„Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren Nur aus alten Dokumenten ist noch zu erfahren, daß sich die honorige deutsche Wissenschaft einstmals um die Erderwärmung Sorgen machte. Fast auf den Tag genau vor vier Jahren veröffentlichte das Klimaforschungsmagazin „BILD“ das erschreckende Szenario und ließ die bekanntesten Erderwärmungsforscher zu Wort kommen. Es ist so warm wie seit 12 000 Jahren nicht Kiel – Die Weihnachtsmärkte öffnen, der Skiurlaub steht an, am nächsten Wochenende ist der erste Advent – und draußen steigen die Temperaturen auf bis zu 22,2 Grad! Bis zu 20 Grad mehr als im letzten Jahr! Unser Wetter spielt verrückt: Temperatur-Rekord im November, es wird immer wärmer in Deutschland. Stirbt der Winter etwa aus? Klima-Experten sagen: JA! Schuld ist die Erderwärmung. Professor Mojib Latif (52), Klimaforscher an der Uni Kiel: „In hundert Jahren werden wir praktisch gar keinen Winter mehr haben. Es ist auffällig, dass es in den letzten 50 Jahren ungewöhnlich viele milde Winter gegeben hat.“ Der bisherige Rekord für die letzten Wochen des Jahres wurde erst vor sieben Jahren in Freiburg aufgestellt – mit 21,7 Grad. Der kälteste Novembertag liegt lange zurück. Es waren –25,9 Grad am 28. November 1915 auf der Zugspitze. Schuld an der aktuellen Wetterlage sind die subtropische Luftmassen, die das Tief „Nina“ vom Atlantik nach Deutschland drückt. In Süddeutschland kommt der Föhn mit einer Südströmung hinzu. Rekordwetter! Aber wir erleben auch den Beginn des Klimawandels, der Erderwärmung. Im Durchschnitt war es vor 100 Jahren 0,8 Grad kälter als heute. Und die Erwärmung wird sich noch beschleunigen! Wissenschaftler haben berechnet, dass die durchschnittliche Temperatur in den nächsten 100 Jahren um bis zu vier Grad steigen könnte. In 20 Jahren werden wir noch im Oktober in der Ostsee baden und in Hamburg Pfirsiche züchten können. Nasa-Forscher James Hansen: „Wir haben die höchsten Temperaturen seit 12000 Jahren! Steigt die Temperatur nur um ein weiteres Grad, ist die höchste Temperatur seit einer Million Jahren erreicht!“ TV-Wetterfrosch Jörg Kachelmann (48) sagt: „Der Trend für die nächsten zwei Wochen ist klar: In diesem Zeitraum wird es in Deutschland wohl keinen Wintereinbruch geben.“ Seit drei Jahren jedoch zeigt die menschengemachte Erdrückkühlung immer größere Erfolge. Heute, vier Jahre nach dem BILD-Artikel, wollen wir bibbernd unserer Schneekönigin Merkel danken, daß sie das Ruder im letzten Moment herumgerissen und die Erde vor dem Hitzetod gerettet hat. Uns erwarten zwar keine Pfirsiche aus Hamburg mehr, aber dafür kann man bald auf der Adria Schlittschuh laufen.
Nachtrag: Spendensammlung
Jetzt können Sie auch für die Berliner Eisdomino-Aktion spenden: Wenn Anfang Dezember im mexikanischen Cancún die Klima-Konferenz tagt, bauen wir vor dem Brandenburger Tor ein riesiges 30-Prozent-Zeichen auf – als Domino mit hunderten schmelzenden Eisblöcken. Unsere Botschaft: Die Zeit zum Handeln schmilzt dahin – jetzt muss die EU mit dem Klimaschutz-Ziel minus 30 Prozent CO2 mutig vorangehen. Während auf der Spree dicke Eisschollen treiben, ist noch unklar, wie die teuren Eisblöcke zum Schmelzen gebracht werden sollen. Die Erderwärmungs-Veranstalter hoffen für Nikolaus auf einige Plusgrade, sind aber bzgl. einer künstlichen Eisblockschmelzung bereits in Verhandlungen mit einem CO2-freien Atomkraftwerk.
wird es in unseren Breiten nicht mehr geben.“ [1]
Prof. Dr. Mojib Latif, Erderwärmungsforscher, im Jahr 2000

Der Winter stirbt aus!
28.11.2006
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