Saufkumpane

Immer stiller wird es um die dräuende braune Gefahr. Doch nachdem die Toulouser Terrorzelle auch beim besten Willen nicht der Naziweltverschwörung zugeschrieben werden konnte – auch wenn sie nach BRD-Muslimchef Aiman Mazyekden Geist der NSU“ atmete -, sollte die Zwickauer Terrorzelle wieder in den Fokus der Katastrophenmeldungen rücken.

Die Brandenburger Landesregierung hatte nach der medialen Verbreitung des braunen NSU-Terrorsauch in Brandenburg ungeklärte Tötungsdelikte überprüft“. Neue Erkenntnisse gab es aber nicht. Die Zwickauer Terroristen sind lieber weit in westdeutsche Kieze gereist, um türkische Kleinhändler umzulegen, anstatt in die nahegelegene brandenburgische Provinz zu fahren, wo sie wegen ihres fremdartigen Dialektes sofort aufgefallen wären.

Außerdem wollten sie ihren Kameraden dort keine Konkurrenz machen, welche offenbar sogar Massenmorde verübten. So schreibt der von Gebührengeldern ausgehaltene Sender rbb: „Im November 1990 starb unter anderen Amadeu Antoni Kiowa.“ Wenn er unter anderen starb, wie viele Leichen lagen über ihm?

In Templin hingegen waren die mutmaßlichen NSU-Mitglieder Christian W. und Sven P. aktiv, die aus ideologischem Fanatismus heraus ihren Saufkumpanen Bernd Köhler erschlugen. Diese Tat wäre sicher effektheischender verlaufen, wenn die Täter im Fernseher mehr Präsentationen über das korrekte Auftreten brutaler Neonazis hätten genießen können: Während des Bordsteinkicks den rechten Arm zu heben und „Siech Heil“ zu grölen, außerdem eine Bekenner-DVD mit Micky Maus als moderierender Hauptperson zu erstellen.

Doch leider stellt sich nicht jeder Dönermord als echter Dönermord heraus. Dachte der Faschismusverschwörungstheoretiker nach Mügeln, wo NSU-Nazis die Inder verprügeln, daß diese auch in Döbeln Libanesen vermöbeln, so schnitt der sich. Es war kein NSU-Trittbrettfahrer, der „am 1. November den Betreiber des Imbissbistro «Aladin» in Döbeln erschossenhatte, sondern ein Iraker. Freilich kann auch dieser orientalische Mietbürger zur heimlichen Neonazi-Armee gehört haben, genauso wie die zwei Saufkumpane des Templiner Stadtpenners.

Fakt jedoch bleibt, daß Döner nicht nur Thüringen schöner macht:

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7 Antworten

  1. “Außerdem wollten sie ihren Kameraden dort keine Konkurrenz machen, welche offenbar sogar Massenmorde verübten. So schreibt der von Gebührengeldern ausgehaltene Sender rbb: „Im November 1990 starb unter anderen Amadeu Antoni Kiowa.“ Wenn er unter anderen starb, wie viele Leichen lagen über ihm?”

    Interessante Frage. Es scheint inzwischen eine harte Konkurrenz um das knappe Gut “von Neonazis ermordeter Migrant” zu geben, wenn sich der rbb (steht doch für Radio Berlin-Brandenburg, nicht?) bereits um zeitlich und territorial so weit weg liegende Todesfälle wie um den Mocambiquaner Antonio Amadeu, so die kanonisierte Schreibweise seines Namens, reißen und ihn für sein Revier beanspruchen muß. Immerhin verdanken diesem von deutschen Neonazis 1990 aus der Straßenbahn gestoßenen und dadurch tödlich verletzten Mosambiquaner Leute wie Anetta Kahane (IM “Victoria”) Posten, Prestige und Existenz, wenn sie heute in der nach Antonio-Amadeu benannten Stiftung mit dem öffentlichen Geld des ehemaligen Klassenfeindes den Kampf-gegen-Rechts betreiben kann.

    • Jede Religion braucht ihre Märtyrer.

      Im Übrigen ging es hier um das verschwurbelte Deutsch in Veröffentlichungen dieses alimentierten Senders. Die feststehende Wendung vor Aufzählungen lautet “unter anderem“. Nichts gegen Flüchtigkeitsfehler, aber das sind schließlich nicht irgendwelche Blogger, sondern sie setzen mit gewichtiger Miene Nachrichten in die Welt und kassieren dafür horrende Gebühren.

      Allerdings erwartet auch niemand, daß bei der Rundfunkmafia besonders große Leuchten arbeiten.

  2. “Jede Religion braucht ihre Märtyrer.”

    Speziell diese Zivilreligion namens “Kampf-gegen-Rechts”, von der viele Leute sehr komfortabel leben und deren Hohepriester inzwischen mit staatlicher Protektion ihren Tribut von uns verlangen dürfen.

    “Im Übrigen ging hier um das verschwurbelte Deutsch in Veröffentlichungen dieses alimentierten Senders. Die feststehende Wendung vor Aufzählungen lautet “unter anderem“. Nichts gegen Flüchtigkeitsfehler, aber das sind schließlich nicht irgendwelche Blogger, sondern sie setzen mit gewichtiger Miene Nachrichten in die Welt und kassieren dafür horrende Gebühren.”

    Schlimm genug.

    “Allerdings erwartet auch niemand, daß bei der Rundfunkmafia besonders große Leuchten arbeiten.”

    Die bestimmen aber den Mainstream der öffentlichen Meinungsmache, genauer gesagt, der veröffentlichten Meinung. Kein Wunder, daß die Diskrepanz zwischen der öffentlichen und der veröffentlichten Meinung immer größer wird.

    • Die Meinungsindustrie ist dabei, dank des Bloggerweses ihr Meinungsbildungsmonopol zu verlieren. Natürlich sind derartige Demokratisierungsprozesse begrüßenswert. Ihre Glaubwürdigkeit leidet, ihre Absatzzahlen sinken, sie füttern immer noch einen riesigen Apparat durch und speisen emsige Schreibhuren mit Billiglöhnen ab, so daß eigentlich nur noch Schwachköpfe den schmierigen Job eines Journalisten ergreifen. Noch steht da eine ganze Kriegsmaschinerie, doch wird die leichte Reiterei des Bloggerwesens dem schwerfälligen Schlachttroß des Meinungsapparates immer überlegener, auch wenn dieses hungrige Monster sich demnächst aus Zwangsabgaben füttern läßt.

      Der “Antifaschismus” erfüllt alle Kriterien einer Religion mit Heiligen, Eiferern und Teufeln, mit Angst- und Verschwörungsszenarien und Erfüllungsversprechen, mit Prozessionen (Lichterketten) und dem Glauben an das Gute, für das auch Gewaltanwendung legitim ist.

      Allerdings hat jede Ideologie auch ein religiöses Moment.

      • “doch wird die leichte Reiterei des Bloggerwesens dem schwerfälligen Schlachttroß des Meinungsapparates immer überlegener, auch wenn dieses hungrige Monster sich demnächst aus Zwangsabgaben füttern läßt.”

        Sicher rühren die verstärkten Bemühungen der Politik daher, das Internet stärker zu kontrollieren. Die Frage ist einfach nur, wann und ob überhaupt einmal diese Schweigespirale der verordneten Omertá namens Politischer Korrektheit durchbrochen wird. Oder mit anderen Worten, ob sich das Kind findet, das öffentlich und für allem vernehmbar ausruft, daß das Kind nackt ist.

        1989 in der DDR waren es die Demos und die Vorgänge am Dresdner Hauptbahnhof, als die Züge der Botschaftsbesetzter partout durch die Stadt geleitet werden mußten, bzw. die Massendemos in Leipig und Berlin ein paar Tage später, die das zustandebrachten. Im Moment funktioniert der Mechanismus aus Propaganda, Selbsttäuschung und Totschweigen noch. Genauso der eingeschliffene Pawlowsche Reflex, wenn jemand das Etikett “Naaaaazi” aufgepappt bekommt. Denn mit denen will ja keiner was zu tun haben, und gegen die sind alle Mittel erlaubt. Der deutsche Michel reagiert auf diesen alten Trick anscheinend immer noch mit dem andressierten Reflex.

  3. Wieso hat die ödp. eigentlich so einen Trauersmiley auf ihrem Plakat?
    :(

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