CSD

Dioe Stadt, der Müll und der Tod

Zu einer Neuinszenierung des Faßbinder-Stückes „Die Stadt, der Müll und der Tod“ soll es demnächst in vielen Städten der der Welt kommen. Tausende sexuell Andersbegabte wollen hierzu unter Trommelklängen und Fahnen durch westeuropäische Metropolen marschieren der Öffentlichkeit zeigen, daß der Hauptschwerpunkt ihres Lebens in der möglichst unfruchtbaren Bedienung des körpereigenen Spielzeugs liegt.

.

Parasiten

Regenbogenfahne

Der Sinn des Lebens ist die Evolution: Die Natur testet durch vielfältigste Genkombinationen die Überlebensfähigkeit von Merkmalen. Wer innerhalb bestimmter Umweltbedingungen im Vorteil ist, bringt mehr Nachkommen auf die Welt. Schließlich findet ein steter Konkurrenzkampf um Ressourcen statt: Zwischen den Arten, Gruppen, Clans und Familien und sogar zwischen Individuen. Jungvögel beispielsweise werfen schwächere Geschwister aus dem Nest, um mehr Futter zu erhalten. Andererseits kann auch soziales Verhalten bis hin zur altruistischen Selbstaufopferung die eigene Gruppe im Überlebenskampf stärken.

In symbiotischen Verhältnissen der Flora und Fauna gibt es für jedes Lebewesen eine Menge Freßfeinde, große und kleine, von Raubtieren bis Bakterien. Im Laufe Jahrtausende langer Selektion, Auslese und Anpassung entwickelten Lebewesen natürliche Strategien gegen diese: So wittern sie ihre gefräßigen Gegner frühzeitig, meiden deren Reviere, flüchten schnellstmöglich – oder stärken ihr Immunsystem gegen Befall.

Eine Überlebensstrategie haben auch Parasiten entwickelt. Statt sich in der Natur selbst zu versorgen, nutzen sie Wirte für ihre Lebensprozesse. Und auch hier findet Evolution statt: Der Wirt entwickelt Strategien, um Parasiten loszuwerden, der Parasit welche, um dessen Abwehrreflexe zu behindern. Einige der Parasiten können Körperfunktionen, ja, sogar das Verhalten der Wirte an ihre eigenen Bedürfnisse anpassen.

Ein bekanntes Beispiel ist der Parasit Toxoplasma Gondii, welcher während seiner Wachstumsphase Mäuse als Zwischenwirt benötigt, um schließlich als Endwirt in den Katzenkörper zu gelangen. Nun sind Mäuse nicht unbedingt erpicht darauf, von Katzen gefressen zu werden. Also befallen die Toxoplasmen den als Mandelkern benannten Gehirnteil, welcher für die emotionale Bewertung von Informationen zuständig ist, und sorgen für eine Umwertung aller Werte. Aus „Katzenurin stinkt ekelhaft“ wird „Katenurin duftet hervorragend“. Der Parasit programmiert seinen Wirt auf Selbstmord.

Mäuse und Ratten, die mit Toxoplasmen infiziert werden, verhalten sich merkwürdig. Statt beim leisesten Anschein einer Katze das Weite zu suchen, werden sie von deren Geruch geradezu angelockt. Offenbar ruft der Parasit in den Gehirnen der Tiere Reaktionen hervor, die sie zu willigen Opfern von Katzen machen und ihn ans Ziel bringen – in den Katzendarm.

Es gibt aber auch Parasiten, welche die Sexualität von Organismen manipulieren. Parasitologe Prof. Dr. rer. nat. Richard Lucius von der HU Berlin führt als Beispiel Bandwurmlarven an, welche den Hormonhaushalt von Mausmännchen funktionell derart manipulieren, daß der Hormonstoffwechsel radikal umgestellt wird. Die Mäuseriche funktionieren dann nicht mehr als Männchen und sind auch in ihren sämtlichen Sexualfunktionen völlig verändert. „Es entsteht eine chemisch kastrierte und obendrein transsexuelle Maus, die statt männlicher auf einmal weibliche Sexualhormone produziert – weil sich der Bandwurm im weiblichen Stoffwechsel wohler fühlt und die weiblichen Hormone für sein eigenes Wachstum nutzen kann.

Welche Parasiten Menschen soweit manipulieren, daß diese sich zu den natürlichen Lebens- und Fortpflanzungsgesetzen diametral verhalten, Freßfeinde als Freunde willkommen heißen oder unfruchtbaren Sex in allerlei pervertierten Formen ausüben, ist bislang noch ungeklärt. Die Gründe für diese Fernsteuerung müßten gemäß evolutionärer Erklärungsbasis in gewonnenen Überlebensvorteilen der Parasiten liegen.

.

Verbindlichkeiten

Wohl Heimat

Der Sozialwissenschaftler Manfred Kleine-Hartlage beschreibt in seinem Buch „Die liberale Gesellschaft und ihr Ende“ die der Aufklärung (also der Lösung bisheriger Selbstverständlichkeiten) innewohnende Tendenz zur Selbstzerstörung:

Eine Gesellschaft, die Freiheitsrechte immer weiter treibt und hergebrachte Selbstverständlichkeiten unter immer höheren Begründungszwang stellt, sägt den Ast ab, auf dem sie sitzt. Sie ist dann immer weniger in der Lage, die Stabilität wechselseitiger Erwartungen sicherzustellen, die die Bereitschaft zu ethischem Handeln ebenso hervorbringt, wie sie darauf beruht. Die Aufklärung hat eine Tendenz zur Selbstzerstörung.

In dem Maß, in welchem Verbindlichkeiten erodieren, schwindet die zwischenmenschliche Verbindung. Die vielfältig ambitionierten Zerstörer traditioneller Gemeinschaften eint der Versuch, durch eine Utopie, die in ihrer Umsetzung eine totalitäre Ideologie ist, neuen Konsens zu stiften.

.

Rassismus

Orient Occident

In einem Interview des BRD-Magazins Spiegel mit dem russischen Philosophen Alexander Dugin erklärte dieser: „Jeder Westler ist ein Rassist – kein biologischer, wie Hitler, aber kulturell. Deswegen denkt er, es gebe nur eine Zivilisation – oder Barbarei. Und diese Zivilisation beruhe auf Demokratie, Fortschritt, Menschenrechte, freie Marktwirtschaft und individuelle Identität. Die Barbarei aber negiere dies alles, aus irgendwelchen religiösen Gründen. So denken die Westler, deswegen sind sie kulturelle Rassisten.

Hier muß zunächst eine Begriffsentwirrung vollzogen werden, ist doch Rassismus eigentlich als Phänomen definiert, „daß man sich um sich selber und die Seinigen im Zweifelsfall größere Sorgen bereitet als um Fremde.

Dugin bezieht sich in seinem Buch „Die Vierte Politische Theorie“ auch auf den Ethnosoziologen Claude Lévi-Strauss, welcher die These vertrat, daß die Kultur die Rassen beeinflusse, und nicht die Rasse die Kultur, wie jahrzehntelang von den Rassetheoretikern dargestellt. Faktoren, welche sich auf die Weitergabe von Genmaterial auswirken, seien gesellschaftlicher Natur, dementsprechend wären Rassenmerkmale Resultate kultureller Erscheinungen. Eine steile Behauptung ist allerdings, daß auch phänotypische Merkmale, welche durch regionale Selektionsfaktoren ausgebildet werden, kulturell bedingt seien.

Die Selektion innerhalb einer Gruppe ist natürlich immer auch kulturell bedingt, von der Kindstötung bei Naturvölkern über die Heiratsauslese bei Hochkulturen bis zu den gravierenden Entartungsprozessen im Zivilisationsstadium. In letzterem findet neben massiver Geburtenbeschränkung und relativ hohen Geburtenzahlen in einigen (meist religiös-traditionären) Gruppen unter anderem auch die mangelnde Dezimierung ursprünglich lebensunfähiger Menschen oder die widerstandslose Landnahme durch Fremde statt.

Nach Lévi-Strauss herrsche für jede Kultur Wahlfreiheit, wie und wohin sie sich entwickeln möchte. Auf gut deutsch: Eine Gesellschaft, deren sich „aufgeklärt“ und „fortschrittlich“ gerierende Teile Geburtenverweigerung betreiben, während die traditionären Elemente weitergebären, hat das Ziel, unnatürlich ausufernden „Fortschritt“ und dekadente „Aufklärung“ innerhalb weniger Generationen auszumerzen und Konservative an die Macht zu hieven.

Lévi-Strauss meint, daß jeder Fortschritt an anderen Stellen der Gesellschaft zu Einbußen führe. So habe jede Lebensweise ihre Vor- und Nachteile. Im Gegensatz zu den Mitgliedern der westlichen Zivilisationen würden „die sogenannten Naturvölker das natürliche Gleichgewicht“ bewahren, „da sie an ein weitläufiges System von Riten und Glaubensvorstellungen gebunden sind. Dieses System bewahrt das Gleichgewicht zwischen dem Menschen und der Natur.

Alexander Dugin greift diese Ideen auf und postuliert, „daß die Auffassung, wir modernen Menschen seien aus ,primitiven‘ und ,archaischen‘ Stämmen entstanden, anthropologisch unvertretbar ist. Primitive und primitive Gesellschaften sind einfach andere Menschen und Gesellschaften. Moderne Menschen sind eine Gruppe, archaische Menschen eine andere. Sie sind aber auch Menschen, nicht schlechter als wir. Sie sind keine unterentwickelte Variante von uns.

Aus dieser Sicht wird der Vorwurf Dugins nachvollziehbar, daß die mit „universellen Menschenrechten“ missionierenden Westmächte rassistisch auftreten würden, da sie den eigens so definierten „Unterentwickelten“ ihre alleinseligmachende Ideologie mit Buch und Schwert, Fernseher und Kampfdrohne aufzuoktroyieren versuchen. Die selbstgefällig „aufgeklärten“ Liberalisten und Marxisten sind die neuen Herrenmenschen, an deren Utopie die „Welt genesen“ soll. Da sich ihr nicht alle Menschen und Menschengruppen freiwillig unterwerfen, wird die Utopie zu einer Ideologie, der Herrschaftsanspruch totalitär und die repressive Gewalt ebenso, wie der imperialistische Krieg, zu einer Option.

Ein Aspekt aus dem Buch „Der Blick aus der Ferne“ von Claude Lévi-Strauss sei noch angemerkt. So sah er schon vor 60 Jahren die Existenz der Kulturen der gesamten Welt durch die Veränderungen der Industriekultur und der ansteigenden Geschwindigkeit der Transport- und Kommunikationsmittel bedroht.

Laut seiner Theorie entstehen Rassenvorurteile durch hohes Bevölkerungswachstum die und Knappheit an natürlichen Gütern wie beispielsweise Boden. Deshalb sollten die „kulturell stagnierenden westlichen Zivilisationen von den Naturvölkern lernen und die Praxis der relativen Gleichheit der Kulturen umsetzen und Abstand zu anders lebenden Menschengruppen halten. Sonst wird das Gleichgewicht zwischen den Kulturen zerstört.

.

Kriegstreiber

Die hervorragenden Karikaturen sind von Götz Wiedenroth, dessen Karikaturen-Album wir zum genußvollen Schmökern empfehlen. Die oben dargestellte Figur scheint übrigens Ähnlichkeit mit dem am Care-Paket-Syndrom leidenden Tinten- und Güllespritzer Richard Herzinger zu haben

.

Caravan-Camerata

Alles Schmuh

Merkwürdig bei den NSU-Asservaten sind die Mietverträge des von einem Autovermieter georderten Wohnwagens, welcher in Eisenach mitsamt der beiden Uwes abfackelte. In diesem ausgebrannten Caravan wurde auf einem verkohlten Ascheberg nicht nur ein unbeschädigter Rucksack mit NSU-Bekenner-DVD’s gefunden, sondern auch ein Mietvertrag für das Fahrzeug. Die Mietzeit gemäß dieses Dokuments dauerte vom 21.10.2011 bis 01.11.2011. Die Rückgabe war längst überfällig.

Bei der Verleihfirma organisierte das BKA hingegen einen Mietvertrag, der nachträglich auf den Zeitraum 25.10.2011 bis 04.11.2011 geändert wurde. Beate Zschäpe recherchierte am 4.11.2011 im Internet ab 11:39 Uhr nach „autounfall sachsen vom 3 11.“, ab 11:39 Uhr „autounfall sachsen 31 10“ und ab 12:10 Uhr „autounfall, 1 11“. Die Vermutung liegt nahe, daß sie ihre Uwes erstens seit Tagen vermißte und zweitens in Sachsen wähnte.

Interessant ist weiterhin der Aspekt, daß nach dem 4.11.2011 vor einem Fenster der Zwickauer Wohnung ein Blumenkasten mit Kunstpflanzen und einer auf die Straße gerichteten Überwachungskamera vorgefunden wurde. Noch am 24.10.2011 gab es gemäß eines zufälligen Gebäudefotos weder Blumenkasten, noch Überwachungskameras.

Haben die Uwes kurz vor ihrer Abfahrt die Kamera installiert? Tat dies die „Hausfrau“ Zschäpe nach der Abfahrt der beiden? Fühlte sich das Trio verfolgt oder beobachtet? Oder wurde die Kamera von ganz anderen Personen eingerichtet?

.

Alexander Dugin

Dugin über Deutschland

Daß der russische Philosoph Aexander Dugin in seinem Spiegel-Interview mehrere fragwürdige Positionen einnimmt, wurde bereits seziert. Dennoch gibt es auch einige zitierfähige Stellen. Die populärsten:

Ich liebe die Wurzeln deutscher Kultur. Aber es gibt sie nicht mehr. Das heutige Deutschland ist eine Art Gegen-Deutschland.

Ich bin oft in Deutschland, aber wenn ich mir anschaue, was bei Ihnen in den Regalen der Buchhandlungen steht, dann hat die deutsche Kultur keine Zukunft mehr. Sie leben in einer degradierenden Zivilisation. Wo ist der große deutsche Geist geblieben? Wo die Höhen der französischen Philosophie? Wo die Tiefe der italienischen Kunst? Was wir heute sehen, ruft Ekel hervor. Ich liebe Europa sehr, ich schätze seine kulturelle Tradition. Aber es gibt sie nicht mehr.

Technischer Fortschritt geht einher mit geistiger Regression. Ich bin für geistigen Fortschritt.

Ich liebe Europa, deswegen flößt mir das jetzige Europa einen solchen Schrecken ein. Ich sehe, dass es stirbt.

Denkwürdig ist auch die Antwort auf die Frage in einem anderen Interview, warum Rußland keine Lobbygruppen im „Westen“ habe, so wie andersherum der westliche Hegemon in Rußland:

Russia doesn´t have an imperialist agenda. Moscow respects sovereignty and wouldn´t interfere in the domestic politics of any other country. And it is an honest and good politics. … We shouldn´t forget that Russia doesn´t have any hegemonial interests in Europe, but the Americans have. Frankly speaking, the European Union is not a genuine European entity – it is an imperialist transatlantic project. It doesn´t serve the interests of the Europeans but the interests of the Washington administration. The “European Union” is in reality anti-European.

.

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 235 Followern an