Osterhäs_innen

Wir sind heute live verbunden mit Frau Löffelsteif, Chefin der Eierlegeanstalt Rammel IV:

eulenfurz: „Guten Tag, wir freuen uns, einen Osterhasen in der Leitung zu haben.“

Osterhase: „Hallo Frau Eulenfurz, aber gleich ein Einwurf: Von Leitung kann keine Rede sein. Wir Osterhäs_innen werden auch nach Jahrhunderten noch diskriminiert! Als Geschenkebringer dominieren immer noch Männer, vor allem die Weihnachtsmänner. Sie werden als viel wichtiger wahrgenommen.“

eulenfurz: „Ist das so? Ostern dauert immerhin vier Tage mit 3 Feiertagen, Weihnachten nur zweieinhalb Tage mit 2 Feiertagen!?“

Osterhase: „Aber wir sind doch völlig unterrepräsentiert, schauen Sie sich nur die vielen Weihnachtsfilme an. Haben Sie je schon einen Osterhasenfilm gesehn, und dann noch einen, der die Osterhäsin in ihrem weiblichen Selbstverständnis würdigt?“

eulenfurz: „Nein, das stimmt. Osterhäs_innenfilme gibt es wirklich nur sehr wenige.“

Osterhase: „Und dann das Verstecken: Wieso müssen wir uns und unsere Leistung immerzu verbergen? Wir können doch stolz auf unsere Eier sein, ich meine, welches weibliche Säugetier legt sonst Eier? Und dann noch Schokoladeneier!“

eulenfurz: „Ja, das ist eine tolle Leistung. Aber ist denn die Freude glücklicher Kinder nicht Dank genug.“

Osterhase: „Wir würden es als längst überfälligen Akt der Gleichberechtigung ansehen, so wie die Weihnachtsmänner unsere Gaben offen und ehrlich verteilen zu dürfen. Wir wollen endlich aus dem Schatten der Weihnachtsmänner heraustreten!“

eulenfurz: „Was sagen die Weihnachtsmänner dazu? Haben die Angst, dann unterprivilegiert zu sein und letzten Endes wie die Pfingstochsen zu enden? Ich erinnere da an den schrecklichen Spruch: Zu Pfingsten sind die Geschenke am geringsten.“

Osterhase: „Natürlich ist Gleichberechtgung nicht zum Nulltarif zu haben, aber diesen Machtverlust muß das Weihnachtspatriarchat eben hinnehmen!“

eulenfurz: „Wir hören live den Osterhasen, … eine Osterhäs_in zum Aspekt des Gendergleichstroming. Frau Osterhasi, nun aber zum für unsere Kinder wichtigsten Thema: Gibt es dieses Jahr wieder so viele Eier, wie in den letzten Jahren?“

Osterhase: „Auf jeden Fall, wir werden unser Plansoll erfüllen. Schließlich haben wir viele fleißige Arbeiter_innen in unseren Legebatterien und Versteckkolonnen. Mehr wird aber nicht verraten, schließlich soll es eine Überraschung werden.“

eulenfurz: „Es gibt Gerüchte, daß die Osterarbeit verstärkt von ausländischen Billigkarnickeln durchgeführt wird…“

Osterhase: „Das ist eine Notwendigkeit der Globalisierung, die deutschen Osterhäsinnen produzieren für’s Ausland, die Ausländischen für Deutschland. Sinn der Sache ist, die Ostereier möglichst durch die ganze Welt zu fahren, bevor sie gegessen werden. Der Bedarf an Billigware wird immer größer, schließlich soll Ostern auch zukünftig das Ramschfest für die ganze Familie bleiben.“

eulenfurz: „Vielen Dank und schöne Grüße nach Österreich!“

Osterhase: „Danke, frohe Ostern!“

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Eine Antwort

  1. Na dann:
    jutät suchn :D
    (sohn ostahasi wih ohm abjelichtät,
    is schon jans nihdlisch,
    abba de kinnings wolln doch lihba aiasse)

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