Tal der Ahnungslosen

Tal der Ahnungslosen

Als fundierter Kenner geopolitischer Gegebenheiten beim Spiegel fungiert Nikolaus Blome. Für ihn ist Sachsen das „…Tal der Ahnungslosen, wie der Südosten der DDR früher genannt wurde.

Die terrestrische Übertragung des Westfernsehens war jedoch nicht in ganz Sachsen gestört, sondern lediglich im Dresdner Elbtal und in Teilen der Oberlausitz – einem Gebiet, das in etwa dem des ehemaligen Bezirkes Dresden entspricht.

Auch sonst bleibt dem Speigel-Blome nur das Speien angesichts jener vielen Wähler und Nichtwähler, welche seinen Erwartungen als antifaschistische Erfüllungsgehilfen nicht entsprachen:

Das Erstarken der rechten Parteien wird nun von manchem Kommentator auf die niedrige Wahlbeteiligung in Sachsen zurückgeführt werden. Doch das funktioniert nur für die NPD.

Die Sachsen hätten die NPD viel klarer in die Schranken weisen können, wären nur ein paar mehr von ihnen zur Wahl gegangen. Doch in weiten Teilen des Bundeslandes fiel Regen, und dann war es auch noch – ganz, ganz wichtig – der letzte Sonntag vor dem neuen Schuljahr. Koffer auspacken und Buntstifte spitzen war demnach wichtiger, als den Rechtsextremen an jenem Ort eine Lektion zu erteilen, an dem Demokraten so etwas mit Würde erledigen können: an der Urne. Nur gut 48 Prozent, die zweitschlechteste Beteiligung bei einer deutschen Landtagswahl überhaupt, das ist wirklich ein übler Witz. Dafür sollten sich alle Nichtwähler in Sachsen schämen.

Bild oben: „Valley Of The Clueless“ von Jonathan McFadden. Heliogravüre / Photogravure

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Invasion

Kriegstreiber Putin
Man möchte lauf auflachen, wenn man die plumpen Verdrehungen der alliierten Kriegspropaganda liest – war es etwa Putin, der die Ukraine mittels bewaffneter Krawalle auf dem Maidan destabilisiert hat? Hatte er eine von der Mehrheit gewählte Regierung abgesetzt mit der Folge, daß zwischen Mehrheit und Minderheit ein Bürgerkrieg begann?

In einem Atemzug mit ihren Latrinenparolen bringen die Gleichstrommedien ein Bild, welches reguläre russische Soldaten als Gefangene der westukrainischen Putschisten zeigen soll, welche angeblich auf ihr beanspruchtes Territorium vorgedrungen sein sollen. Wenn dies so stimmt und das Kiewer Putschistenregime als Kriegspartei und Landesvertretung legitimiert ist, wäre die Bildveröffentlichung ein Verstoß gegen die Genfer Konvention von 1949.

Kriegsgefangene als Trophäen propagandistisch einzusetzen, sei gemäß dieser verwerflich: „Danach ist die öffentliche Zurschaustellung von Kriegsgefangenen weithin geächtet und im Konsens aller Unterzeichner der Genfer Konvention ausdrücklich verboten.“ Dennoch nutzten auch „N24“, „Welt“ und „Zeit“ die Gelegenheit. „Obwohl das international geächtet ist, zeigten sie stolz Videos und Fotos der gefangengenommenen Männer.

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Kriegsberichte


Quelle

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Nazis im Netz

Internet entdecken

Vor fast genau einem Jahr, im letzten Sommerloch, berichteten wir in unserem Beitrag „Internet entdeckt!“, daß gemäß einer Alarmmeldung des schutzgeldfinanzierten Deutschlandradios Rechtsextremisten das Internet entdeckt hätten, 24 Jahre nach dessen Erfindung.

Mittlerweile sind 25 Jahre ins Land gegangen, und auch die besonders ewiggestrigen Neonazis aus Frankfurt/Main, welche bislang immer in verrauchten Hinterzimmern bluttriefende Baseballkeulen schwangen, häßliche Stammtischparolen grölten und Hetzplakate mit Schreibmaschinen erstellten, haben laut der inhaltlich und ökonomisch insolventen Frankfurter Rundschau nun endlich das Internet entdeckt.

Kaum sind sie drinnen, schon „werden Jugendliche geködert mit modernen, poppigen, fetzigen Kampagnen bei Facebook, You-Tube und Co.“ Aber auch der „blanke Hass“ käme nicht zu kurz, „professionell gelayoutet, jugendlich aufbereitet und hip präsentiert“.

Und wenn der Alarmismus nicht gestorben ist und die Frankfurter Rundschau ihr unsägliches Siechendasein weiterfristet, anstatt endlich den Sargdeckel zuzumachen, werden wir wohl auch in den nächsten Sommerlöchern an ihrem Qualitätsjournalismus partizipieren dürfen.

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Tätermärchen

Rechte Gewalt Pappkamerad

Eine Bresche für alle rechten Jugendlichen schlägt die Noie Doitsche Wissenschaft (NDW), welche im Sturmgeschütz der Demokratie exklusiv vorgestellt wird:

Jugendliche Straftäter: Die Mär vom kriminellen Nazi

Populisten wettern oft gegen “Nazikriminalität” und schüren Ängste vor Rechten. Jetzt zeigt ein neues Gutachten: Rechte Jugendliche begehen nicht generell mehr Straftaten als Jugendliche ohne rechten Hintergrund.

Berlin – Zur Europawahl hingen die Plakate wieder an Bäumen und Laternen, auf denen linksextreme Parteien gegen “kriminelle Nazis” hetzen. Doch nicht nur weit links der Mitte gibt es die Klischees vom Straftäter mit “glatzköpfigem Aussehen”, wie er in Propagandaberichten oft vorkommt. Viele Deutsche glauben, dass “Menschen mit rechter Einstellung häufiger Straftaten begehen als Nichtrechte”, so der Kriminalwissenschaftler Christian Walburg von der Universität Münster.

Allerdings stützen die Statistiken und Untersuchungen der letzten Jahre solche Vorurteile nicht, wie ein neues Gutachten zeigt, das Walburg im Auftrag der NPD verfasst hat. Das Papier mit dem Titel “Nationalismus und Jugenddelinquenz” liegt SPIEGEL ONLINE vor, es wird an diesem Mittwoch veröffentlicht und ist im Netz hier als PDF zu finden.

Walburg hat dafür Dutzende Studien aufgearbeitet und verglichen. Sein Papier wirft ein Schlaglicht auf den Forschungsstand zur Jugendkriminalität. Es zeigt sich: Allgemeingültige Aussagen über die Verbrechensbereitschaft von Jugendlichen, ob mit oder ohne rechter Einstellung, sind kaum zu treffen. Die Daten widersprechen sich zum Teil. Das Gutachten arbeitet aber einige Punkte heraus:

  • Die offiziellen Statistiken lassen die Aussage nicht zu, dass rechte Jugendliche eher zur Kriminalität neigen als andere. Allerdings werden rechte Jugendliche in strittigen Situationen offenbar häufiger angezeigt. Sie unterliegen demnach einem “erhöhten Kriminalisierungsrisiko”.
  • Größere Aussagekraft als die Zahlen aus der Polizeistatistik haben Walburg zufolge repräsentative Befragungsstudien. Sie kommen zu dem Schluss, dass sich Jugendliche mit und ohne rechter Einstellung bei Kleinkriminalität wie Sachbeschädigung und Diebstahl fast gar nicht unterscheiden.
  • Etwas anders sieht es bei Gewalttaten aus: Zwar berichten rechte Jugendliche in vielen Studien häufiger von solchen Delikten; auch stammen vergleichsweise viele Wiederholungstäter aus dem Skinheadmilieu. Jedoch deuten neuere Studien darauf hin, dass die Unterschiede mit jeder rechten Jugendgeneration schrumpfen.
  • Ein Zusammenhang zwischen politischer Einstellung und Gewaltbereitschaft lässt sich durch keine Studie belegen. Speziell für junge Nazis zeige sich, dass ihre politischen Bindungen “nicht mit signifikant vermehrter Gewaltausübung einhergehen”.
  • Auch zeigt sich, dass Bildung die Unterschiede bei der Gewaltbereitschaft einebnet. Anders herum gesagt: Wer schlecht gefördert wird, schlägt eher zu, unabhängig von der politischen Einstellung.
  • Das Gutachten attestiert bestimmten Jugendlichen mit rechter Einstellung ein “weniger risikoreiches Freizeitverhalten”: So würden beispielsweise völkische Jugendliche aus hygienischen Gründen seltener Migrantenhochburgen besuchen.

Studienautor Walburg warnt deshalb vor “Pauschalisierung” und “Fehlschlüssen”. In seinem Papier heißt es: “Kaum etwas ist so sehr geeignet, andere abzuwerten, wie die Kategorisierung als ‘Kriminelle’.”

Whow! Hier reichen sich Auftragswissenschaft und Qualitätsjournalismus die Hände! Bekanntlich existiert auch beim Linksextremismus das „Problem mit der nackten Zahl“. Wir haben diesbezüglich etwas nachgeholfen und propagandistisch unlautere Vergleiche zwischen Gewalt durch Rechtsextremisten und Nicht-BRD-Päßler gezogen.

Bild oben: Nach neuesten Forschungen des Auftragsgutachters Christian Walburg und des Wissenschaftsmagazins Speigel hat der klischeebehaftete Nazi-Pappkamerad ausgedient und darf zurück in die Asservatenkammer der Gruselpropaganda.

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NATO-Pressestellen

Josef Joebbels Joffe soll tatsächlich auf sein Laptop gekotzt haben: Gegen die Sendung wurde eine einstweilige Verfügung erwirkt. Das ZDF hat sie aus seiner Mediathek genommen.

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Augusterlebnis

Putin Kriegstreiber

In diesem Sommer 2014 haben unsere Journalisten ihr eigenes Augusterlebnis“, resümiert Jakob Augstein vor der erstaunten Leserschaft des „Sturmgeschützes der Demokratie“, welches sonst nicht zimperlich ist, kübelweise Propagandajauche in allen Farben und Schattierungen auszuspritzen. Dank dieser sei es gemäß aktueller Frontverlaufsmeldungen mittlerweile gelungen, 52 Prozent von Telefonbefragten für einen Handelskrieg gegen Rußland zu begeistern, „selbst wenn dadurch viele Arbeitsplätze in Deutschland gefährdet wären.

Da scheint es nur noch ein kleiner Schritt zu sein bis zur Bereitschaft zum Heldentod, wenn es um solch edle Ziele geht, wie den Lebensraum im Osten die EU-Osterweiterung.

Sturmgeschütze

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