gibt!) Akif Pirinçci über die deutschen Feminist*innen, welche zwar auf das süffisante Busenlob eines alten, weißen Mannes mit einem #Aufschrei reagieren, angesichts der Vergewaltigungen und Begrapschungen von „Berggorillas“ aber Relativieren und Kleinreden, und nein, nicht nur das, sich sogar welche zum Schaulaufen halten. Pirinçci stellt die Psychodiagnose einer nymphomanischen Schizophrenie, weil diese zu kurz gekommenen Männer*innen einerseits rigoros das auf weibliche Bedürfnisse zugeschnittene Dirigat in einer männlich-weiblichen Kommunikation fordern, sich andererseits von Barbaren nach Strich und Faden „durchprügeln und durchfi….“ lassen.

Leider hatte die Kommentarspalte bereits Badeschluß, als wir einen Sermon absenden wollten. Obschon dieser hier etwas lose platziert ist, möchten wir ihn dennoch nicht im Nirwana des weltweiten Netzes versinken lassen, sondern stellen ihn hier hin mit den besten Empfehlungen zu Pirinçcis Analyse:

Das sind ja auch zwei Ebenen, die körperliche und die geistige. Im bewährten Patriarchat (nennen wir es mal so) hatte der Mann bei beidem die Hosen an, auch wenn früher die Hausfrau, schon aus Sorge um Herd und Kinder, gegenüber ihrem Mann vielleicht die längeren Haare auf den Zähnen hatte und wußte, wo der Teigroller hängt, wenn der Alte zu lange im Wirtshaus schwof und seinen schmalen Lohn versoff.

Heute ist der Mann als Versorger und Vater überflüssig und nervt die moderne, entbundene Frau vor allem dann, wenn er gewohnte patriarchalische Muster lebt, die in der heutigen Zivilisation eben überholt sind. Das wird als Anmaßung empfunden, zumal die heutigen Hanswürste, welche auch im Habitus keinerlei Männlichkeit verkörpern, sich von Frauen in nichts unterscheiden.

„Unter“ der modernen Frau, also eine Stufe niedriger, aber steht der alimentierungsbedürftige Berggorilla, meist minderen Intellekts und Benimms. Der läßt sich – zumindest zur Zeit noch – von selbstbewußter Frau von Welt als Gigolo und Vorzeigehündchen Gassi führen. Das ist eine mentale Machtfrage und hat nichts damit zu tun, daß Madame sich von ihrem Gorilla auch gern grün und blau schlagen läßt, wenn sie den Befehl dazu gegeben hat. Aber einfach so auf der Straße? Nein Pririncci, dort gerade nicht (wobei frau beim Gorilla eher ein Auge zudrückt, als bei einem kultivierten Mann, denn der muß ihre Befindlichkeiten doch schließlich kennen und wurde lange genug politisch-korrekt dressiert).

Im Resumee bleibt eben doch nur, daß wir Jahrzehn- und Jahrhunderttausende in funktionierenden Gesellschaften lebten, die sich selbt regenierten, und dieser dagegen extrem kurze Abschnitt einiger Dekaden voller Individualisierung, Infantilisierung, Kinderlosigkeit, Verstädterung, Fachidiotisierung, Entgöttlichung, Beziehungsunfähigkeit …. zwangsläufig zu (Massen-)Psychosen und tausenderlei -ismen und absurden Sexualpraktiken, ja sogar „Geschlechtsidentitäten“, führt.

Aber keine Sorge, der Spuk ist bald vorbei, wenn höchstwahrscheinlich auch auf Kosten einer schon seit Längerem abebbenden und immerhin doch auch großartigen europäischen Kultur, welche – zwar schon untergegangen – doch in den Zeitläuften nachklingt und in der ganzen Welt nachklingen wird, auch wenn deren derzeit virulente Nachgeburt nur noch Spott erntet.

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